Harun Yahya

Moderater Islam und das goldene Zeitalter



Ein intoleranter und perverser Glauben hat sich in der heutigen Zeit besonders weit verbreitet und wird im Allgemeinen als „Islam“ bezeichnet. Einige Kreise haben den Namen des Islam mit etwas gleichgesetzt, das in Wirklichkeit ein fanatischer Glaube ist und haben ihre Ängste in diese Richtung übertragen. Der Name „Islam“, ein monotheistischer Glaube, wird heute mit „Angst“ gleichgesetzt. Islamophobie verbreitet sich überall auf der Welt. Bis jetzt sind sich die Menschen noch nicht bewusst, dass ihre Ängste nichts mit dem Islam zu tun haben, sondern eben durch diese fanatischen Glauben begründet sind. Sie haben bis jetzt noch nicht erkannt, dass die Vertreter des Aberglaubens und der Bigotterie den Namen des Islam mit ihrem Schmutz besudelt haben und dieses überhaupt nicht der „wahre Islam“ ist. Weder die Abtrünnigen im Glauben, noch die Islamophoben haben erkannt, dass der Islam nichts mit einem lieblosen und gewalttätigen Glauben zutun hat. Die Radikalen im Islam haben der Welt gewaltigen Schaden zugefügt, aber den größten Schaden den Muslimen selbst.

Da verwundert es nicht, dass vor kurzer Zeit der Begriff des „moderaten Islams“ die Runde macht. Es wird so dargestellt, als gäbe es zwei Modelle des Islam, eines des Moderaten und Modernen und eines Rückständigen. Diejenigen Muslime die den gewalttätigen Islam ablehnen, werden als „moderate Muslime“ bezeichnet. Entgegengesetzte Stimmen des Islams haben den Vertretern des moderaten Islam ihre Zustimmung erteilt, betrachten sie aber in Bezug auf die Radikalen als schwach. Es geht sogar soweit, dass dieses als Reform des Islams beschrieben wird und ihre Vertreter als Reformatoren. Die Tatsache ist aber, dass bis jetzt noch niemand in der Lage war zu zeigen, dass dieses keine Reform sondern der richtige und wahre Islam ist.

Obwohl die Gegner des Islam den „Reformatoren“ zustimmen, werden sie in ihrem Glauben bestärkt, dass die Kraft der Radikalen aus Gewalt erwächst und diese eigentlich den Islam repräsentieren.

Muslime die sich dem Quran unterwerfen und Frieden predigen sind weder schwach, noch wollen sie den Islam abschwächen oder reformieren. Unser Ziel als friedliebende Muslime ist es, das Falsche, das seit Jahren unter dem Namen des Islam verbreitet wird, mit Wissen zu beseitigen. Dafür müssen die radikalen, unsinnigen und fanatischen Tendenzen mit unterstützenden Beweisen aus dem Quran widerlegt werden und nur so kann gezeigt werden, dass die Abtrünnigen sich auf alles berufen, aber ganz bestimmt nicht auf den wahren Islam. Es wird Zeit der Verleumdung des Islam durch die Radikalen ein Ende zu setzen.

Der Islam zur Zeit des Propheten und seiner Gefolgsleute hat nichts mit dem fanatischen Islam der heutigen Zeit zu tun, der in einem großen Teil der muslimischen Welt praktiziert wird. Diese beiden Glaubensvorstellungen sind komplett entgegengesetzt. Auf der einen Seite der teuflische Fanatismus, der von vielen muslimischen Gemeinschaften akzeptiert wird und sich vor allem auf Aberglauben und Unwissen gründet und auf der anderen Seite der des Propheten und seiner Gefolgsleute. Erstere entstand nach dem Ende dieser Ära.

 

Der Prophet und seine Gefolgsleute haben den Islam in seiner modernsten Form verbreitet

Der moderne Islam ist keine modernisierte Form des Islam, oder modernes Gedankengut das auf die heutige Zeit bezogen wird. Ebenfalls ist es keine versteckte Bewunderung für Intellektualismus, Kommunismus, verschiedene Formen degenerierter Kulturen, oder abergläubischer Philosophie, wie es viele Muslime meinen. Sie erkennen nicht die Überlegenheit und reine Natur des Islam und fühlen sich schwach, oder leiden unter anderen Komplexen.

Der moderne Islam ist wie nichts zuvor, und das erhabenste und überlegenste Konzept der Moderne. Nichts beschreibt diese Modernität besser als der Quran, das Wort Gottes. Nur ein Leben im Einklang mit, und ein tiefes Verständnis des Qurans führt zur dieser Erkenntnis.

 

Unser Prophet war der modernste Mensch

Der moderne Islam ist der Islam des Propheten und seiner Gefolgsleute. Der modernste Mensch war der Prophet, der den Quran auf die beste Weise verstand und anwendete. Selbstredend hat er das Konzept der Moderne in seinem soziokulturellen Umfeld und im Rahmen der technischen Möglichkeiten der damaligen Zeit angewandt. Diesen Lebensstil hat er seinen Gefolgsleuten vorgelebt und empfohlen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der falsche Umgang mit Frauen in der islamischen Welt. Während viele muslimische Männer ihre Frauen heute schlecht behandeln, ihnen alles verbieten was sie schöner macht, oder sie als minderwertig betrachten, hat der Prophet zu seiner Zeit etwas ganz anderes vorgelebt. Die Frauen zu seiner Zeit sahen nicht wie Männer aus, oder umgekehrt, vielmehr hat er den Frauen empfohlen sich zu schminken, ihre Haare zu machen und schöne Kleidung zu tragen. Diejenigen Frauen, die diesen Rat beherzigten, waren auf der Suche nach den besten Methoden der damaligen Zeit, um diesem Ideal genügen zu können. Heute sind andere Methoden Standard, aber der Grundgedanke ist derselbe. Man sollte immer nach dem Besten streben und keine Abstriche machen.

Würde der Prophet in unserer Zeit leben, wäre er das beste Beispiel eines modernen Mannes und religiöser Hingabe. Darunter ist aber nicht unser begrenzter Begriff von Modernität zu verstehen. Also nicht im Sinne, dass er die schönsten Designerklamotten trägt oder einen luxuriösen Lebensstil frönt. Die modernste Person zu sein bedeutet in diesem Zusammenhang nach dem besten zu streben, in allen Gebieten unseres Alltags, sei es Moralvorstellungen, Kultur, Intelligenz, Verhalten, Persönlichkeit, Ästhetik, Kunst, Hingabe und noch vieles mehr. Am wichtigsten ist hierbei noch, anderen ein Beispiel zu sein. Jemand zu dem man aufschaut, weil man ihn wirklich mag und nicht nur oberflächlich.

 

Die einzige Rettung der Welt liegt für die Menschen darin, den modernen Islam der Zeit der Gefolgsleute des Propheten zu leben

Es gibt keine andere Erlösung für die Welt, als den modernen Islam zu leben. Gott wird nicht zulassen, dass ein anderer Glaube oder ein anderes Gesellschaftsmodell auf der Welt regieren wird, als er für sie bestimmt hat.

Würde der wahre Islam in der heutigen Zeit vorherrschen, so Gott will, gäbe es auf der Welt weder Horror noch Leid. Die westliche Welt würde es mit einem makellosen Islam zu tun haben, der sich komplett von dem unterscheidet, was man sonst damit verbunden hat. In den islamischen Ländern gäbe es keine Probleme, Nöte oder Ängste mehr.

Vielmehr würden die westlichen Länder den islamischen Staaten gegenüber freundlich gesinnt sein und würden mit Ihnen befreundet sein wollen, der gegenwärtige Zustand der Feindschaft wäre vorbei. Der Westen würde sogar versuchen Bestandteil dieser Gemeinschaft zu werden, er würde erkennen, dass der Islam allen anderen Glaubensmodellen und Lebensmodellen bei weitem überlegen ist.

Wäre der Islam von der Falschheit der Jahrhunderte befreit und würde er in seiner reinsten Form gelehrt werden, hätte niemand ein Problem, damit zu Leben. So Gott will, werden die Menschen bald Zeuge dieses Wunders werden.

Ein Muslim der nach diesen Maßstäben lebt, würde Menschlichkeit und Gerechtigkeit über alles stellen. Er wäre den Menschen ein Beschützer und Freund und das nicht nur für Muslime, sondern auch für Christen, Juden, Angehörige anderer Glaubensrichtungen, Alewiten, Schiiten, Wahhabiten, ja sogar für Kommunisten und Atheisten. Er würde andere Länder hoch achten, Herkunft wäre ihm egal, da der Mensch im Mittelpunkt stünde. Alle Lebensstile und Meinungen könnten frei ausgelebt werden, ohne natürlich andere negativ zu beeinträchtigen. Die Welt sollte für ihn von Demokratie, Liebe und Wissenschaft beherrscht werden.

Die Muslime aller Welt werden gemeinsam eine islamische Union im Geiste der Brüderlichkeit und Gerechtigkeit gründen und alle Konflikte beilegen. Sie werden dafür arbeiten, der gesamten Menschheit Schutz zu bieten. Alles unter dem Schirm der islamischen Union.

 

Fanatismus ist eine schlimme Geißel des Westens

Weil sich die Muslime vom Islam - der auf dem Quran beruht - entfernt haben, brachte dies der islamischen Welt viel Finsternis und Leid. Aber auch der Westen hat unter dieser Entwicklung zu leiden. Die Radikalen haben den größten Anteil daran wie Muslime und Nicht-Muslime den Islam sehen und haben ein absolut falsches Verständnis der Religion. Sie sehen nicht die großen Segnungen und Gnaden Gottes darin.

Als eine Folge der Abwesenheit der wahren Religion leidet der Westen massiv. Schreckliche Ideologien wie der Darwinismus, Kommunismus und Faschismus haben die Welt fest im Griff. Nur der Glaube an Gott kann sich diesen kranken Ideologien in den Weg stellen. Qual und Leid haben den Westen heimgesucht und die Seelen der Menschen paralysiert.

Seitdem die Menschen ihren Glauben verloren haben, sind die Künste mehr oder weniger ausgestorben. In der Literatur, Malerei und Bildhauerei sind seit dem 18.Jhd. keine Fortschritte mehr gemacht worden. Die Anzahl der Menschen, die in der Lage sind solche Dinge zu schaffen, ist seit dem Mittelalter rückläufig. Wenn man sich die prächtigen Bauten dieser Zeit anschaut und diese mit unseren seelenlosen Betonblöcken vergleicht, wird das jedem klar.

 

So Gott will wird das goldene Zeitalter mit dem System des Mahdi zurückkehren

Die Welt steht am Abgrund. Das Einzige, das die Menschheit vor dem Abgrund bewahren kann, ist das System des Mahdi. Durch sein System wird der Glauben wiederhergestellt werden und wie zur Zeit des Propheten und seiner Gefolgsleute sein. Der Quran wird die Menschheit erleuchten und leiten.

Während seines Auftritts bei A9 TV hat Adnan Oktar das System des Mahdi in seinen groben Zügen beschrieben.

„Es wird wie zur Zeit des Propheten sein. Die Freude zu dieser Zeit, die Freiheit der Frauen, die Art des Humors, der Geist der Liebe und das Konzept der Kunst und Wissenschaft wird sich, so Gott will, auf der ganzen Welt verteilen.“

In einem Vers des Quran wird Bezug auf die Menschen genommen, die an der Verbreitung der Religion beteiligt sind.

Die Allerersten, die ersten der Auswanderer und der Helfer und jene, die ihnen auf die beste Art gefolgt sind - mit ihnen ist Allah wohl zufrieden und sie sind wohl zufrieden mit Ihm; und Er hat ihnen Gärten vorbereitet, durch welche Bäche fließen. Darin sollen sie verweilen auf ewig und immerdar. Das ist der gewaltige Gewinn. (Sura At-Tauba, Vers 100)

 

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