Harun Yahya

Das Heilmittel gegen den Radikalismus ist der Koran



Im vergangenen Jahr waren die IS und verschiedene radikale Gruppen stets in der Tagesagenda internationaler Medien präsent. Es scheint als ob in 2016 ähnliche Entwicklungen in Szene treten werden. Im Januar kamen auf einem von der Obama Regierung organisierten Meeting die Obrigkeit des Weißen Hauses, Berater für nationale Sicherheit und obere Führungskräfte der Technologiegiganten zusammen. Die Intention dieses Meetings war die Einschaltung eines "technologisch entwickelten Bekämpfungsprojekts" gegen den Radikalismus.

Eines der neuen Maßnahmen, welches in den Vordergrund tritt, ist die Errichtung eines Zentrums, das die Beantwortung von Diskursen radikaler Organisationen durchführt. Dieses Zentrum wird, ihrer Errichtung entsprechend, versuchen auf die negativen Eigenschaften der radikalen Gruppen aufmerksam zu machen und ein positives Image des Westens zu etablieren."1

Dies hört sich zunächst positiv an, denkt man allerdings detaillierter nach, sind es Ziele, die definitiv weit davon entfernt sind, gewünschte Ergebnisse zu erhalten. Lassen Sie uns zunächst das Ziel der "Bemühungen dem Westen ein positives Image zu etablieren" betrachten:

Bemühungen der Imagebildung könnten mehr oder weniger gute Ergebnisse für Kapitalgesellschaften ergeben. Klare Ergebnisse durch einen PR-Aufwand in einer Welt zu erzielen, in der wir von Angesicht zu Angesicht mit unschuldigen Kindern, Zivilisten und Flüchtlinge konfrontiert werden, die jeden Tag ihr Leben unter Angriffen und Luftbombardements verlieren scheint allerdings nun so gut wie unmöglich zu sein.

Lassen Sie uns nicht vergessen, dass es die verquere Politik der 2000er der westlichen Welt bezüglich des Nahen Osten ist, das diesen Wutausbruch gegen den Nahen Osten verursacht hat und dass diese Politik ernste Leiden verursacht, die sehr schwer zu beheben sind.

Wenn die westlichen Nationen ein positives Bild des Westens wirklich schaffen möchten, sollten sie dringend ihre Strategien ändern und dem unaufhörlichen, bewaffneten Kampf ein Ende setzen. Sie sollten Wert auf Wichtigkeiten wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit setzen, die sie fest in ihren eigenen Ländern vertreten - und vorteilhafte Lösungen mithilfe ihrer stabilen wirtschaftlichen und technologischen Mittel schaffen.

Ein weiteres umfassendes Ziel der amerikanischen Regierung um Ergebnissen zu erzielen ist es, die Menschen durch "Hervorhebung der Untaten der radikalen Gruppen " zu erleuchten und damit neue Rekruten für die IS zu verhindern. Es sollte hier betont werden, dass dies ebenfalls keine wirksame Strategie ist. IS und ähnliche radikale Gruppen führen jene heftigen und schrecklichen Taten nicht als Verbrechen durch sondern um für "ein heiliges Ziel und ein erhabenes Ideal", zumindest in ihrer eigenen verzerrten Denkweise, zu dienen.

Die Mitglieder des IS sind meist keine unwissenden, naiven Menschen; die IS besteht nicht aus Menschen mit Persönlichkeitsstörungen und nicht viele von ihnen haben finanzielle Probleme.
Sie folgen einer Ideologie bei der sie ihre weltlichen Besitztümer, ihre Karriere und alle ihre weltlichen Ziele zurücklassen, weil sie denken, dass sie im Recht sind und dass die Ideologie, der sie folgen die richtige ist. Letztlich wird die "Hervorhebung ihrer Untaten" keine wirksame Propaganda Methode sein, da sie selbst ihre Taten nicht als Verbrechen sehen.

Der Grund des Gebrauchs von gewaltigen und blutigen Auseinandersetzungen der IS, ist das Glaubenssystem, das sie folgen. Die Grundlagen dieses Glaubenssystems bilden Aberglaube, erfundenen Hadithe und der Bigotte Glaube, welche im wahren Islam keinen Platz finden.
Solange diese Täuschungen als die eigentliche Quelle des Islam vorgestellt werden, gibt es keinen Grund, über die Gewalt, die sie ausüben überrascht zu sein.

Im Gegensatz zu dem bigotten Glaubenssystem, das aus Hass besteht, befiehlt uns der Koran, andere zu lieben und hilflose Menschen zu schützen. Wenn die Verse des Koran mit Aufrichtigkeit und frei von bigotten Vorurteilen untersucht werden, wird deutlich, dass Gott von uns verlangt, dass wir eine liebevolle, respektvolle und integrative Haltung annehmen.

Das bigotte und radikale Glaubenssystem der IS und ähnlichen Gruppen können nur mit dem Koran behoben werden. Folglich können IS und andere radikale Organisationen nur mit dem Koran auf den richtigen Weg geführt werden - und nur mit dem Koran - nicht mit Waffen, Bomben oder bloßer Propaganda. Wenn wir möchten, dass die islamische Welt von Liebe, Zärtlichkeit, Vernunft und einer barmherzigen Seele dominiert wird, ist die einzige Lösung die erneute Rückkehr zur Moral des Koran, die vor Jahren verlassen wurde.

 

1- www.nytimes.com/2016/01/09/world/middleeast/white-house-officials-to-meet-with-tech-leaders-on-thwarting-terrorists.html?_r=0

 

Adnan Oktars in den Gulf Times veröffentlichter Artikel

http://www.gulf-times.com/story/489779/The-Qur-an-the-only-remedy-for-radicalism

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