Harun Yahya

Eine Aussage von Herrn Adnan Oktar ├╝ber die Schie├čerei in Orlando

 

Aus der A9 Reportage mit Herrn Adnan Oktar am 12. Juni 2016 

Kartal Göktan: Bei einem bewaffneten Anschlag in einem von Homosexuellen besuchten Nachtclub sind in der Stadt Orlando im amerikanischen Bundesstaat Florida mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen und 53 Menschen wurden verletzt. Der Angreifer ist mit zwei Waffen reingegangen und hat willkürlich um sich geschossen und die Menschen ermordet. Während des Polizeieingriffs wurde der 29-jährige Angreifer mit amerikanischem Pass namens Ömer Matin mit afghanischer Herkunft durch die Polizei getötet. Es wurde erwähnt, dass der Angreifer Waffentraining in Amerika erhalten haben soll und nicht auf der Terrorliste erwähnt werde, allerdings werden Verbindungen in der Richtung untersucht. Die IS bekannte sich später zum Angriff.

Adnan Oktar: Jemand, ob homosexuell, Dieb oder Mörder, hat keinerlei das Recht, andere Menschen zu töten. Es gibt Gesetze und Rechte. Man kann solche Ereignisse mit Gesetz und Recht feststellen. Das Töten, Wüten, Bombardieren und Erschießen von Menschen sind barbarische und primitive Methoden. Das geht nur mit Meinung und Gedankengut. Wir zum Beispiel erzählen, dass die Homosexualität falsch ist. Wie erklären wir das? Wir erklären das mit dem Koran. Wir erklären das so, dass das Gewissen, der Verstand, die Besonnenheit und der Scharfsinn angesprochen werden. Aber Leute zu erschießen oder zu bombardieren ist eine Gräueltat und wir sind entschieden dagegen. Wir verurteilen entschieden jegliche Gewalt. Ein Muslim kann keine Form von Gräuel und Brutalität akzeptieren. Der Islam, welcher im Koran zu finden ist, ist aber eine Religion des Friedens und der Liebe. Es gibt kein Eingreifen in den Glauben und der Meinung irgendeiner Person. Egal, was jemand macht, es gibt keine Bestrafung durch den Einzelnen, sondern immer mit Gesetz und Recht. 

Ja, ich höre.

Bülent Sezgin: Herr Adnan, Allah sagt in dem Vers: "So ermahne; denn du bist zwar ein Ermahner, du hast aber keine Macht über sie." 

Adnan Oktar: Es ist sehr eindeutig. Zwang und Druck. Und was ist das? Ein Muslim kann keine Gewalt und kein Grauen ausüben. Es ist Allahs klare und ausdrückliche Bestimmung, dass die Muslime nur in der Pflicht stehen, den Islam zu überliefern. Zum Beispiel ist Diebstahl schlecht, Homosexualität ist schlecht, Perversität ist schlecht, Unterdrückung ist schlecht, Gewalt ist schlecht, wir können das erzählen, aber wenn jemand eine schlechte Tat begeht, können wir die Person nicht höchstpersönlich bestrafen. Bei so etwas kommen Gesetze und Recht ins Spiel. Wir möchten auf keinen Fall, dass irgendjemandem Gewalt angewendet wird. Wir möchten keine Anwendung von Unterdrückung, aber Kritik ist erlaubt. 

Ja, ich höre.

Bülent Sezgin: Der amerikanische Präsident Barack Obama ist vor die Kameras getreten, um eine Erklärung bezüglich des Angriffs abzugeben. In seiner Erklärung hat er folgende Äußerungen gemacht: „Dies ist ein trauriger Tag für ganz Amerika und für die Gesellschaft der Homosexuellen, dies ist ein Überfall von angriffslustigen Menschen auf einen Nachtclub, welches für das Zusammenkommen unter Freunden bevorzugt wurde. Dies war nicht nur ein Nachtclub, es war ein Zentrum für Solidarität“, sagte er.

Adnan Oktar: Auch wenn es ein Dieb, ein Homosexueller oder ein Perverser ist, möchten wir nicht, dass sie Gewalt erfahren. Aber sie zu unterstützen ist etwas anderes. Obama unterstützt sie. Das ist sehr falsch. Laut dem Glauben der Christen ist das falsch. Laut dem Glauben der Juden ist das falsch. Auch nach den drei Gottesreligionen ist das falsch. Das Christentum und das Judentum lehnen es strikt ab. Im Islam ist es eindeutig. Im Christentum ist es eindeutig. Im Judentum ist es eindeutig. Es ist die Bestimmung Gottes, die uns verdeutlicht, dass die Homosexualität eine Perversität und eine hässliche, beschämende und abstoßende Handlung ist. Man kann z. B. jemanden, der Diebstahl begeht, nicht einfach verprügeln und ihn davonschleifen, die Justiz wird sich um ihn kümmern. Oder auch wenn eine Person homosexuell ist oder auch etwas anderes oder auch wenn eine andere Perversität vorliegt, man darf keine Gewalt anwenden.

Man kann ihn nur der Justiz übergeben und sonst nichts. Die Justiz wird alles Notwendige unternehmen. Die Homosexualität ist eine sehr abstoßende Handlung, das werden wir immer sagen, aber Gewalt ist eine große Unmoral gleichen Grades, es ist sogar eine gewaltigere Gräueltat. Was heißt einen Menschen töten? Das Urteil im Koran für das Töten ist die endlose Hölle. Die Homosexualität ist, laut dem Koran, eine abstoßende und widerliche Handlung. Aber einen Menschen umzubringen ist eine Brutalität und die Vergeltung dafür ist die unendliche Höllenqual. “Einen Menschen zu töten bedeutet, als hätte man die ganze Welt getötet“, sagt der Allmächtige. Das Töten eines Menschen bedeutet, das Töten der Welt, der ganzen Menschheit und die Vergeltung für das Töten eines Menschen ist die endlose Hölle, dass ist das Urteil, sagt Allah. Daher ist es eine große Gräueltat, jemanden aufgrund seiner Ansicht oder Taten Gewalt anzuwenden. Jede Art von Gewalt ist eine große Gräueltat, dass akzeptieren wir niemals. 

Wir kritisieren nicht nur die Homosexuellen, wir kritisieren die Kinderschänder, diejenigen, die Gewalt gegen Frauen verüben, wir kritisieren jeden der Gewalt ausübt. Wir kritisieren Terroristen. Wenn wir Terroristen kritisieren, bedeutet das nicht, dass wir den Terroristen schlagen dürfen, ihn verfluchen oder töten dürfen; man übergibt ihn der Justiz. Du kannst zum Beispiel einen Terroristen festnehmen, du kannst ihn nicht bombardieren, du übergibst ihn der Justiz. Wir reden Tag und Nacht gegen die Terroristen, das ist legal, wir sprechen gegen die Kinderschänder, da sagt keiner was. Reden wir aber gegen die Homosexuellen und man fragt uns, wieso wir das tun, da kann etwas nicht stimmen. Wir sprechen auch gegen Diebe als Beispiel. Wir sprechen über das Stehlen, das ein Anzeichen des Heuchlers ist, zudem erwähnen wir auch, dass das Stehlen eine Gräueltat ist. In Anbetracht dessen gibt es Menschen in der islamischen Welt, die Muslime töten und zugrunde richten. Wir sagen nicht, tötet diese Menschen. Beispielsweise verüben sie durch die Luftbombardements auf Muslime eine unglaubliche Brutalität und töten Kinder. Sie töten Hunderte, Tausende von Kindern, aber wenn wir diese Menschen antreffen, sagen wir auch nicht, bombardiert sie oder rächt euch an ihnen. Wir übergeben sie der Justiz. Wir möchten mit Recht und Gesetz gegen sie vorgehen. Wir sind eine Gruppe, die nicht mal ein Tropfen Blut fließen lassen möchte. 

Egal was sie sagen, wir werden Terroristen kritisieren, auch die Homosexuellen. Wenn man versucht diejenigen, die wir kritisieren, umzubringen oder zu wüten, dann ist dies auch eine Gräueltat. Wir werden auch Diebe kritisieren, und wenn wir das tun und ihr wütet, dann ist das auch eine Gräueltat. Wir kritisieren auch diejenigen, die Kinder schänden und Frauen unterdrücken. Und wenn ihr wütet, dann verübt ihr wieder eine Gräueltat und wir würden das in keiner Weise akzeptieren. Wissen Sie, was die Besonderheit unseres Freundeskreises ist? Wir möchten nicht, dass auch nur ein Tropfen Blut fließt. Das ist, was wir seit 1979 sagen. Wir möchten nicht mal, dass jemandem die Nase blutet. Das habe ich mindestens 3000-mal, 5000-mal gesagt. Seht mindestens 3000-mal, 5000-mal habe ich das gesagt. Jemanden wie mich, der das so oft anspricht und dermaßen gegen die Gewalt ist, gibt es auf der Welt nicht. Es gibt niemanden, der dies auf diese Art und Weise und in dieser Häufigkeit zur Sprache brachte, wie ich.

Wir kritisieren die PKK Tag und Nacht. Wenn wir irgendwo einen PKK-Terroristen sehen, sagen wir nicht, er soll mit einer automatischen Waffe niedergeschossen werden. Es findet eine offensichtliche Handlung der PKK statt. Keiner unserer zivilen Bürger erschießt sie mit einer automatischen Waffe. Wir überlassen dies der Justiz. Am meisten kritisieren wir die PKK. Wenn wir eine Kritik an den Homosexuellen äußern, so kritisieren wir die PKK tausendmal. Aber wir sagen nicht erschießt sie oder bombardiert sie. Wir sagen, man soll ihnen mit der Justiz den Kampf ansagen.

Bülent Sezgin: Allah erklärt im Vers wie folgt. Ich nehme Zuflucht vor dem Satan bei Allah: „Und damit aus euch eine Gemeinde wird, die zum Guten einlädt, das Rechte gebietet und das Unrechte verbietet. Sie sind es, denen es wohlergehen wird.“ (Sure Al-Imran, Vers 104) 

Adnan Oktar: Natürlich laden wir zum Guten ein. In der Sure al-Ma’ida, Vers 79 sagt Allah, ich nehme Zuflucht vor dem Satan bei Allah: „Sie untersagten einander nicht das Verwerfliche, das sie begingen.“ Beachte, sie untersagten einander nicht das Verwerfliche, das sie begingen. Die Homosexualität, die Gewalttätigkeit, das Grauen. „Wahrlich, schlimm ist, was sie zu tun pflegten“, sagt Allah. Dieses Verbieten ist eine Verpflichtung, die uns Allah auferlegt, wir müssen dieses Verbieten vornehmen. Das Missbrauchen von Kindern, die Vergewaltigung von Frauen, Homosexualität, Diebstahl, Erpressung, Gewalt, Grauen und Terror sind alle nach dem Islam verboten. Dies sind hässliche und falsche Handlungen. Wir müssen jene warnen, erinnern und das Verwerfliche sagen. Wir werden die Bestimmung Allahs erfüllen. 

In der Sure Al-Imran, Vers 110 sagt Allah: „Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen erstand. Ihr gebietet das Rechte…“, jene gebieten das Gute und das, welche dem Islam entspricht, „und verbietet das Unrechte“, das bedeutet, jene verbieten das Böse und Schlechte „ und glaubt an Allah“. Das ist die Eigenschaft eines guten Muslims, sagt Allah. Und wir machen das.

 

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