Harun Yahya

Die IS Ideologie kann nur mit dem Koran besiegt werden




Das Jahr 2015 kam und verging, aber der Islamische Staat ist nicht von der globalen Agenda verschwunden. Schockierende, blutige Angriffe, Social Media Aktivitäten, Propaganda Techniken, prahlerische Aussagen und unerschrockene Kämpfer waren immer in den Schlagzeilen. Das ganze Jahr wurden Pläne zur Bekämpfung der radikalen Organisation diskutiert.

Bemühungen Rekrutierung neuer Mitglieder zu verhindern, und die Attraktivität zu eliminieren fuhr unvermindert fort. Es sieht so aus als ob das Jahr 2016 ähnliche Entwicklungen sehen wird. Ein bemerkenswertes Zeichen dafür war ein vom US Präsidenten Barack Obamas Regierung organisiertes Treffen Anfang Januar.

Teilnehmer des Meetings in Kalifornien waren viele Welt renommierte Persönlichkeiten. Die Gästeliste unterstrich die Bedeutung, die die US- Regierung auf die Frage beimisst. Ältere Beamte des Weißen Hauses, die nationalen Sicherheitsberater und Top Manager der High Tech Giganten trafen zusammen. Das Ziel war, Behörden und private Institutionen gegen den Radikalismus zu vereinen und die Erstellung eines High Tech Projekts zur Bekämpfung der IS.

Die IS ist dafür bekannte das Internet und die Sozialen Medien ganz geschickt zu nutzen, um seine Ideologie zu verbreiten. Jeder weiß, dass die westlichen Nationen daran scheiterten, eine wirksame Strategie gegen sie umzusetzen. Das Treffen in Kalifornien wurde als ein Schritt in Richtung Beendigung der IS Propaganda bestimmt. Eine der wichtigsten Maßnahmen die eingeführt werden müssen ist, wie das Außenministerium bereits erwähnte, die Einrichtung eines Zentrums, um die Aussagen der IS und anderer radikalen Gruppen zu widerlegen. Dieses Zentrum wird sich bemühen solchen extremistischen Gruppen zu antworten, indem sie ihre Missetaten hervorhebt und ein positives Bild des Westens schafft.

Auf dem ersten Blick scheint dies alles sehr willkommen, aber sobald man etwas tiefer denkt, sind diese Ziele zwar lobenswert, aber davon entfernt gewünschte Ergebnisse hervor zu bringen. Lassen Sie uns in erster Linie, die Entscheidung ein positives Bild des Westens zu schaffen betrachten. Mit anderen Worten: Öffentlichkeitsarbeit. Es scheint unmöglich, durch solche Mittel, die brutale und negative Sicht der IS Militanten und deren Sympathisanten gegenüber der USA und den Westen zu ändern.

Bildverbesserungsmaßnahmen können mehr oder weniger nützlich für institutionelle Unternehmen sein, aber für eine Öffentlichkeitsarbeit wird schwierig sein eine Lösung zu finden in einer Welt in der fast täglich Angriffe, Luftangriffe und der Tod von unschuldigen Kindern, Zivilisten und Flüchtlingen stattfindet. Lassen Sie uns nicht vergessen, dass die Wut auf den Westen im Nahen Osten durch die falsche Politik des Westens seit den frühen 2000er Jahren verursacht wurde und dass diese Politik beinahe irreparable Leiden mit sich gebracht hat.

Wir dürfen nicht vergessen, dass der Westen immer noch mit Kanonen und Raketen den Nahen Osten zerstört. Es scheint daher höchst unwahrscheinlich, dass ein positives Bild des Westens in den Herzen der Menschen unter solchen Umständen entstehen wird. Wenn die westlichen Staaten aufrichtig wünschen, dass der Nahe Osten ein positives Bild des Westens hat, müssen sie ihre Strategie ändern. Anstatt endloser, bewaffneter Interventionen müssen sie gute Werte wie Frieden, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit, Liebe und Solidarität hervorheben, welche sie in ihren eigenen Ländern unterstützen. Sie müssen auch Ihre materiellen Stärken wie auch ihre wirtschaftlichen und technologischen Mittel einsetzen, um brauchbare Lösungen zu finden.

Ein weiteres, übergeordnetes Ziel der US Regierung ist es, den Menschen die „Untaten extremistischer Gruppen“ deutlich zu machen, um so die die Rekrutierung neuer Mitglieder der IS zu verhindern. Lassen Sie mich eindeutig klarstellen, dass dies auch keine wirksame Strategie für eine Lösung ist. IS und ähnliche radikale Gruppen begehen Gewalttaten und Terror nicht im Namen des Bösen sondern wegen dem, worüber sie irrtümlich glauben, ein „heiliges und erhabenes Ziel“ zu erreichen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Mehrheit der IS Militanten weder ignorant, uninformiert oder naiv ist. Sie sind weder verrückt noch pervers oder scheinen unter Persönlichkeitsstörungen zu leiden. Noch sind es die, die manipuliert werden nachdem sie durch böswillige Freunde oder Soziale Medien in die Irre geführt wurden.

Im Gegenteil, wie uns Experten verraten, sind viele von Ihnen junge Menschen, die einst dem gesellschaftlichen Leben gut angepasst waren, eine gute Karriere und moderne Erziehung genossen haben. Sie haben ihr Hab und Gut, ihre Karriere und weltlichen Ziele für eine Ideologie verlassen, weil sie aufrichtig glauben, dass sie im Recht sind und das Notwendige tun.

Da sie das was sie tun nicht als bösartige Untaten sehen und einer Ideologie folgen, wird eine Propaganda die ihre „Missetaten hervorhebt“ ganz einfach ohne Auswirkungen bleiben.

Die IS greift auf blutige Gewalt und grausamen Terror wegen eines Glaubenssystems: Dieses Glaubenssystem stützt sich auf Aberglauben, erdachte Hadithe und extremen Überzeugungen, die keinen Platz im wahren Islam haben. Solange dieser Aberglauben und erdachten Hadithe weiter als die wahre Quelle des Islam dargestellt werden, können wir nicht von der Gewalt überrascht sein, die weiterhin folgen wird.

Das Problem in seinem Kern ist das falsche Glaubenssystem. Dies kann nur mit dem Koran behoben werden. Demzufolge kann die IS nicht durch Waffen und Bomben oder trockener Propaganda auf den richtigen Weg geführt werden sondern nur durch den Koran.

Tatsächlich waren es die Anführer dieser Welt, die die Wichtigkeit des ideologischen Kampfes gegen die IS im letzten Jahr, wenn auch sehr spät, begriffen haben. Eine dieser Personen war Obama. In seiner Ansprache auf der UN-Vollversammlung im September letzten Jahres sagte er: „ Letztlich reicht es nicht aus die IS auf dem Schlachtfeld zu besiegen. Wir müssen sie vor Radikalisierung, Rekrutierung und in erster Linie, andere von der Gewalt zu begeistern, verhindern. Das Bedeutet, ihre Ideologie zu besiegen.“

„Ideologien werden nicht durch Waffen besiegt, sie werden durch bessere Ideen besiegt – einer attraktiven und überzeugenden Vision. Wir arbeiten daran, die Stimmen der muslimischen Gelehrten, Geistlichen und Anderen, einschließlich der IS Überläufer anzuheben, die sich mutig gegen die IS und ihre verzerrte Interpretation des Islam wehren.“

Also, wer wird sich gegen die radikale Ideologie der IS wehren? Wer wird die Wahrheit in das Gesicht ihrer falschen Propaganda sprechen?

Die US muss lange und intensiv darüber nachdenken, wen sie für dieses Thema unterstützen. Es darf nicht vergessen werden, dass viele Menschen, die als islamische Gelehrte bekannt sind, die grundlegenden Texte der traditionellen und orthodoxen Kultur des Islam als Führung ansehen und theoretisch für den gleichen falschen Glauben und Aberglauben wie die IS eintreten. Eine Aufklärungskampagne, die von solchen religiösen Persönlichkeiten geführt wird, wird offensichtlich keine Auswirkung auf die IS haben. Diese Menschen werden nicht in der Lage sein, eine wissenschaftliche Antwort hervorzubringen, die diese falsche Ideologie vernichtet, weil sie selbst Anhänger der selben Ideologie sind.

Die IS, auf der anderen Seite, werden sie als unehrlich, feige, passiv und ängstlich dafür betrachten, dass sie allem glauben, was in islamischen Texten steht aber nicht den Mut haben zu reagieren und sie werden von der IS und ihren Begleiter als gescheitert betrachtet, für die Werte einzutreten, denen sie glauben.

Die Lösung liegt also nicht in der Einbeziehung der Religionsgelehrten, die im wesentlichen die selbe Ideologie wie die IS teilen, aber sie liegt in der Führung dieser Kampagne zusammen mit rational, vernünftigen Menschen, die in der Lage sind begründete und wahre Widerlegungen gegen diese falsche Ideologie zu bieten. Wenn sie wünschen die Ideologie der IS zu besiegen und zu vernichten, haben Obama und die US-Regierung nur eine Option – den Koran. Das Mittel gegen den Radikalismus ist der Koran. Eine Bildung, die nur auf den Koran basiert ist die einzige Kraft, der die IS Ideologie nicht standhalten kann.

1- www.nytimes.com/2016/01/09/world/middleeast/white-house-officials-to-meet-with-tech-leaders-on-thwarting-terrorists.html?_r=0
2- www.whitehouse.gov/the-press-office/2015/09/29/remarks-president-obama-leaders-summit-countering-isil-and-violent


Adnan Oktars Artikel in New Straits Times

http://www.nst.com.my/news/2016/02/126668/ideology-can-be-defeated-only-quran

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