Harun Yahya

DIE GESCHICHTE DER RÜCKSICHTSLOSIGKEIT
VON MALTHUS BIS DARWIN
 


Darwins Ansichten in, Der Ursprung der Arten waren maßgeblich beeinflusst von dem britischen Ökonomen und Demographen Thomas Robert Malthus.

In seinem erstmals 1798 veröffentlichten Essay on the Principle of Population, as it Affects the Future behauptete Malthus, dass sich die Weltbevölkerung im Rhythmus von 25 Jahren als geometrische Reihe von 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256… erhöhen würde, wohingegen sich die Nahrungsmittelproduktion nur im arithmetischen Maßstab 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ... steigern würde – also viel zu langsam in Bezug auf das Bevölkerungswachstum. Malthus behauptete, dass innerhalb von 300 Jahren die Relation des Bevölkerungswachstums zur Nahrungsmittelproduktion die Größenordnung 4096:13 erreichen würde. Angesichts dieser erschreckenden Disparität rief Malthus die gesamte Menschheit zu einem verzweifelten Kampf ums Überleben auf. Diese Panikmache spiegelte sich wider im Untertitel von Darwins Der Ursprung der Arten. Er lautete: The Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life (Die Erhaltung der bevorzugten Rassen im Kampf ums Überleben).

Thomas Malthus


Malthus behauptete in seinem Aufsatz, dass dieses überproportionale Bevölkerungswachstum gestoppt werden müsse, und machte dazu einige Lösungsvorschläge. Seiner Meinung nach waren unter diesem Gesichtspunkt Elend und Verbrechen erfolgversprechende Faktoren, um das Bevölkerungswachstum zu steuern, zum Beispiel durch Hungersnöte und Epidemien, aber auch durch Kriege. Selbst die Tötung von Neugeborenen schlug Malthus vor. Jeder Mensch mit Vernunft und Gewissen wird zugeben, dass derartige Vorschläge grauenhaft sind. Vernünftige Planung von Einkommen und Ressourcen, um allen Mitgliedern einer Gesellschaft Wohlbefinden und Frieden zu sichern, ist eine Frage der Humanität und entscheidet über deren Zukunft. Doch die Planung von Kriegen, Massakern und Mord kann nur Blut und Tränen erzeugen und die Zukunft einer Gesellschaft untergraben.

Aber Malthus hatte noch mehr Vorschläge auf Lager. Zum Beispiel schlug er vor, dass es armen Arbeiterfamilien verboten werden solle, Kinder zu bekommen. Seine Empfehlungen stießen sogar auf Resonanz bei der britischen Regierung: 1834 wurden laut Gesetz besondere "Workhouses" für Arme in England eingerichtet, wo zur Kinderlosigkeit verdammte Ehepaare nach strengen Regeln leben mussten. All das, um der angeblich drohenden Bevölkerungsexplosion entgegenzutreten!

Einer der Gründe für das Erwägen solcher Maßnahmen war damals die durchaus begründete Furcht der britischen "Oberklasse", dass irgendwann das quantitativ rapide ansteigende Wachstum der "Unterklasse" die Stellung und Privilegien der ersteren gefährden könnte. Diese Furcht war natürlich unbegründet und nur das Ergebnis einer Selbsttäuschung. Denn erstens steht außer Frage, dass jemand aufgrund seiner materiellen Situation, seines sozialen Status, seiner Sprache, Rasse oder Geschlecht eine Überlegenheit gegenüber anderen Gesellschaftsmitgliedern haben kann. Gott hat alle Menschen gleich geschaffen. Was den Menschen ihren Wert verleiht, sind deren moralische Tugenden und ihre Gottesfurcht, die sie tagtäglich unter Beweis zu stellen haben. Sonst nichts.

Nach der irrigen Propaganda des Sozialdarwinismus – eine der erbarmungslosesten Philosophien in der Geschichte – muss der Schwache und Hilflose dem Tode überlassen werden.

Das hinderte jedoch die britische Upperclass im Gefolge der Französischen Revolution nicht daran, den Malthusianismus ideologisch massiv zu fördern. Aus Furcht, ihre gesellschaftlichen Privilegien und ihre Macht zu verlieren, schreckte sie vor nichts zurück, nicht einmal davor, offenen Rassismus zu praktizieren. Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn jemand freiwillig religiöse, moralische Werte einfach aufgibt. Die damals herrschende Elite in England dachte einfach, die Zukunft ihrer Gesellschaft sei zu sichern, indem man Verhältnisse schaffte, in denen es immer weniger Menschen immer besser und immer mehr Menschen immer schlechter ginge. Natürlich ist es eine gute Sache, wenn der allgemeine Wohlstand einer Gesellschaft wächst. Es stellt sich allerdings die Frage danach, wie das zu bewerkstelligen ist. Den Anteil der Wohlhabenden dadurch zu steigern, dass man die Armen und Bedürftigen verhungern lässt oder abschlachtet - wie vom Sozialdarwinismus gefordert - ist selbstverständlich völlig unakzeptabel. Selbst wenn der Anteil der Wohlhabenden steigt, ist das keineswegs hinreichend als Indikator für den Fortschritt einer Gesellschaft. Wenn nämlich all den Wohlhabenden Tugenden wie Ehrbewusstsein, Altruismus, Mäßigung, Geduld und Toleranz fehlen, dann wird ihr wirtschaftliches Denken eher zum Schaden als zum Vorteil einer Gesellschaft gereichen. Alle Pläne, die abzielen auf den Fortschritt einer Gesellschaft, können ihr Ziel nur erreichen, wenn sie geistige Werte in Einklang bringen mit materiellem Fortschritt.
Aber zu Lebzeiten von Malthus war dies vielen Menschen nicht klar, und deshalb übernahmen sie seine abstrusen Ansichten, die später ihre Gesellschaften in den Zusammenbruch führten. Im Folgenden nennen wir einige der „Lösungsvorschläge“, die Malthus machte, um das Bevölkerungswachstum zu stoppen:


"Statt den Armen Sauberkeit zu predigen, sollten wir sie zum Gegenteil animieren. In unseren Städten sollten die Straßen noch enger gemacht, noch mehr dieser Menschen in die Häuser gepfercht und eine Rückkehr von Seuchen gefördert werden. Auf dem Land sollten wir die Dörfer möglichst nahe an stehenden Gewässern bauen und Siedlungen am besten in sumpfigen und unwirtlichen Gegenden fördern. Vor allem jedoch sollten wir Heilmittel gegen Seuchenkrankheiten nicht zulassen, die von gut meinenden Menschen entwickelt worden sind, weil sie irrtümlicherweise glauben, damit der Menschheit zu nutzen."8

Sogar das Töten von Neugeborenen hat Malthus vorgeschlagen:


"... sind wir im Namen von Ehre und Gerechtigkeit dazu verpflichtet, den Armen jedes Recht auf Unterstützung zu verweigern. Zu diesem Zweck schlage ich eine Regelung vor, der zufolge kein neugeborenes Kind ein Recht auf kirchlichen Beistand hat. Ein neugeborenes Kind der Armen hat, alles in allem gesehen, nur geringen Wert für die Gesellschaft, weil ohnehin schon bald weitere an seine Stelle treten werden ... Alle neugeborenen Kinder, sofern sie die notwendige und wünschenswerte Anzahl für ein vernünftiges Bevölkerungswachstum überschreiten, müssen zugrunde gehen, soweit nicht durch den Tod von Erwachsenen neuer Raum für sie entstanden ist."9

Malthus hatte sich ein raffiniertes Gedankengebäude zurechtgelegt, um die Tötung von Neugeborenen zum Zweck der Regulierung des Bevölkerungswachstums zu rechtfertigen. Man könnte nun heutzutage glauben, so etwas Abartiges gehöre der Vergangenheit an und niemand würde es mehr ernst nehmen. Aber leider ist dem nicht so. Im heutigen China basiert die Bevölkerungspolitik auf der Tötung von Neugeborenen - eine Politik, die durchaus in der Tradition von Malthus und seinem Nachfolger Darwin steht. Die kommunistische Staatsführung Chinas hält ihre Bevölkerung fern jeglicher religiösen, moralischen Werte und betrachtet die Welt mit den Augen Darwins. Abgesehen vom sozialen und moralischen Niedergang der chinesischen Gesellschaft gibt es deshalb in China auch Arbeitslager, deren Insassen selbst grundlegende Menschenrechte verweigert werden. Wenn ein Elternpaar mehr Kinder zeugt als staatlich erlaubt, werden die „Überzähligen“ ihnen weggenommen und getötet. Menschen werden exekutiert wegen „geistiger Verbrechen“, wobei die Exekutionen zelebriert werden wie ein gesellschaftliches Ritual. Deshalb ist das heutige China ein Beispiel dafür, was eine Gesellschaft erwartet, die sich dem Darwinismus verschreibt.
Die Thesen von Malthus bereiteten nicht nur den Boden für eine Gesetzgebung, die die Lage der Armen in Großbritannien noch verschlechterte, sie machten auch eine Lösung der sozialen Probleme seiner Zeit unmöglich. Seine Thesen, die noch heute Anhänger finden und Darwins Evolutionstheorie den Weg ebneten, entbehren jeglicher wissenschaftlichen Grundlage und führten folgerichtig nur zu Chaos, Krieg, Rassismus und Atheismus im 20. Jahrhundert. Sie waren inspiriert durch folgende Geschichte von Ziegen und Hunden, deren Wahrheitsgehalt nie jemand überprüfen konnte.

Von Ziegen und Hunden zum Darwinismus


Die wahre Quelle für Malthus wahnwitzige Theorie war eine Geschichte über Ziegen auf einer Insel im südöstlichen Pazifik, die angeblich von einem spanischen Seefahrer namens Juan Fernandez stammte. Der Erzählung zufolge vermehrten sich auf dieser Insel die Ziegen rasant und wurden zu einer beliebten Delikatesse in den Fleischtöpfen der anlandenden Seeleute. Aber die Ziegen vermehrten sich derart rasant, dass sie so gut wie alle Nahrungsreserven auf der Insel weg fraßen. Um die die spanische Herrschaft bedrohenden britischen Kaufleute dort am Genuss von Ziegenfleisch zu hindern, setzten die Spanier auf der Insel männliche und weibliche Hunde aus, deren Jagdbeute die Ziegen wurden - weshalb sich nun ihrerseits die Hunde rasant vermehrten.
Der französische Mathematiker und Revolutionär Condorcet Townsend hat dies damals dahingehend kommentiert, dass durch diesen Vorgang ein natürliches Gleichgewicht installiert worden sei:


"Die schwächsten der beiden Spezies waren die ersten, die der Natur ihre Schuld bezahlen mussten. Die Lebenskräftigsten und Aktivsten sicherten ihr Überleben. Es ist die Menge an Nahrungsmitteln, die die Anzahl an Menschenleben reguliert."10

Es gibt in der Tierwelt durchaus natürliche Bedingungen, die Einfluss darauf haben, ob die Zahl der Individuen einer Art zu- oder abnimmt, ob also die Art überlebt oder ausstirbt. Aber es gibt eine ganz andere Frage, ob dies auch für die menschliche Gesellschaft gilt. Die Antwort lautet klar und deutlich nein, was unmissverständlich aus der Geschichte der letzten 150 Jahre hervorgeht.

Unter dem damals erlassenen britischen Armengesetz wurden die Armen nicht dem Hunger überlassen, sondern zu harter Arbeit gezwungen. Condorcet war überzeugt, dass dieses Gesetz zu extremen Schwierigkeiten und Protesten führen werde. Seiner Meinung nach war es sinnvoller, das Problem der Armen durch Hunger zu "lösen". Denn: "Der Hunger zähmt noch das wildeste Raubtier, also wird er auch Menschen Gehorsam, Unterwerfung und Zivilisiertheit lehren." 11 Einer derart rücksichtslosen und gewissenlosen Philosophie liegt die Selbstgerechtigkeit und Arroganz der herrschenden Klasse einer Gesellschaft zugrunde. Sie hat, weil völlig unvereinbar mit religiösen, moralischen Werten, Gesellschaften zerrüttet und zu Chaos, Anarchie und schweren Konflikten geführt.
Condorcet zufolge war die Geschichte von den Ziegen und Hunden die Grundlage der Malthus-Theorie und lag später auch dem unwissenschaftlichen und falschen Terminus „Überleben der Stärkeren“ zugrunde, den Herbert Spencer prägte, aber auch schon Darwins Irrtum, es habe eine Evolution durch natürliche Selektion stattgefunden.

Etliche Persönlichkeiten wie Condorcet, Malthus, Darwin und Spencer haben den schweren Fehler begangen, für Tiere geltende Naturgesetze auf die menschliche Gesellschaft zu übertragen. Ihnen allen galten Menschen nur als höher entwickelte Tiere, die man durch radikale Unterdrückungsmaßnahmen, Elend, Hunger und Krieg unter Kontrolle halten müsse. Die Wahrheit jedoch ist, dass Menschen über Vernunft und gesunden Menschenverstand verfügen. Ihr Handeln ist bestimmt durch Logik und Gewissen, nicht durch tierische Instinkte.

Malthus verfügte über keinerlei
wissenschaftliche Daten



Gott gebietet den Menschen, die Bedürftigen zu schützen und liebevoll und mitleidig zu sein. Die Verbreitung der moralischen Werte, die Er befahl, wird viele Probleme lösen.


Malthus Theorie wurde seinerzeit von etlichen Intellektuellenkreisen befürwortet und im 19. Jahrhundert zur Grundlage verschiedener abartiger Ideologien und Strömungen, trotz all ihrer Unwissenschaftlichkeit und internen Widersprüche.


1. Als Malthus seine Theorie formulierte, standen ihm keinerlei demoskopische Daten zur Verfügung. Die erste Volkszählung in Großbritannien fand erst 1801 statt, also drei Jahre nach Veröffentlichung seines Essays. Um seiner Theorie wissenschaftlichen Rückhalt zu verschaffen, hätte er Zugriff auf statistisches Material vor 1798 haben müssen, das aber damals gar nicht existierte. Allein schon deshalb waren seine Thesen reine Spekulation.


2. Ebenso wenig verfügte Malthus über irgendwelche Daten zum Wachstum der Nahrungsmittelproduktion. Zum damaligen Zeitpunkt gab es keine Statistiken zur landwirtschaftlichen Produktion und Produktivität. Auch hier verfuhr er rein spekulativ und unwissenschaftlich.

3. Selbst das von Malthus vorgeschlagene Armengesetz war in sich selbst widersprüchlich. Er behauptete, dass sich das Bevölkerungswachstum -geometrisch steigern würde. Dann aber müsste das auch für die Pflanzen- und Tierwelt gelten, die Voraussetzung für menschliches Leben sind. Aber in Wirklichkeit verläuft die Vermehrung pflanzlichen, tierischen und menschlichen Lebens eben nicht im geometrischen Maßstab, sondern wird reguliert durch die jeweils herrschenden Umweltbedingungen. Das gesamte Ökosystem der Erde, einschließlich menschlichen Lebens, funktioniert nur als ein Gleichgewichtszustand, der weit entfernt liegt vom „Fressen oder gefressen werden“-Prinzip von Malthus oder Darwin.


Kurz gesagt, die fehlerhaften und unlogischen Behauptungen von Malthus basieren auf keiner wissenschaftlichen Grundlage. Und Darwin hat seine Evolutionstheorie auf den waghalsigen und absurden Spekulationen von Malthus errichtet.

DIE BEHAUPTUNG "LEBEN IST EIN KAMPF" IST UNWAHR
Aus Hingabe zu Malthus und Darwin haben manche die Idee des Leben ist Kampf an die uersten Extreme gefhrt, indem sie behaupten, dass nicht nur Tiere, sondern alle Lebewesen miteinander konkurrieren. Der deutsche Embryologe Wilhelm Roux behauptete, dass die Organe miteinander um die Nahrung kmpfen, Niren gegen Lungen, Herz gegen Gehirn. T.H. Huxley verfocht sogar die Idee, dass alle Molekle innerhalb jedes Organismus miteinander konkurrieren!1

Die biologischen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts zeigten, dass solche Kmpfe in der Natur nicht vorkommen. Die heutigen Biologen beziehen sich bei der Grundlage der Organismen nicht auf Konkurrenz sondern auf Zusammenarbeit. Zum Beispiel schreibt der Biologe Thomas Lewis in seinem Buch The Lives of a Cell:

Die meisten Verbindungen zwischen den Lebewesen, die wir kennen, sind im wesentlichen Kooperationen, einerseits symbiotisch, andererseits, wenn es sich um Gegner handelt, blicherweise eine Konfrontationsbeziehung, wobei die eine Partei Signale und Warnungen aussendet, um den anderen zur Aufgabe zu bringen..2

Norman Macbeth's Buch: Darwin Retried: an appeal to reason
Darwin Retried: An Appeal to Reason (Darwin Yeniden Yargılandı: Akla Başvuru) kitabının yazarı Norman Macbeth ise Malthus ve Darwin'in yanıldıklarını ve doğada kıyasıya bir mücadele olmadığını şöyle açıklamaktadır:
Darwin, biyolog olmaktan çok (acımasız bir) sosyolog olan Malthus'tan bu fikri devraldı. Bu fikir bitkilere ve hayvanlara yönelik sevgi dolu derin bir düşüncenin sonucu olarak ortaya çıkmadı. Bu tip bir düşünce... her organik varlığın geometrik oranla çoğalmak için büyük çaba harcadığını ya da süregelen bir mücadelenin var olduğunu göstermez...3

Peter Kropotkin beschreibt in seinem Buch Mutual Aid: A Factor of Evolution den Fehler Darwins und seiner Anhnger:

Die zahllosen Anhnger von Darwin reduzierten den Begriff des Existenzkampfes an seine engsten Grenzen. Sie begriffen die tierische Welt als eine Welt des fortwhrenden Kampfes zwischen halbverhungerten Individuen, nach dem Blut des anderen drstend wenn wir Huxley nehmen die tierische Welt ist ungefhr auf dem gleichen Niveau wie eine Gladiatorenshow. Die Geschpfe werden ziemlich gut behandelt und diese machen sich daran, dass der strkste, schnellste und listigste lebt, um an einem anderen Tag zu kmpfen Aber man merkt sofort, dass die Idee Huxleys von der Natur nur wenige Beweisstcke als wissenschaftliche Schlussfolgerung vorzuzeigen hat.4

Ein Artikel in dem trkischen wissenschaftlichen Journal Bilim ve Teknik (Wissenschafts- und Technologie Magazin) gesteht ein, dass die Behauptung, die Natur sei ein Schachtfeld, ein Fehler ist:

Das Problem ist, warum Lebewesen einander helfen? Gem Darwins Theorie fhrt jeder Organismus einen Kampf um zu berleben und sich zu reproduzieren. Da anderen zu helfen die berlebenswahrscheinlichkeiten dieses Lebewesens reduzieren, msste die Evolution auf lange Sicht dieses Verhalten eliminiert haben. Es wurde aber beobachtet, dass Lebewesen uneigenntzlich sein knnen..5
Diese gemeinsamen Fakten enthllen einmal wieder, dass die Darwinsche Theorie, unter primitiven wissenschaftlichen Bedingungen hervorgebracht und voll mit Fehlern und Irrtmern ist. Eine groe Anzahl von Wissenschaftszweigen zeigt die Ungltigkeit der Evolutionstheorie. Diejenigen, die sie untersttzen, vermutlich im Namen der Wissenschaft, drfen nicht die Verantwortung bersehen, die sie tragen, einer solchen unwissenschaftlichen Theorie zu helfen und sie mssen diesen Fehler sofort berichtigen.

DİPNOTLAR


1. http://www.trufax.org/avoid/manifold.html
2. L. Thomas, The Lives of a Cell, New York: Bantam Books INC., (1974)
3. www.trufax.org/avoid/manifold.html
4. Peter Kropotkin, Mutual Aid: A Factor of Evolution, 1902, I. Bölüm.
5. Bilim ve Teknik, sayı 190, s.4



Darwin war ein Malthusianer
In seiner Autobiographie schrieb Darwin:








„Im Oktober 1838, fünfzehn Monate nach Beginn meiner systematischen Forschung, las ich den Aufsatz von Malthus. Durch meine schon lange vorher begonnenen Studien des Verhaltens von Pflanzen und Tieren war ich schon darauf vorbereitet, mich anzufreunden mit dem Gedanken des überall stattfindenden Kampfes ums Überleben. Beim Lesen wurde mir schlagartig klar, dass unter solchen Umständen eine natürliche Selektion zwischen besser und schlechter geeigneten Exemplaren einer Gattung stattfinden müsste. Und das Ergebnis dieser natürlichen Selektion wäre das Entstehen einer neuen Art. Endlich hatte ich eine Theorie entdeckt, mit der ich arbeiten konnte.“12

Also wurde offensichtlich Darwins Konzept der natürlichen Selektion und des Kampfes ums Überleben geboren während seiner Malthus-Lektüre. In Der Ursprung der Arten gestand Darwin diese Abhängigkeit von Malthus:


„Es gibt keine Ausnahme von der Regel, dass jedes Lebewesen sich auf natürliche Weise vermehrt mit einer Wachstumsrate, die ohne natürliche Selektion dazu führen würde, dass die Erde früher oder später von der Nachkommenschaft eines einzigen Elternpaares bevölkert wäre. Selbst die langsam brütende Gattung Mensch verdoppelt sich innerhalb von 25 Jahren, und angesichts einer derartigen Wachstumsrate wäre schon nach weniger als 1000 Jahren auf der Erde nicht mehr genug Platz für die menschliche Nachkommenschaft.“.13


Nach Malthus musste die "niedrige Klasse" unter Kontrolle gebracht, unterdrückt, geschwächt und zur Arbeit gezwungen werden. Als man diese irrige Ansicht akzeptierte, wurde die Arbeiterklasse unter den erschreckendsten Bedingungen zur Arbeit gezwungen.

Darwin beschrieb die Beziehung zwischen Malthus Theorie und seiner eigenen Theorie der natürlichen Selektion folgendermaßen:


„Wenn mehr Individuen einer Art gezeugt werden, als überleben können, muss es zwangsläufig zu einem Kampf ums Überleben kommen, entweder zwischen Individuen der gleichen Gattung oder zwischen Individuen verschiedener Gattungen, oder mit den natürlichen Lebensbedingungen. Das ist nichts anderes als die Theorie von Malthus, mit viel Mühe angewandt auf das Pflanzen-und Tierreich.“14

Diese Ideen Darwins, weil geistesverwandt mit denen von Malthus, hatten keinerlei wissenschaftlichen Wert. Schlimmer noch: Dieser grausamen Weltsicht zufolge ist Bevölkerungsplanung nur dadurch möglich, dass Arme und Schwache eliminiert werden. Weil dabei Leben als unabhängig von Frieden, Sicherheit und Verständnis, nur als gnadenloser Kampf ums Überleben verstanden wird, hat diese Theorie soviel Unheil über die Menschheit gebracht.

Von Malthus zu einem rücksichtslosen Weltbild



Die verzerrte Logik von Malthus wurde auch auf Kinder angewendet und viele von ihnen wurden unter harten Bedingungen zur Arbeit gezwungen.

Trotz ihrer nachweislichen Unwissenschaftlichkeit fanden die Theorien von Malthus und Darwin breite Zustimmung. Die Gründe dafür sind zu suchen in der historischen Epoche, in der beide lebten. Es war die Zeit der von England ausgehenden Industriellen Revolution, als die englische Adelsschicht fürchtete, ihren privilegierten Status und ihre Macht an die Arbeiterklasse zu verlieren. Andererseits jedoch war sie angewiesen auf mehr und billigere Arbeitskräfte. Um diesem Dilemma zu entkommen, verfiel die herrschende Klasse in Großbritannien auf die Idee, die aufstrebende Arbeiterklasse zu schwächen, unter Kontrolle zu bekommen und zu unterdrücken, um sie umso besser ausbeuten zu können. Mit seiner These, dass die Entwicklung der Nahrungsmittelproduktion dramatisch dem Bevölkerungswachstum hinterher hinke, propagierte Malthus zugleich die Forderung, eben deshalb müsse man die „niederen Stände“ an der Vermehrung hindern, folglich entsprechende Maßnahmen dagegen treffen. Indem Darwin diese demographische Argumentation auf Biologie und Naturwissenschaft übertrug, verlieh er dem Unsinn Malthus ein angeblich wissenschaftliches Mäntelchen.

In seinem Buch Social Darwinism in American Thought schreibt Richard Hofstadter über die Zustimmung Darwins zu Malthus Thesen:


"Damals waren die Thesen von Malthus in England weit verbreitet... Es galt als unschick, die Reichen verantwortlich zu machen für das Leid der Armen. Zwar widerlegte der Gang der Geschichte später seine Theorie, aber just zu einem Zeitpunkt, als sie in der Politökonomie schon fast vergessen war, wurde ihr durch den Darwinismus frisches Blut zugeführt."15

Der Forscher und Autor Ian Taylor hat sich dazu in einem Artikel folgendermaßen geäußert:

Jene Unternehmer, die billige Arbeitskräfte benötigten, waren die Ersten, die die irregeleiteten Ansichten Malthus unterstützten.



"Wie man aus all dem ersehen kann, haben offenbar Darwin und andere, die Gott und die Vorsehung Gottes leugnen, in der absurden Theorie von Malthus ein derart tragisches und hoffnungsloses Szenario gesehen, dass es sie zu völlig unwissenschaftlichen und absurden Schlussfolgerungen getrieben hat. Und all das trotz seiner spekulativen Haltlosigkeit."16

Obwohl schon längst wissenschaftlich widerlegt, ist die Theorie von Malthus bis heute lebendig geblieben. In seinem Buch In the Minds of Men (In der Vorstellung der Menschen) fasst Ian Taylor den gedanklichen Weg von Malthus bis zu Hitler folgendermaßen zusammen:


"Die Grundmaxime im Denken von Malthus war das, was später unter dem Begriff "Überleben der Stärkeren" bekannt wurde. Man kann diesen Begriff verfolgen von Condorcet zu Malthus, von ihm zu Darwin, Wallace und Spencer. Schließlich wucherte er bis in den Kopf von Hitler. Aber begonnen hat alles mit der Geschichte von den Ziegen und Hunden.".17

Mehrere Politiker und Führer haben versucht, die Thesen von Malthus ihren jeweiligen Interessen dienlich zu machen. Unterstützt wurden sie dabei von bezahlten Meinungsmachern, die über Möglichkeiten verfügten, derartige Theorien zu verbreiten. Die katastrophalen Folgen haben nachweislich eine vorher noch nie da gewesene Größenordnung erreicht. Auf den folgenden Seiten werden wir untersuchen, wie sich diese mit Malthus beginnende Weltsicht verbreitete und im Sozialdarwinismus ihren für die Menschheit traurigen Höhepunkt erreichte.
 

DİPNOTLAR


8. Thomas R. Malthus, An essay on the principle of population as it affects the future improvement of society., Reprint, London:Reeves and Turner, (1798) 1878, s. 412
9. Thomas R. Malthus, An essay on the principle of population as it affects the future improvement of society., Reprint.London:Reeves and Turner, (1798) 1878, s.411, 430-431.
10. Karl Polanyi, The Great Transformation, Boston, Beacon Press, 1957, s.112
11. Karl Polanyi, The Great Transformation, Boston, Beacon Press, 1957,s.112.
12. Sir Gavin de Beer, Charles Darwin, London: Thomas Nelson & Sons, 1963
13. Charles Darwin, On the Origin of Species By Means of Natural Selection, London, 1859, (tekrar baskı 1964, Harvard University Press, Cambridge) s.64
14. Charles Darwin, On the Origin of Species, s. 117
15. Richard Hofstadter, Social Darwinism in American Thought, s. 88
16. http://www.creationism.org/csshs/v04n3p18.htm
17. Ian Taylor, In the Minds of Men, s. 65

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