Harun Yahya

RUSSLAND, ENGLISCHE PRAVDA, 19. SEPTEMBER 2008

 
Wie kommentieren Sie die Trennung von Religion und Staat in der Türkei? Was ist Ihre Ansicht zu Laizismus, Demokratie und Redefreiheit?
 
Laizismus ist ein ausgezeichnetes System, wenn er als „demokratischer Laizismus” implementiert ist, so dass die Menschen ihre Vorstellungen frei äußern können. Der Islam lehrt Toleranz, Liebe und Brüderlichkeit. Laizismus ist wesentlicher Teil des Islam, er gehört zum Kern des Islam. Nach dem Islam ist jedermann, ganz gleich, welcher Glaubensüberzeugung er angehört, frei, so zu leben, wie er entsprechend seines Glaubens leben will. Das ist das Schöne am Laizismus: Es gibt keine Doppelzüngigkeit, wenn es Laizismus gibt. Mit anderen Worten, ein Atheist erklärt offen und ehrlich, „Ich bin Atheist“, während ein Gläubiger sagt, „Ich bin ein Gläubiger“. Laizismus ermöglicht dies und eliminiert die Heuchelei, und deswegen ist er so wichtig. Gläubige und Ungläubige und Menschen mit unterschiedlichem Glauben müssen alle respektiert werden, ihr Lebensrecht muss respektiert werden, und ein anständiger Lebensstandard muss respektiert werden, und es müssen ernsthafte Garantien gegeben werden. Wenn das sicher gestellt ist, gibt es keine Probleme. Es gibt fromme Menschen in der Türkei und andere, die nicht nach dem Glauben leben. Es ist wichtig, dass das Leben aller dieser Menschen garantiert wird, ihr Frieden ist sehr wichtig. Genau so wichtig, wie der Frieden der Gläubigen ist der Frieden der anderen Menschen.
 
Der Islam ist gegen Extremismus und Gewalt. Schönheit, Liebe und Frieden sind lebenswichtig für gläubige Muslime. Niemand will das beeinträchtigt sehen durch eine fanatische Interpretation, die inkompatibel ist mit den religiösen moralischen Werten, das ist nicht erlaubt. Das Problem besteht darin, dass die Menschen ehrlich sein müssen. Ich bin ein ehrlicher Mensch. Ich mag glückliche, lächelnde Menschen. Ich möchte, dass die Kinder glücklich in den Straßen umher rennen können, ich möchte, dass die Menschen hübsche Wohnungen haben, alles sollte schön sein. Es ist offensichtlich, dass ich, wie jeder andere Muslim kein despotisches System mag, denn so etwas passt nicht zum Glauben, zum Islam.
 
Wie schätzen Sie den Aufstieg des Islam in der Türkei ein? Wie wird das die Türkei und ihre Beziehungen zu anderen Ländern verändern, zum Beispiel zu Russland?
 
Im Islam sind Liebe und Mitgefühl und Toleranz und Verständnis. Diese moralischen Tugenden bringen die Gesellschaften enger zusammen, stärken das Band der Freundschaft zwischen ihnen und beenden Anarchie, Terror und Chaos; wirtschaftliche Probleme verschwinden dann von selbst. Solidarität und Kooperation werden verstärkt. Die türkische Nation war immer loyal und ihren Überzeugungen und nationalen Werten treu ergeben. Doch der totale Zusammenbruch des Darwinismus in der Türkei im Verlauf der vergangenen 20 Jahre ist natürlich eine signifikante Entwicklung. In den 1970er Jahren glaubten zwischen 70 und 80 Prozent der Bevölkerung an den Darwinismus, während ihn heute über 80 Prozent ablehnen. Die Türkei hat weltweit die geringste Zustimmungsrate zum Darwinismus.
 
Was können Sie über die künftigen Beziehungen zwischen Muslimen und Christen sagen? Wie kann der Dialog zwischen den beiden Religionen verbessert werden? Wie verhält sich der Islam gegenüber anderen Religionen?
 
Dem Islam entsprechend sind die Juden und Christen Völker des Buches. Wir alle glauben an den einen Gott, wir lieben und gehorchen den Propheten, die Er gesandt hat, und wir glauben an die Engel und den Tag des Gerichts. Wir alle sind Brüder, Freunde. Der Quran befiehlt uns, in Liebe und Freundschaft mit den Völkern des Buches zu leben. So war es zur Zeit des Propheten. Unser Prophet behandelte sie immer mit Liebe und Verständnis. Dem Quran zufolge darf ein Mann eine Frau von den Völkern des Buches heiraten; Muslime dürfen deren Nahrung essen und in Freundschaft eng beieinander mit ihnen leben. Die Muslime empfinden Zuneigung für Christen und Juden, und ein wahrhaft frommer Christ, der seinem Glauben entsprechend leben will, wird respektiert, und es wird ihm jede Gelegenheit gegeben, so zu leben, wie er will. Dasselbe gilt für die Juden. Wenn die Völker des Buches glücklich sind, komfortabel und in Sicherheit leben, dann macht mich das glücklich. Wenn sie in Schwierigkeiten sind, dann bedrückt mich das sehr. Doch es ist ganz wesentlich, dass die türkisch-Islamische Union etabliert wird, damit dieses Klima der Freundschaft sich voll entfalten kann. Ein solches Klima der Freundschaft kann nicht entstehen ohne die türkisch-Islamische Union und ohne, dass die Islamische Welt einen gerechten, rationalen und gemäßigten Führer hat. Ohne diese Union wird es Terror geben, Radikalismus, Extremismus und ökonomischen Unfrieden; jedoch nichts davon wird aufkommen unter der Führung der Union. Wenn die türkisch-Islamische Union gegründet ist, werden unsere christlichen und jüdischen Brüder sorglos leben können, wenn Allah will, und sie werden Frieden und Sicherheit unter dem gütigen System der türkisch-Islamischen Union genießen.
 
Wie kann der Extremismus unter Kontrolle gehalten werden? Was kann den Terrorismus stoppen?
 
Jeder Organisation, die Bombenanschläge verübt, zu Selbstmordattentaten aufruft und darauf abzielt, Zerstörung und Verwüstung anzurichten, widerspricht dem Islam. Es ist für den Islam inakzeptabel und deswegen für mich inakzeptabel. Es gibt keinen Extremismus im Islam sondern viel mehr Bescheidenheit, Toleranz und Verständnis. Wer den Eindruck vermitteln will, Gewalt sei ein Teil des Islam, macht einen schweren Fehler. Der beste Weg ist, die Herzen der Menschen zu gewinnen, mit ihnen zu sprechen, sie zu überzeugen. Wir wissen, dass der Prophet über den Markt lief und zu den Menschen sprach. Man warf ihm Dornen und tote Tiere in den Weg. Er fuhr fort, das Wort zu predigen, selbst unter den schwersten Bedingungen, obwohl er verspottet und unter Druck gesetzt wurde, obwohl er beleidigt wurde, und er gab niemals auf. Er sandte Briefe und Botschafter an zahllose Orte. Zum Beispiel sandte er den gesegneten Dihya zum Predigen nach Byzanz. Missionare reisten sogar bis nach Spanien. Sie alle griffen nie zur Gewalt, wenn sie die Islamischen, moralischen Werte predigten. Sie predigten den Glauben, indem sie die Menschen dazu brachten ihn zu lieben, indem sie ihn voller Freude vorlebten. Philosophie ist äußerst wichtig in unserem Jahrhundert. Wann immer wir auf die Wurzeln der gegenwärtigen Sorgen und Probleme schauen, dann sehen wir den Darwinismus und den Materialismus. Aus diesem Grund muss jeder, der diese Sorgen und Probleme eliminieren will, alle in seiner Macht stehende tun, den intellektuellen Zusammenbruch des Darwinismus herbei zu führen. Der Darwinismus ist der größte Götze unserer Zeit. So wie der Prophet Abraham als erstes den größten Götzen zerschmetterte, so müssen auch wir diesen Götzen zerschmettern. Und das haben wir getan. Mit Allahs Willen haben wir den Götzen des Darwinismus zerbrochen. Mein Buch „Der Atlas der Schöpfung“ verursachte einen massiven Schock in Europa. Alle Zeitungen in Frankreich, England, Italien und Deutschland haben erstaunt und verwundert über diese Niederlage des Darwinismus berichtet. Wir haben wirklich ein eindeutiges, definitives Ergebnis erzielt. Meinungsumfragen zeigen, dass der Darwinismus in Europa vernichtet wurde. Dank sei Allah, Er machte diesen Erfolg möglich. Das bedeutet, wenn die Menschen entschlossen handeln in ihrem intellektuellen, philosophischen Kampf, beim Predigen des Wortes, dann wird Allah ihnen zum Erfolg verhelfen. Wir können es hier deutlich sehen.
 
Sollte die Türkei den Völkermord an bis zu 1,5 Millionen Armeniern zugeben? Können Sie dazu etwas sagen? Wie können die Probleme mit Armenien gelöst werden? Was schlagen Sie vor?
 
Viele Dinge geschahen vor 100 Jahren, vor 200 Jahren und vor 500 Jahren. Es bekommt uns nicht gut, diese Ereignisse ständig zu untersuchen und zu erforschen. Was uns gut bekommt, ist, einander mit Liebe und Mitgefühl zu begegnen, die Vergangenheit beiseite zu lassen und eine glänzende Zukunft aufzubauen. Diese Tage waren im frühen 20. Jahrhundert, als es keine Kultur, kein Wissen, keine Forschung gab. Was es gab, waren der Darwinismus und die Propaganda des Kommunismus und Faschismus. Es wäre falsch, unsere Wurzeln in einem Klima der Gewalt, das von den Freimaurern jener Zeit erzeugt worden war, zu suchen. Außerdem ist überhaupt nicht klar, was tatsächlich in dieser Zeit geschehen ist. Es sind die Menschen, die in dieser Zeit lebten, die verantwortlich sind für die deren Ereignisse. Was zählt ist, dass wir die Armenier als Nation lieben. Wir wollen die Schranken fallen sehen. Wir wollen, dass sie sich mit der Türkei vereinen. Lasst uns alles vergeben, was in der Vergangenheit geschehen ist und verzichten wir auf unsere Ansprüche. Verzichten wir auf unsere Rechte und lassen wir die Angelegenheit ruhen. Das Beste ist, diese Tage den Seiten der Geschichte anzuvertrauen. Viele Türken verloren ihr Leben bei den Massakern in Hocali und anderen, aber es wäre falsch, deswegen einen Rachefeldzug zu starten. Wir verzichten auf unsere Rechte. Es war Krieg damals, am Anfang des 20. Jahrhunderts, und auf beiden Seiten wurden Menschen getötet. Die Armenier sollten auch auf ihre Ansprüche verzichten.
 
Mit der Geisteshaltung von 1900 kommen wir nirgendwo hin. Wir müssen sie vergessen und stattdessen in der verbindenden, einigenden Logik der Jahre nach 2000 handeln. Diese Tage gehören der Vergangenheit an. Wir dürfen uns nicht von Freimaurern, Atheisten, Faschisten, Kommunisten, Neonazis oder atheistischen Zionisten täuschen lassen. Die Freimaurerei hat ihre eigenen Pläne, sie will die Nationen aufeinander hetzen, darum wird ein Vorwand erfunden, damit Blut vergossen werden kann, damit eine Blutrache ihren Lauf nehmen kann. Wir dürfen uns da nicht hinein ziehen lassen. Die Armenier gehören zu den Völkern des Buches. Sie sind gutmütige, rationale und tadellose Brüder. Wir wollen ein Klima, indem mit Gottes Hilfe alle als Brüder zusammen leben können.
 
Was sollte die Politik der Türkei gegenüber Russland sein? Wie können die eziehungen entwickelt werden? Wie kann die türkisch-Islamische Union, die Sie planen, zu Russlands Vorteil sein?
 
Die Türkei handelt in der Region im Namen Amerikas und Russlands, auch im Namen Chinas. Und jeder ist glücklich. Amerika ist mit der Türkei zufrieden, genau wie Europa, Russland und China. Das wird so bleiben, wenn sich die Türkei mit Aserbeidjan vereinigt, wenn die türksich-Islamische Union etabliert werden wird, es wird sich nichts daran ändern. Russland wird von der türkisch-Islamischen Union profitieren. Sie bedeutet ein reicheres Russland. Sie bedeutet mehr Fabriken und Anlagen in Russland. Sie bedeutet, dass aserbeidjanisches Öl, türkisches Öl und türkische Rohstoffe in Russland verkauft werden können und eine weitere Verbesserung der Möglichkeiten Russland. Seine Märkte werden expandieren, der Handel wird expandieren. Militärisch gesehen werden die Bedrohungen abnehmen, denn die Türkei hat keine feindlichen Absichten gegenüber Russland, sondern freundliche. Wir sehen Russland als ein freundliches Land an, ein edles Land. Darum wird Russland sehr erfreut sein über eine solche Vereinigung, die sehr in seinem eigenen Interesse ist. Es darf nie eine Politik der Ausgrenzung geben. Die türkisch-Islamische Union wird immer einem einigenden, freundschaftlichen Kurs folgen. Ausgrenzung führt zu Unbehagen und Spannungen. Eine Logik, die auf Einigung ausgerichtet ist, die sagt, „Lasst und Brüder sein“, ist am wichtigsten. Polarisierung, getrennte Lager sind der Sache nicht dienlich. Wir müssen sagen, „Ihr Russen müsst euch ökonomisch, wissenschaftlich und politisch entwickeln, wie es euch gefällt, und auch wir können uns ökonomisch, wissenschaftlich und politisch entwickeln, wie wir wollen, und dann können wir alle denkbaren guten Dinge genießen. Was nicht gesagt werden darf, ist: „Es ist uns egal, ob ihr arm seid, solange wir reich sind.“ Was wir sagen müssen, ist: „Wir wollen reich sein, und wir wollen, dass auch Ihr reich seid.“ Falls Russland arm wäre, wenn die türkisch-Islamische Union erklärt werden wird, wäre das dann eine wirkliche türkisch-Islamische Union? Wäre das eine Union des Friedens? Könnte sie uns Glück bringen? Wir würden uns bestimmt unbehaglich fühlen, denn wir möchten, dass auch sie reich sind. Ein glückliches Russland wird uns glücklich machen.
 
Was ist Ihre Meinung zum Krieg zwischen Georgien und Russland?
 
Das ist offensichtlich eine List der Freimaurer. Blutvergießen und Brüder aufeinander hetzen ist etwas, das die Freimaurer immer getan haben. Doch alle diese Streitigkeiten können mit friedlichen Mitteln gelöst werden. Natürlich ist es erschütternd, zu sehen, dass tausende Menschen ihr Leben verloren haben, das alte Menschen auf die Strasse geworfen wurden und obdachlos wurden. So etwas hätte nie geschehen dürfen. Natürlich ist Russland ein wichtiger, moderner Staat. Man muss den russischen Staat respektieren. Ich glaube nicht, dass Russland eine imperialistische Besatzerpolitik betreibt. Aber man muss auch die Wünsche der Gesellschaften berücksichtigen. Jeder muss eine friedliche, respektvolle Haltung der guten Absichten gegenüber dem andere einnehmen. Georgien sagt: „Wir wollen diese Gemeinschaft verlassen“, und diese Frage wird den Menschen vorgelegt. Sie können gehen, falls sie sich so entscheiden. Ich glaube nicht, dass Russland sie mit Gewalt daran hindern wird. Aber wenn die Osseten und Abchaser sagen: „Wir wollen zusammen mit Russland handeln“, dann muss ihnen ermöglicht werden, dies zu tun. Doch das Ziel ist hier nicht, Russland allein zu lassen oder es in die Isolation zu treiben. Die Logik des „Mach’ was du willst“ ist inakzeptabel. Mit anderen Worten, eine Trennung von Russland muss im Licht eines Plans geschehen, der auch Russlands Wohlstand und Fortschritt berücksichtigt. Die Logik des „Jeder muss Russland verlassen, seine Unterstützung zurück ziehen und Russland isoliert lassen, und am Ende wird es ruiniert sein“, kommt hier in den Sinn, aber sie ist inakzeptabel. Lasst jeden der gehen will, gehen natürlich. Aber das heißt, dabei muss Russland immer noch als Freund angesehen werden, und es muss weiter versucht werden, seine Position zu verbessern. Die Menschen haben nun Gespräche über eine kaukasische Union als erstes Stadium einer türkisch-Islamischen Union begonnen. Das ist ausgezeichnet. Doch kein Staat in Asien darf ausgeschlossen werden. Es muss bestimmt werden, dass alle stark sein sollen, und es ist ganz wichtig, dass alle Staaten respektiert werden. Alles andere wäre eine Schande. Ich denke, dass alle Probleme auf der Basis von Liebe und Zuneigung gelöst werden können, wenn die Vernunft gewahrt bleibt und wenn der eine auf den anderen aufpasst und ihn beschützt.
 
Was denken Sie über die Politik des Iran in der Region?
 
Der Iran ist ein mächtiger, wichtiger Staat. Wichtig ist, eine einigende Politik in der Region zu betreiben, dann wird es keine Probleme geben. Und so weit ich sehen kann, will der Iran eine einigende Rolle spielen. Präsident Ahmadinedschad demonstrierte dies bei seinem kürzlichen Besuch in Istanbul. Er verbreitete Botschaften der Brüderlichkeit. Er gab Statements heraus, die auf die Bedeutung der türkisch-Islamischen Union hinwiesen und wichtiger noch, er verrichtet sein Freitagsgebet vor einem sunnitischen Imam. Das war eine besonders bedeutende Geste. Die Handlungsweise von Mahmoud Ahmadinedschad offenbarte die Islamische Bruderschaft, das Islamische Band zwischen Sunniten und Schiiten und dass ein Sunnit hinter einem Schiiten beten kann oder ein Schiit hinter einem Sunniten. Das macht deutlich, dass Ahmadinedschad einer Islamischen Bruderschaft und einer Islamischen Union unter türkischer Führung sehr aufgeschlossen gegenüber steht.
 
Was denken Sie über russische Führer wie Putin? Und was denken Sie über das russische Volk?
 
Ich denke, Putin ist aufrichtig. Er ist ein edler Mensch, wie die ganze russische Nation. Als Nation sind die Russen angenehme, tugendhafte Menschen. Ich kenne mehrere Russen, und sie alle sind sehr moralische, einwandfreie Menschen. Sie alle sind tadellos und ausgezeichnet, was ihre Moral und Persönlichkeit angeht. Es sind sehr angenehme Menschen und die russischen Kinder sind wirklich liebenswert. Warum sollten sie unglücklich sein? Was für ein Glück könnte das uns bringen? Wir haben seit Jahrhunderten als Brüder an der Seite Russlands gelebt. Warum also sollten sie jetzt von uns getrennt sein? Ihr seid unsere Brüder. Lasst uns diese Beziehung genießen. Lasst unsere Handels- unsere künstlerischen und kulturellen Aktivitäten aufblühen. Wir brauchen einander. Lasst uns Universitäten zusammen gründen. Lasst Kunst und Wissenschaft sich entwickeln. Die Tage eiserner Vorhänge und der Mauern sind vorüber. Lasst sie uns nieder reißen. Es sind schlimme Fehler. Russland hat eine beachtliche technologische Stärke und ist stark, was Wissenschaft und wissenschaftliche Ressourcen angeht. Russland ist kein Land, das isoliert oder ausgeschlossen bleiben sollte. Darum halte ich eine Politik der Polarisierung für falsch. Russland hat sich seit langer Zeit gut und warmherzig den Muslimen gegenüber verhalten. Die Freiheiten, die Russland den Muslimen gab, sind klar erkennbar. Seine den Islam und den Quran unterstützende Politik ist klar erkennbar, und ich habe sie selbst gesehen. Es wäre falsch, einen solchen Staat zu isolieren, als würde man ihn hinaus werfen, um ihn sterben zu lassen. Es muss eine Politik gemacht werden, die Russland in jedem Fall einschließt und beschützt. Dann wird alles gut werden.
 
Ist Ihre Gruppe in Russland aktiv? Wie groß ist das Interesse an Ihren Publikationen in russischer Sprache?
 
Dank Allah sehen wir ausgezeichnete Entwicklungen in Russland. Meine Bücher, CDs und Artikel sind weit verbreitet und werden genossen. Dutzende meiner Bücher sind ins Russische übersetzt worden. Wir haben eine Website, auf der russische Versionen meiner Arbeiten publiziert werden: http://www.harunyahya.ru. Die Menschen können alle meine Werke von dieser Website auf Russisch abrufen, kostenfrei. Ich würde meinen russischen Brüdern gerne sagen, dass eine glänzende Zukunft vor uns liegt, so Allah will. Durch Liebe und Dialog werden mit Allahs Erlaubnis alle Probleme und Ungerechtigkeiten verschwinden. Wenn die türkisch-Islamische Union etabliert ist, werden auch unsere russischen Brüder unter ihrem Schutz stehen, und sie werden die volle Sicherheit, den Frieden und die Annehmlichkeiten genießen, die dann vorherrschen werden.

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