Harun Yahya

Medien, Sozialmedia und Terror


Die Media möchte, dass ihre Nachricht sensationell ist; aber manchmal ist eine sensationelle Nachricht, die den Medien Rating gewinnen lässt, eine Propaganda-Methode, die manchmal das Ziel einer Terrororganisation ist. Die Organisation möchte meistens nicht mit der Aktion, sondern mit dem Einfluss, welches die Aktion zustande bringt, Angst einjagen. Manchmal macht sie das mit blutigen Aktionen und manchmal mit der Propaganda ihrer Aktionen. 

Heutzutage ist die Sozialmedia zu einer Branche geworden, hinsichtlich dessen weil sie unkontrolliert ist, die für die Terror-Propaganda intensiv verwendet wird und in der die Desinformation unbedenklich verbreitet wird. Fotos, die durch ein Mobilgerät, vor allem in Kriegsbereichen oder in Bereichen, wo der Terror verbreitet ist, bekanntgemacht werden, können das Urteil der internationalen Gesellschaft im Handumdrehen leiten. Auch wenn die besagten Beiträge im Namen eine Aufmerksamkeit zu erwecken, was in dieser Region alles geschieht, nützlich sind, verursacht es einen verheerenden Schaden, wenn dies mit falschen Nachrichten gemacht werden. Nach einer Weile kommt heraus, dass das geteilte Foto eine Übernahme aus einem Ereignis ist, das in der Vergangenheit erlebt wurde, aber bis diese Wahrheit hervorkommt, wird die erwünschte Wahrnehmung in der Gesellschaft sehr leicht gebildet.

Die besagte Desinformation, der wir in Syrien, im Irak-Krieg, in den Israel-Palästina Konflikten sehr oft begegnen, zeigt sich auch in der Türkei, in der sich in den letzten Tagen der Terror verbreitet hat. In der Provinz Cizre, die seitens der Terrororganisation PKK blockiert wurde, wurde ein acht-tägiger Ausgangsverbot angewendet und während dessen haben die Sicherheitskräfte eine umfangreiche Operation durchgeführt. Aber die Provokation, die mit der Aufschrift „Massaker in Cizre“ während des Ausgangsverbotes gemacht wurde, die Gräuelfotos, die danach geteilt wurden, sorgten sowohl in der Türkei als auch in den internationalen Medien für eine kurzfristige Panik. In kurzer Zeit wurde erkannt, dass das Foto von dem im Tiefkühler bewahrtem Baby-Leichnam eine Übernahme von Afghanistan ist, dass die verbreiteten Massaker-Nachrichten eine Provokation der PKK sind. Aber ein Teil der internationalen Medien, die diese Wahrheit nicht erreichen kann oder nicht erreichen möchte, macht mit dem Impression-Management sowie sie möchte weiter. Wieder mit dem Einfluss der Sozialmedia kann die Türkei als ein tyrannisches Land vorgezeigt werden, das ihre kurdischen Bürger ermordet; wieder wird die PKK seitens vieler Medien als „tapfere Krieger“ vorgeführt. Die Stimmen der in der Türkei seitens der PKK unterdrückten Kurden hört jedoch niemand; weil so Schade es auch ist, monopolisieren diese unterdrückten Menschen die Sozialmedia nicht.

Da der Terrorist seine Stimme durch Propaganda hören lässt, ist es notwendig, dass in den Ländern in denen der Terror häufig ist, die Desinformation und die schmutzige Propaganda, die durch die Medien gemacht werden, sofort identifiziert werden und die richtige Information sollte weitgehend geteilt werden. Damit die Angstgesellschaft, die die Terroristen erschaffen möchten, nicht zugelassen wird, ist es notwendig, dass die Desinformation schleunigst verhindert wird. In den besagten Gesellschaften besitzt die Massenmedia eine spezielle Pflicht. Wenn wieder ein Beispiel von der Türkei gegeben werden muss, wurden die seitens der PKK durchgeführten Aktionen und unsere gemarterten Soldaten, in vielen Presseorganen mit einer trübseligen Stimmung präsentiert; die Ereignisse wurden mit melancholischen Bandaufzeichnungskurzfilmen dramatisiert; die Moderatoren neigten mit speziellen Stimmtönen und Betonungen dazu, eine nahezu „wir sind zugrunde gegangen“ Erscheinung zu geben. Bestattungszeremonien der Märtyrer wurden mit Todesmärschen und Bildern der die Särge umarmenden, weinenden Menschen publiziert. Es ist offen, was für einen großen, negativen, psychologischen Einfluss der Todesmarsch auf die Gesellschaft hat und wie dieser Einfluss die Terrororganisationen erfreut. Da es der Fall ist, hat die kommunistisch separatistische Terrororganisation PKK mehr als ihre in den letzten Tagen durchgeführten Aktionen, durch die seitens ein Teil der Medien unbewusst geführten Propaganda, einen schmutzigen Vorteil erworben. Das die Märtyrer-Bestattungen mit diesen Bildern publiziert werden, hat die Entschlossenheit der PKK Waffen an die Soldaten zu richten noch mehr verstärkt und hat den Eindruck erweckt, dass ihre Aktionen erfolgreich wären.

Jedoch ist laut unserer Religion ein Märtyrer eine Schönheit. Gott möchte, dass die Märtyrer „nicht als Tot angesehen werden“ und drückt aus, dass sie in der Gegenwart Gottes in Freude sind. Somit sollte der Märtyrer nicht mit Traueroden und Bestattungsmärschen, sondern mit der Teilnahme von tausenden Menschen und mit Allahuekber-Rufen verabschiedet werden. Er sollte Straße für Straße, Provinz für Provinz, Dorf für Dorf herumgefahren werden; der Ruhm eines Märtyrer, der gegen diejenigen stand, die versuchen Defätismus auf der Erde hervor zu bringen, sollte glorifiziert werden. Diese Gemeinschaft, die durch die Kraft des Glaubens zusammenkommt, wird die Unfriedensgruppen wie die PKK auf eine ernste Weise erschrecken. Nun wird es für die besagten Terroristen im großen Maße keinen Wert mehr haben, Waffen gegen die Soldaten zu richten. Weil ihre Propagandamaterie aus der Hand geglitten ist.

Dies sollte man nicht vergessen: Wenn Terroristen die Medien und Sozialmedia bei der Verbreitung, der Beeinflussung und Anhängersuche der Terroraktionen, einflussreich verwenden und bei diesem Thema erfolgreich sein können, ist es auch möglich, dass durch die richtige Verwendung der Media der Terror beendet wird. Die Presse sollte zu diesem Belang sensibel agieren, und bei den Nachrichten über den Terror sollte sie den Verstand des Ratings und der Konkurrenz bei Seite lassen. Sie sollte Anspielungen und Ansichten meiden, die die Terrororganisationen so darstellen, als ob sie stark und einflussreich sind; ganz im Gegenteil sollte sie das Image bilden, dass die Aktion ineffektiv unter der Gemeinschaft geblieben ist und dass sie sogar die Gemeinschaft zur Einheit verleitet hat. Sie sollte merken lassen, dass die Angst, die der Terrorist erwartet, keine Akzeptanz in der Gemeinschaft gefunden hat. Diese Wahrheit sollte immer im Gedächtnis gehalten werden: Der Terror ernährt sich von der Angst. Wenn die Gesellschaft sich nicht fürchtet, wird die Terroraktion überhaupt keine Bedeutung haben.

Die Media sollte immer in Erinnerung ziehen, dass die Quelle des Terrors immer eine ideologische Philosophie ist. Das Leben eines Terroristen ist schwer; es ist offen, dass er nicht mit Geld, mit einem besseren Leben, oder mit Versprechen in Bezug auf die Zukunft getäuscht worden ist. Es sind immer die Ideologien, die sein Gehirn gewaschen haben. Demzufolge wenn die Presse einen einflussreichen Kampf gegen den Terror beginnen möchte, dann sollte sie dies mit dem Erschlagen der Ideologie des Terroristen machen. Wenn die Ideologie eines Menschen, ihn dazu führt, Menschen umzubringen, ist es offen, dass diese Ideologie abartig ist und dass diese abartige Ideologie in wissenschaftlicher Bedeutung sehr leicht vernichtet werden kann. Die Presse sollte diesen Vorteil nutzen und sollte eine wissenschaftliche Nachrichtenmethode verwenden, die mit verschiedenen Anlässen die falsche Ideologie des Terroristen korrigiert und die Meinung, die sein Gehirn wäscht, zunichte macht.

Wir besitzen eine wichtige Möglichkeit wie die Presse. Wenn wir wirklich wollen, dass die Menschheit gerettet und der Terror geschlagen wird, sollten wir diese wichtige Möglichkeit nicht in die Hände der Defätisten lassen.

Artikel Adnan Oktars, der auf Arab News publiziert wurde:

http://www.arabnews.com/columns/news/811391

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