Harun Yahya

Zwei Freunde kehren zurück: Türkei und Israel



So wie der Nahe Osten in Aufruhr versinkt, gewöhnen wir uns daran zu glauben, dass sich alles zum Guten wendet und sich alle diktatorischen Regierungen in Demokratien wandeln. Die Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten macht es und aber unentbehrlich dort die Realität zu überdenken. Es war etwas anderes nötig, um Frieden in den Mittleren Osten zu bringen; Liebe und der Geist des Kompromisses.

Berichte in der Presse über eine Annäherung zwischen Israel und der Türkei kamen wie eine lang erwartete frische Brise für die politische Bühne im Nahen Osten. Einen Freund im Nahen Osten zu verlieren, war schon ein Problem, aber das Auseinanderbrechen zweier US- Verbündeter brachte neue Probleme auf die politische Bühne. Am wichtigsten war die Not, unter der das Volk aufgrund harter, gegenseitiger Beschuldigungen leiden musste. Die Türkei erzürnt die Mehrheit seiner jüdischen Bürger, sie war schuld daran, dass sie sich von ihrem eigenen Land abwendeten.

Meetings, mit dem Ziel die Freundschaft zwischen der Türkei und Israel zu etablieren, führen bis heute fort. Die in den letzten Wochen geführten Gespräche in Genf, erwirkten Fortschritte in wichtigen Themen. Während eine Einigung bezüglich der Entschädigung erreicht wurde, wurde die Frage, die Blockade in Gaza aufzuheben auf spätere Gespräche vertagt. Aussagen des israelischen Premierministers Netanyahu, dass beide Seiten Opfer bringen müssen, um Fortschritte zu erreichen und dass „wir danach streben unser Verhältnis mit allen unseren Nachbarn zu normalisieren, aber dies eine wechselseitige Angelegenheit“ sei, sind signifikant. Kompromisse sind sicherlich eine wechselseitige Angelegenheit, wenn eine bestimmte Stufe erreicht ist, müssen beide Seiten einem gegenseitigen, freundlichen und positiven Ansatz folgen. Sowohl die Türkei als auch Israel haben sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln mit einer ehrlichen Bereitschaft an einen Tisch gesetzt. Offensichtlich sind beide Seiten daran interessiert, dieser sensiblen Allianz keinen Schaden zukommen zu lassen.

Lassen Sie uns auch daran erinnern, dass in der Woche während die Schweizer Gespräche stattfanden, President Erdogan und Premierminister Davutoglu ebenfalls eine Delegation, geleitet durch Malcolm Hoenlein von der "Conference of Presidents", einem Dachverband der führenden jüdischen Einrichtungen in den USA, empfingen. Hoenlein steht Netanyahu ebenfalls nahe und wurde beauftragt eine besondere Nachricht von Netanyahu an Erdogan und Davutoglu zu liefern. Hinzuzufügen ist, dass in dem selben Kontext des Meetings Erdogan und Davutoglu ebenfalls andere Führer der amerikanisch-jüdischen Community trafen. Die Gespräche waren eindeutig ein Zeichen guter Absicht. Mit diesen Treffen unternahmen die türkischen Führer wichtige Schritte, um das Gefühl des Vertrauens zu stärken.

Bezüglich der Aufhebung der Gazablockade würde auch Israel profitieren. Das würde die Spannungen in Gaza senken und der Türkei erlauben, wieder ihre Rolle als Vermittler einzunehmen. Dies ist entscheidend, da die Spannungen zwischen den Seiten vor kurzem den tiefsten Punkt erreicht haben. Die Präsenz eines garanten Landes ist ein Faktor, welcher eine neue Entstehung solcher Missstimmungen verhindern kann. Israels Sorgen bezüglich dieses Themas sind daher unbegründet.

Israelisches Gas ist ein weiteres, wichtiges Thema in den Gesprächen. Dieses Thema ist sowohl für Israel, die ihr Gas exportieren wollen als auch für die Türkei, die das Gas benötigt von großem Interesse. Zudem bringt dieses Detail einen weiteren Vorteil - die Zypern Verhandlungen. Die Pipeline, die durch Zypern laufen wird, wird die Zypern-Verhandlungen beschleunigen, die seit Jahren zum Stillstand gekommen sind. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu erinnerte daran, dass er wünscht, dass das Wasser, welches die Türkei an Nordzypern liefert auch an die Südliche Insel in naher Zukunft geliefert werden soll. Er berichtet, dass die Seiten ein Abkommen bezüglich der zahlreichen Fragen erreicht haben, jedoch liegen nach wie vor Schwierigkeiten rund um das Thema Besitz und Land. Die Präsenz der 22 Eigentumskategorien, die gelöst werden müssen, endeten in den letzten 40 Jahren der Zypernverhandlungen in einem störrischen Zustand.

Probleme können nicht durch Berechnungen von Land oder Eigeninteresse gelöst werden. Ein Blick auf die Gleichung vor uns verdeutlicht, dass ein Bedarf an Vertrauen zwischen Israel und der Türkei und der Türkei und Südzypern besteht. Das egoistische, kalte und eigennützige System, welches als "nationaler Vorteil" bekannt ist, erdrückt bloß die Länder in Schwierigkeiten. Die Führer dieser Communities, die seit vielen Jahren befreundet sind und ähnliche Traditionen, Bräuche, Kulturen und Vorstellungen der Selbstaufopferung und der Freundschaft aufweisen, müssen unverzüglich Liebe zwischen sich aufbauen.

Da die Liebe und das Vertrauen ungewohnte Konzepte in der Politik sind, können sie in den Augen einiger Menschen unglaubwürdig erscheinen. Doch die Lösung politischer Probleme mit der Liebe statt Egoismus ist kein utopisches Ideal. Die Liebe ist kein unmöglicher Luxus, sondern die Essenz unseres Lebens, die uns mit Gewalt genommen wurde.

Deshalb ist die Versöhnung zwischen Israel und der Türkei eine gute Nachricht, die wir schon lange sehnlichst erwarten. Natürlich ist diese Versöhnung auch der US sehr willkommen. Die jüngsten Bemühungen des Vize Präsidenten Joe Biden, diese Versöhnung hervorzurufen, verdienen hohes Lob. Leistungsstarke, demokratische Länder sollten immer Verbündete sein, um den Frieden in die Region zu bringen. Während diese Allianz eine deutliche Leistungssteigerung und den Frieden im Nahen Osten erwirkt, beseitigt sie die Unsichert der US, und sichert eine greifbare und stärkere Allianz zwischen der US, Israel und der Türkei.

Wir hoffen, dass diese willkommene Versöhnung zur Einheit zwischen dem iraelischen und türkischen Volk führen wird und auf die Rückkehr unserer jüdischen Bürger, die das Land verlassen mussten.

 

Adnan Oktars in "The Hill" veröffentlichter Artikel

http://thehill.com/blogs/congress-blog/foreign-policy/270298-back-with-two-old-friends-israel-and-turkey

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