Harun Yahya

Lernt die PYD kennen


Die Kurden sind ein edles und wichtiges Volk im Mittleren Osten, die seit mehreren Jahren um ihre Existenz in den Ländern in denen sie verstreut leben kämpfen. Nach der Revolution des Iran und in der Zeit von Saddam Hussein im Irak, haben sie viel gelitten. In Syrien haben sie bis jetzt noch nicht einmal den Anspruch auf die Staatsangehörigkeit. Das kurdische Volk hat auch innerhalb der türkischen Republik unter schwierigen Voraussetzungen gelebt, mit der Unterdrückung der PKK zum einen und der grausamen Assimilation vom „Staat im Staate“ zum anderen. Während der „Staat im Staate“ die patriotischen Kurden zu Gewalt und Folter aussetzte, war die Mehrheit der ermordeten Menschen binnen 40 Jahre seitens der kommunistischen Terrororganisation PKK, die Kurden selber.

Dieses Volk, das seit mehreren Jahren leiden musste hat im Irak unter der Führung vom Staatshauptmann Mesud Barzani Luft holen können und in der Türkei erlangten sie auch ein Wohlbefinden, nach dem der Staat im Staate von der Türkei außer Kraft gesetzt wurde. Dabei hat die Terrororganisation PKK im Rahmen des vereinbarten „Friedensprozesses“, den von ihnen ausgeübten Terror in den Bergen scheinheilig still gelegt. Doch insgeheim trieben sie ihr Unwesen in den Städten mit dem Decknamen „KCK Organisation“weiter. Sie haben sich zu einem illegalen Staat aufgebaut, mit eigenem Grundgesetz, Justiz und Streifensystem. Diese Bedrohung gegenüber der Türkei könnte auch das Thema eines anderen Beitrages sein. In diesem Zusammenhang wäre es richtig die Lage der syrischen Kurden zu analysieren. Weil das Staatssystem, welches versucht wird in der Türkei aufgebaut zu werden, in Syrien schon seit langer Zeit ausgeübt wird.

Nach den schweren Eingriffen der türkischen Armee in den 90´er Jahren, waren die Anhänger und Führer der Terrororganisation PKK gezwungen nach Syrien zu flüchten. Durch die Pression der türkischen Republik im Jahre 1999 wurde Syrien verpflichtet den Anführer der Terrororganisation PKK Öcalan, der für die Ermordung von 40.000 türkischen Soldaten und 18.000 internen Vollstreckungen verantwortlich ist, aus Syrien auszuliefern. Die Organisation wurde dem syrischen Geheimdienst El-Muhaberat ausgeliefert, einige der Terroristen flohen nach Nord-Irak auf die Kandil- Berge, wo sich jetzt die Zentrale der PKK befindet. Der andere Teil der in Syrien blieb organisierte sich im Baas Regime. Die PKK die im Jahre 2003 ihren Namen zur „Demokratische-Solidaritäts-Partei“ (kurz PYD) veränderte, ist immer noch die Organisation von Abdullah Öcalan, die PKK. Die Organisation gab die Anführerschaft Abdullah Öcalans an und als Gesetzesgrundlage nannten sie die „Kongra-Gel“. (Kongra-Gel ist ein anderer Name der PKK den sie sich gaben, nach dem seitens der vereinigten Staaten und der EU in die Terrorliste eingetragen wurden.)

Salih Müslim ist der „Co-Vorsitzender“ der PYD, der auch oft am gleichen Tisch mit Öcalan zusammen aß und bei seinen Reden stets die Poster Abdullah Öcalan´s ausrollt. Der zweite Vorsitzende der PYD ist Asya Abdullah, die in Mitten der PKK in Kandil lebt und ihre Befehle von den Anführern dort dirigiert bekommt. Die Waffenmacht der PYD ist die YPG.

Das kurdische Volk in Syrien lebt im Gegensatz zu den Kurden im Irak unter der Kontrolle einer Terrororganisation, die es bestrebt eine proletarische Diktatur aufzubauen, welche auf Lenins Ideologie basiert. Die Crisis Group ist ein berühmtes Meinungsinstitut, die in ihrem letzten veröffentlichten Bericht offen legte, dass die PYD gläubige Kurden auf grausamer Art und Weise foltern und auch nicht an ihre eigene Ideologie glauben.

Die Milizen der PYD die in Kobane und Cezire die Kontrolle haben, werden in dem Bericht der Menschenrechtsorganisationen aus dem Jahre 2014 in über 108 Seiten für willkürliche Festnahmen, Verletzung der Grundrechte, unaufgeklärte Morde und Entführungen in Verantwortung gezogen. Gefangene werden ohne Haftbefehl festgehalten. Grundrechte wie zum Beispiel einen Anwalt in Erwägung zu ziehen werden verhindert. Unschuldige gequält und dem Gericht nicht vorgestellt und jeder Opponent wird zum schweigen gebracht. Die ungelösten Morde in der Untersuchungshaft sind auch nicht zu unterschätzen. Im Bezug auf den Bericht wird ganz offen dargelegt, dass die PYD ein Teil der in der Türkei hantierenden Terrororganisation PKK sei und es wird exponiert das diese Art von Praxis zur Besorgnis aufregt.

Die Beobachtungen der westlichen Journalisten sind auch sehr Interessant: Jamie Dettmer von der Daily Beast, bezeichnete die Führer des kurdischen Gebietes in Syrien „die tyrannische PYD, eine Zweigstelle der PKK in Syrien“ und bewertete sie wie folgt:

„Die Kurden in Kobane sind beim kritisieren der PYD sehr vorsichtig, sie fürchten sich vor Vergeltung, keiner von den Kritikern dieser Organisation wollten ihren Familiennamen Preis geben. Die Partei (PYD) macht den Opponenten das Leben sehr schwer“.

Die Mehrheit der Kämpfer in Kobane sind keine syrischen Kurden, sie sind Mitglieder der PKK die von der USA und der EU als terroristische Gruppe bewertet werden. Die Generäle, welche von den westlichen Medien interviewt wurden, die auch die Schießbefehle in Kobane erteilt haben und während der Belagerung die Rolle der Frauenkämpfer demonstrierten, sind keine regionale Leader oder des gleichen. Sie werden von den Einheimischen als die Kandil Kurden bezeichnet. Kandil ist ein Gebirgsgebiet und der Unterschlupf der PKK, wo sich ihr Lager für Wehrübungen befindet. Dieses Gebiet erstreckt sich 30 km in die Türkei.

Eine ähnliche Situation fand auch in den letzten Wochen im Bezirk Tel Abyad statt. Jomah Ahmed, ein türkmenischer Einheimischer berichtet, dass die YPG zu ihnen kam ihre Häuser und Eigentum kaperten, ihre persönliche Unterlagen vernichteten und behaupteten, dass dieser Bezirk ihnen gehöre. Ahmed sagte noch folgendes dazu: „Sie haben uns gezwungen unsere Dörfer zu verlassen und nannten dieses Gebiet Rojaya “.

Von diesem Punkt aus gesehen ist es wohl richtig sich an die Worte des Anführers der kurdisch Islamischen Front Abu Abdullah zu erinnern, er sagte „aus den Kerkern von Assad sind wir herausgekommen und in die Kerker der PYD reingegangen“. Und wir erinnern nochmals, dass die ersten Flüchtlinge nicht vor dem Assad Regime flohen, sondern wegen der Unterdrückung der PYD.

Die Unterstützung des Assad Regimes durch die PYD, ist ein anderes Thema. In der Anklage und im fortlaufenden Prozesses gegen die KCK in der Türkei, erwähnt Öcalan in seinem durch seine Rechtsanwälte übermittelten Brief an Basar Assad, dass die Terrororganisation ihn unterstützen werde, wenn er seiner Organisation im Norden Führungsberechtigungen erteile.

Wir wollen ausdrücklich klar stellen, dass wir keine Einwende haben, das in Syrien oder in Irak ein kurdischer Staat gegründet wird. Ganz im Gegenteil ist es unser Wunsch, dass Herr Barzani von der türkischen Republik noch mehr Unterstützung und Schutz bekommt, damit seine Region gestärkt wird. Das Herr Barzani und unsere kurdischen Geschwister Israel unterstützen ist eine Geste was im ganzen Mittleren Osten herrschen sollte und was wir begrüßen. Die Türkei sollte dasselbe tun und ihre Allianz mit Israel verstärken.

Doch die Unterstützung der PYD/YPG in Syrien ist ein risikoreiches Thema. Die PKK ist eine Organisation, die seit 40 Jahren versucht im Südosten der Türkei ein kommunistisches Nordkorea aufzubauen. Sie nutzen die Unruhen in Syrien aus, um über die PYD, welche nicht auf der Terrorliste der USA und der EU steht ihre Absichten zu verwirklichen.

Die genannten Organisationen hinterlassen den Eindruck auf der Seite der USA zu stehen, aber in Wirklichkeit hassen sie imperialistisch ausgeprägte Länder, wie die USA oder Israel. (In der Gründungsmanifestation der PKK, ist die Vernichtung der imperialistischen Länder eine Voraussetzung). Außerdem bekommen sie weltweite Unterstützung von den anderen kommunistischen Ländern, Gruppen und Parteien. Der Grund warum das Baas Regime ihnen Unterstützung leistet, ist auch darauf zurückzuführen. Daher wird versucht eine unter der Kontrolle der PKK und durch die Unterstützung der USA gegründeter, kommunistischer kurdischer Staat aufzubauen. Insbesondere von einer strategischen Geographie ausgesehen, wie es die Türkei bietet wird dieser Staat angefangen vom Mittelosten und den Kurden, bis Kaukasien, Europa ein Alptraum für ganze Welt werden.

Daher ist es erforderlich einen klaren Unterschied zu erwähnen. Die Kurden sind edel, ehrenvoll unsere Freunde und Geschwister. PKK/ YPG/ PYD sind Terrororganisationen, welche den kurdischen Nationalsozialismus ausnützen, um ihren Wunsch von einem kommunistischen, gewalttätigen Staat zu verwirklichen. Bei der Situation´s Bewertung Syriens ist es erforderlich diesen Unterschied in Betracht zu ziehen.

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Dieser Beitrag von Herrn Adnan Oktar wurde in der Jerusalem Post veröffentlicht.

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