Harun Yahya

Klare Lösung gegen die europäische Migrantenkrise: Liebe


Am 28. August hat die Welt ihre Augen zu einem Menschendrama geöffnet, die die Gewissen leiden ließ. Dieses zuvor noch nie erlebte Ereignis war nahezu der Wendepunkt der Migrantenkriese, die seit einiger Zeit Europa beschäftigt hatte: Insgesamt 71 syrische Migranten, davon 59 Männer, 8 Frauen und 4 Kinder unter denen sich ein Mädchen befindet, das jünger als ein Jahr ist, wurde in Österreich auf der Autobahn tot in einem verlassenen LKW aufgefunden.

71 Personen, die ihr Zuhause, ihre Arbeit, ihre Bekannten, ihre Nachbarn, ihre Träume und ihre Hoffnungen hinter sich gelassen und sich aufs Weg gemacht haben...

All ihr Leid hat in einem LKW mit Kühler, der für den Transport von Hühnern verwendet wird, mit ihrem Tod geendet. An diese Mütter, Großväter, die Babys die neu zu gehen anfangen, welche wie jeder andere Mensch auch verdienen ehrenhaft und in Sicherheit zu leben, zu denken, lässt das Herz des Menschen schmerzen. Jedoch da die Kriege im Nahen Osten die Länder zertrümmern, hat dies diesen verzweifelten Menschen keine andere Wahl ausgelassen, als so eine gefährliche Reise anzutreten.

Nach diesem schrecklichen Ereignis hat die Krise, weil die europäischen Staatsmänner sich intensiv für die Angelegenheit interessiert haben, eine neue Wende angenommen. Deutschlands Primärministerin Angela Merkel, die bei der Konferenz in Wien eine Rede hielt, hat ausgedrückt, dass sie mit dieser schmerzhaften Nachricht zutiefst erschüttert ist und hat folgenden Kommentar abgegeben: „Dieses Ereignis erinnert uns daran, dass wir das Migrantenproblem in Europa schleunigst angehen und mit Solidarität schleunigst eine Lösung finden müssen.“

Jedoch hat die Angehensweise des Migrantenproblems mancher europäischen Regierungen bis jetzt allgemein gesehen ein nicht so schönes Portrait vor Augen gelegt. Während manche Regierungen es ablehnten, Migranten in ihrem Land aufzunehmen, haben andere die Vorschläge, die die Europäische Union vorführte um die Krise zu lösen, von Anfang an nicht akzeptiert.

Auf der anderen Seite waren die Anwendungen mancher Regierungen wortwörtlich „unmenschlich“: Die ungarische Polizei hat versucht die Migranten, die versucht haben, die Hindernisse zu überwinden und die europäischen Länder zu betreten, mit Tränengasbomben unter Kontrolle zu nehmen. Auf der Halbinsel Kos Griechenlands hat die Polizei die Migranten mit Feuerlöschgeräten angegriffen und sie mit Polizeiknüppel geschlagen. Ungefähr 2500 Migranten wurden 24 Stunden lang, ohne jegliche Nahrung oder Wasser – oder mit geringer Nahrung und Wasser – in einem Stadium gefangen gehalten. Die Sondereinsatzgruppen haben gegen die Mütter mit Kinder und alten Menschen Betäubungsgranaten verwendet, die wieder im Stadium darauf warteten, ihre Migrantenakten zu bekommen. Die Migrantenagentur der UNO hat die Haltung der griechischen Regierung gegenüber den Migranten als „absolut demütigend“ bewertet. Außerdem hat die menschliche Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen [Médecins Sans Frontières] bestätigt, dass die elementarisch, hygienischen Bedürfnisse der größten Mehrheit der Migranten nicht gedeckt werden und dass sie seitens der Polizei missbraucht werden. Diejenigen, die die Anwendungen der Regierungen kritisieren, waren nicht nur die menschlichen Hilfsorganisationen. Außenminister Frankreichs Fabius Laureant hat seine Stimme gegen die Politiken der östlichen Europaregierungen erhoben und hat vor allem Ungarn aufgrund seiner Migrantenpolitik, die als „Skandal“ gesehen werden kann, auf eine strenge Weise kritisiert. Laureant hat außerdem ausgesagt, dass Ungarn mit dem Bau eines Drahtnetzes an der Grenze Serbiens, um die Migranten daran zu hindern ohne Pass ins Schengen Gebiet übergehen zu können, wider den Werten der Europäischen Union gehandelt hat.

Das Einzige, was diese hilflosen Menschen erwarteten, die aus ihren Ländern fliehen mussten, denen der Krieg einen schweren Anschlag gemacht hat, war von diesen Ländern gut empfangen zu werden. Aber sie wurden seitens der Polizeibeamten der besagten Länder und der Grenzwächter ausgenutzt und schlecht behandelt. Die europäischen Länder sollten in Bezug auf die Migrantenkrise eine wichtige Wahrheit nicht vergessen:

Diese Welt ist für niemanden ein sicherer Hafen; wer auch immer oder wo auf der Welt er auch immer lebt, jeder kann in einem unerwarteten Moment eine schwere Situation begegnen. Gleich ob es aus natürlichen oder menschlichen Gründen hervorkommt, ein Unglück oder ein unerwarteter Unfall kann das Leben eines Menschen plötzlich auf den Kopf stellen. Wenn so eine schwierige Situation herrscht, kann die Person, die normalerweise im Zustand ist zu helfen, sich plötzlich im Zustand der hilfsbedürftigen Person vorfinden. Aus diesem Grund ist bei der Überwindung des Migrantenproblems, welchem heutzutage Europa hervorsteht, die „Seele der Solidarität“ einer der wichtigen Schlüsselwerte, was die Bundeskanzlerin Merkel angesprochen hat.

Mehr als die materielle und finanzielle Kraft wird die Kraft, die die Menschen und Nationen zur Hilfeleistung leiten wird, die Kraft der Liebe, der Barmherzigkeit, der Solidarität und Empathie sein. Liebe kennt keine Grenzen. Wenn es um die bedürftigen Menschen geht, ist keine Ausrede gegenüber der Empathie gültig.

Ein wenig Liebe, die wir gegenüber den anderen Menschen auf der Welt empfinden, wird ausreichend dafür sein, alle Krisen zu überwinden.

Artikel Adnan Oktars der auf Albanian Daily News veröffentlicht wurde:

http://albaniannews.com/index.php?idm=2701&mod=2

 

 

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