Harun Yahya

Ein Millionen-Dollar-Projekt: Die Islamophobie

Insbesondere seit dem 11. September ist aufgrund einer negativen Haltung dem Islam gegenüber, ein Anstieg von Diskriminierung und Feindlichkeit gegenüber Muslimen in Europa und den USA deutlich erkennbar. Aus den oben genannten Gründen der Diskriminierung, werden Muslime im Westen ständig mit neuen Hindernissen und Benachteiligungen im Arbeitsleben und sozialen Umfeld konfrontiert.

Auch wenn der 11. September als Quelle des Ganzen dargestellt wird, geht der Beginn dieser antiislamischen Bewegung, in der der Islam zur Bedrohung ernannt und die Islamophobie verbreitet wird, weit zurück in die 90er. Denn der ehemalige Berater des Verteidigungsministeriums der USA und politischer Wissenschaftler Samuel Huntington schrieb bereits in der Sommerausgabe 1993 der akademischen Zeitschrift „Foreign Affairs“ den Artikel „Kampf der Kulturen“, der später zu einem umfassenden Buch wurde.

Die These des Kampfes der Kulturen besagt, dass es nach dem kalten Krieg keine Polarisierung mehr gibt und deswegen nun Auseinandersetzungen zwischen Kulturen stattfinden, vor allem zwischen der westlichen und islamischen Kultur. Merkwürdig ist, dass es sich genau so entwickelt hat, wie es Huntington prophezeite und die heutige Situation seine These widerspiegelt.

Unmittelbar nach der Veröffentlichung der These „Kampf der Kulturen“, erschien im September 1993 ein Artikel in der „The New York Times“, der den neuen „Feind“ folgendermaßen bekanntgab: „Der islamische Radikalismus entwickelt sich mit Tempo zu der größten Bedrohung für die weltweite Sicherheit und den Frieden. Es ist eine Bedrohung, so groß wie der Nationalsozialismus und Faschismus in den 1930ern oder der Kommunismus in den 1950ern.“

Es herrscht eine ernstzunehmende Lage vor, wenn der Islam gefährlicher und bedrohlicher dargestellt wird, als gottlose und grausame Ideologien. Das Erscheinen solcher Behauptungen in den populärsten Medien der Vereinigten Staaten und die Festigung in den Thesen von Huntington, werfen heute bedeutende Fragen auf: Konnte Huntington die Zukunft wirklich so gut vorhersehen? Oder wurde zu dem Zeitpunkt, der theoretische und psychologische Grundstein für ein langwieriges und weltweites Projekt gelegt, welches den Islam zur Hauptzielscheibe der Welt macht?

 

Millionen Dollar - ausgegeben für die Islamfeindlichkeit

Es ist bekannt, dass die Islamophobie in den USA, einem aus Einwanderern bestehenden Land, geringer ausgeprägt ist, als in Europa. Eine kürzlich erstellte Studie jedoch belegt, dass islamfeindliche Organisationen ein viel größeres Maß angenommen haben.

Laut dem Report „The Islamophobia Network’s Efforts to Manufacture Hate in America“ (Die Bemühungen der Islamophobie-Netzwerke, um Hass in Amerika zu verbreiten) des Center for American Progress, wurde in den Jahren 2001-2012 insgesamt mehr als 57 Millionen Dollar finanzielle Hilfe für antiislamische Kampagnen geleistet. Des Weiteren werden acht Hauptinvestoren aufgelistet, die seit Jahren, jede Möglichkeit nutzen und finanzielle Unterstützung leisten, um Hass und Antipathie Muslimen und dem Islam gegenüber zu schüren.

Im Rahmen der islamophobischen Propaganda und Kampagne, werden Instrumente wie antiislamische Nachrichten, Werbung, Karikaturen, Filme oder Dokumentarfilme genutzt, um selbst normale Muslime wie gewalttätige Terroristen darstellen zu lassen und Hass in der Gesellschaft zu verbreiten.

Dem Report zufolge machte es sich diese Kampagne – geführt von den Medien und einigen Politikern – zum Ziel, das amerikanische Volk im Glauben zu lassen, Muslime wollten die USA mithilfe der Scharia regieren. Entsprechende Verschwörungstheorien wurden in die Welt gesetzt.

Es wird davon ausgegangen, dass diese Islamophobie-Kampagne bis zu den Präsidentschaftswahlen 2016 mit Vollgas weitergeführt wird, damit derjenige, der am besten in die Rolle des „Retters“ schlüpft, die meisten Stimmen des amerikanischen Volkes erhält und die Wahlen gewinnt. Der Propagandainhalt einiger politischer Parteien besteht zum größten Teil aus dieser Islamophobie-Propaganda.

Basierend auf den Forschungen von Travis Dixon, Professor der UCLA, werden Muslime in den Medien der USA öfter als Terroristen lanciert, als sie in den Berichten der FBI vorkommen. In den Jahren 2008-2012 wurden 81% der nationalen Terroristen in einem 146 teiligen Nachrichtenprogramm als Muslime bezeichnet. Den Berichten des FBI zufolge lag der tatsächliche Anteil an muslimisch geprägten nationalen Terroristen bei lediglich 6%.

Anhand der entschlossenen Nutzung von Medieneinrichtungen, Internetplattformen, Denkweisen und politischen Plattformen, wird schnell deutlich, dass es sich hierbei um eine beabsichtigte Hassoperation gegenüber dem Islam und muslimischen Menschen handelt. Islamophobie ist nicht die Angst vor dem Islam, sondern vor dem Radikalismus.

Auch wenn die Islamophobie Halt in fiesen Plänen, wie politischen Wahlkampagnen, globalen Profiten, der Legalisierung der Massaker in der islamischen Welt, der Übernahme der Kontrolle über den Nahen Osten sowie in der angestrebten Herrschaft über die natürlichen Ressourcen im islamischen Terrain und dem endlosen Blutvergießen und Feuerlegen in diesem Gebiet findet, gibt es ein viel tiefer verwurzeltes Problem: der Radikalismus in der islamischen Welt, der alles runterzieht.

Leider steckt ein Großteil der Muslime aufgrund der Unwissenheit in einem Sumpf des Radikalismus, welcher als Islam verkauft wird. Der Radikalismus ist eine Glaubensrichtung, die sich aus verschiedenen Ausprägungen, wie der Bigotterie, sämtlichen Aberglauben, der Intoleranz und dem Konservatismus zusammenstellt. Anstatt des wahren Islam, so wie er im Koran beschrieben wird, besteht der Radikalismus aus reinem Aberglauben und macht sich Aspekte wie den Krieg, die Bigotterie und den Hass gegenüber Frauen, Kunst, Wissenschaft, Ästhetik und Qualität zu eigen und versetzt somit sowohl die Muslime, als auch den Rest der Welt in Angst und Schrecken. Diese Menschen treten im Namen des Islam auf, verbieten und hassen alles Schöne und verbreiten in Gottes Namen Angst in der Gesellschaft. Es ist also absolut nachvollziehbar, dass es westlich geprägte Menschen verängstigt, wenn sie solch einer negativen und erschreckenden Lebensweise begegnen.

Der Islam, original entnommen aus dem Koran, ist voller Liebe, Barmherzigkeit, Frieden, Brüderlichkeit, Kunst, Kultur, Kultiviertheit, Modernität, Sauberkeit und Vornehmheit, um so ein Leben auf höchstem Niveau zu gewährleisten und nur die besten Charaktereigenschaften zu vermitteln. Der Islam, so wie er im Koran beschrieben wird, ist absolut gegenteilig zum Radikalismus und empfängt sogar einen unangenehmen Menschen mit starken Vorurteilen sehr herzlich und absolut friedlich und bietet den Weg zum Weltfrieden.

Allein ein paar dieser 57 Millionen Dollar hätten ausgereicht, um den Menschen den wahren Islam näher zu bringen und den Unterschied sowie die Ungleichheit zwischen dem Radikalismus und dem Islam zu erläutern. Somit wäre dem auf dem Radikalismus bauenden Terror ein Ende gesetzt. Die Tatsache jedoch, dass sich genau diese tiefgehende und einzig wahre Lösung nicht mit der Profitgier einiger Mächte deckt, ist ein Hindernis für die Durchsetzung und den Weltfrieden.

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