Harun Yahya

Das wahre Gesicht des Islam


 „Touristen die der Tod ergreift während sie am Strand liegen oder einen Museumsbesuch machen..“

„Exekutionen durch Verbrennung, Strangulation, Schüsse, oder durch das Abtrennen des Kopfes...“

„Gesichter die man nicht mehr erkennen kann, weil der Bart so lang ist...“

Das sind vermutlich die Antworten, welche sie bekommen wenn sie heute in den Straßen von Paris und New York, die Menschen fragen was ihnen durch den Kopf geht, wenn sie an den Islam denken.

Im Westen und im Mittleren Osten sagen und denken aber auch viele, dass diese Geschehnisse nichts mit dem Islam zu tun haben. Aber diese Aussagen reichen nicht aus, um die Wahrnehmung des Islam zu verändern. Die Ausländerfeindlichkeit in Europa verbreitet sich rasch, dadurch leiden am Meisten die Muslime, weil sie den wahren Islam nicht genügend verbreiten und demonstrieren.

Zweifellos tragen Muslime dafür große Verantwortung. Als Erstes müssen sie sich von schwachen Abwehrreaktionen und Einsprüchen distanzieren und die Menschen darauf aufmerksam machen, das der Islam falsch präsentiert wird, weil statt dem Koran vielmehr falsche Quellen für den Islam aufgezeigt werden. Es muss mit Belegen erklärt werden, das die Essenz des Islam alle Eigenschaften in sich birgt, was moderne, demokratische Länder versprechen.

Die größte Kritik an Muslimen heutzutage ist, dass die demokratischen menschlichen Grundrechte sowie Freiheit, nicht im Islam zu finden sind. Deshalb ist die Meinung von vielen westlichen Denkern und Politikern, dass der Islam nicht mit Demokratie in Verbindung gesetzt werden kann.

Als das heilige Buch der Muslime, nämlich der Koran bereits vor 14 Jahrhunderten mit der Menschheit Bekanntschaft machte, beinhaltetet es mehr Freiheit, als die europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) es beschreibt. Die „Gemeindeordnung von Medina“, welche durch den Propheten in gang gesetzt wurde, gilt als das Erste und demokratischste Grundrecht in der Geschichte.

Die Basis der Menschenrechte, ist das Recht auf Leben. Es deckt sich mit dem 2. Paragraphen der Gemeindeordnung von Medina, nämlich das jeder das Recht hat sein Leben zu beschützen, ausgenommen in besonderen Fällen. Im Koran wird in der 5. Sure, in den 28-30 Versen erklärt, das die absichtliche Tötung eines Menschen eine große Sünde ist. Und im 32. Vers sagt Allah, dass die Tötung eines Menschen, mit der Tötung der ganzen Menschheit gleichgesetzt ist. Laut dem Koran kann die Tötung nur entschuldigt werden, wenn es sich um Notwehr handelt, die nicht anders hätte stattfinden können. In der EMRK werden Todesfälle „entschuldigt“ wenn sie bei Ausschreitungen und Rebellion stattfinden. Gleichermaßen wird im Koran beschrieben, dass Todesfälle nur bei Kriegsumständen als Notwehr genehmigt werden. Im Koran wird Krieg nur genehmigt wenn es sich um Notwehr handelt. Die Vorgehensweise bei Tötung in Notwehr im Islam muss menschliche und moralische Bedingungen erfüllen und gilt als eine ungewollte Zwangslage. Wenn z.B. von der Gegenseite ein Angriff stattfindet, sind Muslime gezwungen die Lage friedlich und durch Einigung zu lösen. Aber wenn die Gegenseite Frieden ablehnt und der Krieg dann unumgänglich wird, sind Muslime gezwungen sich zu schützen.

An dieser Stelle ist es wichtig nochmals daran zu erinnern, das es im Koran keine Regel gibt die besagt, das Andersgläubige oder Menschen welche den Islam nicht leben, getötet werden sollen. Im Gegenteil sagt Allah im Koran, das es keinen Zwang in der Religion gibt. Alle Gläubige Menschen wie auch Atheisten wurden mit einem hohem demokratischen Niveau behandelt.

Im 4. Paragraphen verbietet die EMRK Sklaverei und Zwangsarbeit. Sklaverei war bereits vor der Verbreitung des Islam eine gesellschaftliche Einrichtung der arabischen Halbinsel. Man nimmt an dass zur damaligen Zeit, mehr als die Hälfte der arabischen Bevölkerung versklavt wurde. Die reiche Schicht ließ diese Sklaven unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten und behandelten sie schlimmer als Tiere. Die Gefährten unseres Propheten Muhammed (fsai) wie auch er waren gegen die Sklaverei. Der Grund dafür war der Koran. Wenn man diese Koranverse analysiert erkennt man, dass Sklaven keiner Gewalt ausgesetzt werden dürfen, das man ihnen behilflich sein sollte ihre Situation zu verbessern und schließlich sie freilassen muss. (Siehe Koran 2/177, 2/221, 4/92, 5/89, 24/32, 26/22, 58/3-4,90/12-13).

Im Koran gibt es mehrere Verse, welche die Sicherheit des einzelnen und das friedliche zusammenleben der Gemeinschaft unterstreichen. Zum Beispiel in der Sure Tevbe (Reue) im 6. Vers müssen auch die Menschen, deren Persönlichkeit und Moralverständnis gemäß dem Koran kritisiert sind in Sicherheit gebracht werden, auch wenn dadurch Lebensgefahr für denjenigen Muslim besteht. Dieses Thema stimmt mit dem 5. Paragraphen der Menschenrechte überein, welches die Freiheit und die Sicherheit der Menschen gewährt.

Im Koran wird das Recht auf höchsten Niveau gefordert und eingehalten, auch wenn der einzelne oder seine Eltern dadurch Nachteile einstecken müssen, ist es Pflicht das Rechte zu sprechen und gerecht zu handeln. (4/135). Die Betonung im Koran das Recht penibel einzuhalten stimmt wiederum mit dem 6. Paragraphen des EMRK überein, doch gibt es noch weitere Verse außer dieses, welche sich mit diesem Artikel decken. (Siehe Koran 84/158, 5/42, 7/29, 10/47, 49/9).

Der 9. Artikel der Abmachung besagt, das jede Person das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit hat. Der Islam gibt dem Menschen das Recht auf Gedanken und deren Aussprache. Es ist eine Religion, welche jedes Recht des Menschen in Schutz nimmt. Viele Verse im Koran, besagen diese Tatsache. Die Sure Bakara (die Kuh) Vers 256 besagt, das es keinen Zwang in der Religion gibt. In einem anderen Vers erinnert uns Allah daran, dass der Prophet des Islam kein Druck ausübender ist, sondern ein Ratgeber. (Siehe Koran 88/ 21-22).

Laut der islamischen Moral, welche auf den Koran basiert muss jeder Muslim in der Gesellschaft in der er lebt, offen für die Religions- und Gedankenfreiheit des anderen sein. Er muss den Lebensstil der anderen und ihre Gedanken respektieren. Solch ein Muslim möchte sogar, das Ideologien und ein Moralverständnis welcher mit dem Koran nicht übereinstimmt frei erzählt werden, damit er sie mit wissenschaftlichen Beweisen und mit der richtigen Ideologie beantworten kann. Es ist keine Erleichterung für einen Muslim, wenn Gedanken und Ideologien unter Druck gesetzt werden. Im Gegenteil erschwert es seine Mission, welche auf wissenschaftliche Belege basieren.

Der Koran ist nicht der Grund, warum heute in den internationalen Medien, der Islam mit Terror Kunst- und Wissenschaftshass identifiziert wird. Sondern es sind die fanatischen Aussagen und manche falschen Quellen, welche als islamisch vorgeführt werden. Was man dagegen tun kann ist zu erzählen, das Freiheit, Toleranz, Recht auf Leben, Kunst und Wissenschaft ein Teil des Islams sind. Der Islam ist die pure Schönheit, die Erleichterung, der Frieden, die Liebe und die Demokratie. Der Islam gibt den Menschen umfangreiche Rechte und Freiheiten.

Das ist der Artikel von Herrn Adnan Oktar, welcher in der Zeitung Malaysian Insider veröffentlicht wurde.

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