Harun Yahya

Gewalt führt zu mehr Gewalt, Herr Obama

arab news_adnan_oktar_violence_obama_2

Obama tauchte in einer Zeit auf, in der sich die Wirtschaftskrise zeigte und es nicht einfach war eine Supermacht zu übernehmen, die sowohl mit dem Irak als auch mit Afghanistan Krieg führte, Raketen, Truppen und Schiffe einsetzte, die erwünschten Resultate aber nicht erzielte. Das amerikanische Volk war in hohen Erwartungen. Das erwartungsvolle Volk, machte in der Bush-Periode Bekanntschaft mit dem von Gewalt, Zorn und Krieg gezeichneten Nahen Osten, verlor seine Kinder in einem völlig unbekannten Land und war mit tausenden zurückkehrenden Soldaten konfrontiert, die mit den Worten "Was haben wir nur getan" ernsthafte psychische Probleme erlitten.Sie wollten einen Präsidenten, der sagt, "Wir werden uns aus dem Nahen Osten zurückziehen".

Dies zu erreichen schien aber nicht sehr einfach zu sein. Alliierte im Nahen Osten, Investitionen, Öl- und Waffengeschäfte, überall im Nahen Osten stationierte Militärbasen und die Trümmer, die im Irak und in Afghanistan hinterlassen wurden, konnten Amerika nicht so einfach vom Nahen Osten lösen. Die Obama-Regierung versuchte sich dennoch zu distanzieren. Sie zogen die Truppen aus dem Irak zurück. Allerdings erschwerte der arabisch Frühling, der die Situation in der Region verschärfte auch die Probleme der USA. Menschen wiesen der USA die Schuld zu und erwarteten gleichzeitig eine Lösung, ebenso in Syrien. Allerdings hat sich die USA mit Manövern, die eine Situation hervorriefen, in der die USA eine einflussreiche Supermacht im Nahen Osten darstellt, aber in Problemsituationen nicht eingreift, von beiden Ländern distanziert.

Während Ländern wie Ägypten, Syrien, Libyen, Irak, Afghanistan und Pakistan im Chaos versanken und der Nahe Osten mit vielen weiteren Teilungen konfrontiert war, erschienen kleinere Gruppierungen der Bush-Regierungen als gewaltige, radikale, stärkere, mit entwickelten Waffen und mit vehementerem Hass und Wut erfüllte Gruppen vor Obama. Jahrelang dachte man, dass die USA die Macht hätte, radikale Gruppen zu unterbinden. Allerdings erlebte die Welt einen großen Wandel, in dem die Radikalen stärker wurden und Amerika herausforderten.
Die USA, die die Kriege im Nahen Osten nicht gewinnen konnte und durch schwere Verluste und Ausgaben in Millionen Höhe einen wirtschaftlichen Abschwung erlebte, taucht zur Zeit in den Köpfen der Menschen vieler Länder beim erwähnen des Wortes "Feind" als erstes auf.

Al-Qaida-Aktivitäten im Irak werden stets mit der US-Invasion im Irak verbunden.  In Afghanistan und Pakistan herrscht die Auffassung, dass die USA die Taliban tatsächlich unterstützt, obwohl gegenteiliges den Anschein erweckt. Drohnen-Angriffe, die unschuldige Menschen töten, haben den Hass gegen Amerika nicht aber gegen die Taliban gestärkt.

Die Idee "Lasst uns unsere Truppen zurückziehen, unsere Ausgaben reduzieren und mithilfe unserer Drohnen Ordnung in der Region schaffen", haben Amerikas Status als Weltmacht erschüttert und an der Obama Regierung Zweifel aufkommen lassen. Obama wollte eigentlich die plausibelste der bekannten politischen Taktiken umsetzen. Das Ziel war den Amerika-Hass, den Bush hervorgerufen hatte, umzukehren.

Leider wiederholte Obama den Fehler seines Vorgängers. Er versuchte, der Gewalt mit gleichem zu begegnen. Vielleicht dachte er, dass der Radikalismus mit solchen Manövern geschwächt werden könnte ... und vielleicht war dieser Gedanke sein größter Irrtum. Der Radikalismus wird durch Angriffe und Offensiven nur gestärkt. Von den Drohnen werden mehr Raketen abgefeuert, es sterben mehr unschuldige Menschen, der Hass gegenüber Amerika wird gefördert, es entstehen höhere finanzielle Verluste und die Radikalen werden mit jeder abgeworfenen Rakete noch radikaler. Amerika wird mit dieser Methode keinen Gewinn erzielen, im Gegenteil - sie wird stets Verluste verkraften müssen.

Obama ist der Welt zur Zeit ein wichtiger, vernünftiger und rationaler Führer. Er muss diese kritische Zeit zu seinem Vorteil nutzen und diese Nachricht unbedingt berücksichtigen:

Der Radikalismus taucht im Namen der Religion auf; aus diesem Grund ist er stark, gewagt, breitet sich schnell aus und besitzt Mitglieder, die bereit sind für sie zu sterben. Das Problem ist allerdings die falsche Auffassung der Religion. Die Religion, die die Radikalen kennen, nähren sie mit Hass, den sie schließlich ausführen. Sie befolgen die Regeln dieser Religion strikt: Sie hegen Hass gegen diejenigen die gehasst werden müssen, schützen die Schutzbedürftigen, sterben, wenn es sein muss und töten, wenn es sein muss. Es sind nicht die Waffen, die sie zu solch engagierten Kämpfer ernennen sondern ihr Glaube. Folglich kann man sie nicht besiegen indem man Waffen mit Waffen sondern indem man ihren falschen Glauben mit dem richtigen Glauben erwidert.

Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass der Glaube der Radikalen nicht der Islam ist. Sie denken lediglich, dass dies der Fall ist.

Das bedeutet, dass wir eine mächtige Waffe besitzen, um die Radlaken zu besiegen: Den wahre Islam. Der Islam laut dem Koran ist eine Religion der Liebe und des Friedens. Sein Ziel ist es, nicht nur den Muslimen sondern allen Menschen die Liebe näherzubringen. Das Verlangen nach Hass, Wut und Mord, das Radikale besitzen, finden wir im Koran nicht wieder. Das einzige Problem ist, dass die Religion des Koran dem Radikalen unbekannt ist. Wenn er erfährt wie der Islam im Koran beschrieben wird, wird er beginnen den Regeln des wahren Islam zu folgen; und das mit einer Todesentschlossenheit.

Wenn Obama möchte, dass sowohl in seinem eigenen Land als auch im Nahen Osten Frieden einkehrt und Amerika seinen Status als Weltmacht erhält, muss er einen Weg gehen, indem der falsche Glaube durch den Richtigen ersetzen wird.

Intellektuelle Muslime im Nahen Osten, die an den Koran glauben, sind stets bereit, sich für diese wichtige Absicht zu verbünden. Eine umfangreiche und weitreichende Politik der Erziehung kann mit der Hilfe der USA in kürzester Zeit verwirklicht werden. Hierfür ist der Erwerb von Waffen, Errichtung von Militärstützpunkten und die Ausgabe von Millionen von Dollar nicht notwendig.

Ein umfangreiches Erziehungsprogramm in Kooperation mit intellektuellen und vernünftigen Muslimen durchzuführen ist sichtlich einfach. Diese Methode ist für Obama und die USA die einzige Möglichkeit. Diesem Aufruf ein Ohr zu verleihen, kann die ganze Welt neu gestalten.

--

Herr Adnan Oktars in den Arab News und Pakistan Observer veröffentlichter Artikel:

http://www.arabnews.com/news/513676

Desktop View