Harun Yahya

Griechenland sollte nicht das eigene Ende vorbereiten


Unser westlicher Nachbar Griechenland hatte vor kurzem verfrühte Wahlen. Wie bekannt, siegte die linksextremistische Koalition SYRIZA. Ihr Leader Alexis Tsipras weigerte sich bei der Kabinettsgründung auf die Bibel zu schwören, obwohl die griechischen Gesetze das so vorsehen. Mit dieser symbolischen Geste signalisierte Tsipras die Erste Message an die christlichen Bürger in seinem Land. Von nun an ist ein kommunistisches Regime an der Regierungsspitze und deshalb haben religiöse und heilige Werte kein Platz mehr in der Tagesordnung der Regierung, auch wenn es nur symbolisch ist.

Tsipras: Ein Name der sich mit dem Kommunismus identifiziert hat

Man weiß dass Alexis Tsipras sich seit seiner Jugend mit der marxistischen Ideologie identifizierte. In seinen Universitätsjahren war Tsipras Mitglied der kommunistischen Partei. In den 90´er Jahren nahm er Teil an marxistischen Schülerbewegungen und war aktiv in radikalen linksextremistischen Organisationen.

Später wurde er als Leader für SYRIZA gewählt. Diese radikale Linkspartei hatte bei den Wahlen 2009 eine Quote von 4, 6 % erreicht und daher nahm sie keiner ernst, denn neben der Partei wie PASOK die eine Quote von 44 % erreichte, war das nicht nennenswert. Das traumatisierte griechische Volk, welches sich in letzter Zeit mit politischen und wirtschaftlichen Krisen und Putschen auseinandersetzen musste, hat eigenhändig eine Partei an die Regierungsspitze gewählt, welche sie bis vor kurzem noch nicht einmal beachtete. Die kommunistische Partei SYRIZA und ihr atheistischer Kanzler Tsipras, haben bei dem griechisch orthodoxen Volk eine Stimmenquote von 36, 3 % erreicht und somit wurden sie Wahlsieger.

SYRIZA besteht aus mehreren linksradikalen Parteien, die sich in dieser Partei zusammen gefunden haben. Deshalb gibt es in dieser Partei Marxisten, Leninisten, Maoisten, Trotzkisten und viele andere kommunistische Gruppen.

Natürlich setzt sich das Kabinett aus kommunistischen Mitarbeitern zusammen, wie zum Beispiel der Außenminister Nikos Kotzias, der berühmt ist für seine stalinistische Vergangenheit.

Eine Erregungswelle übernahm die Kommunisten

Das eine radikale Linkspartei nun ein Land wie Griechenland regiert, hat die europäischen wie auch die internationalen Kommunisten in Erregung versetzt. Spanische, italienische, französische und deutsche Kommunisten haben die Wahlen in Griechenland gespannt verfolgt. Vertreter der deutschen Linkspartei DIE LINKE machten folgende Aussage: „Wir werden Europa verändern und fangen bei Griechenland an“.

Verschiedene Linkskoalitionen und Parteien in Europa, sehen in der SYRIZA Partei das Erfolgsgeheimnis, welche sie sich als Vorbild nehmen. Ein Teil der Linksparteien haben rosarote Utopien entwickelt und meinen das SYRIZA die Türen in Europa für eine neue Wende geöffnet hat.

Auch Parteien wie die sozialistische HDP waren voller Aufregung und sagten, dass die Linken nun weltweit aufsteigen würden und das in den türkischen Wahlen im Juni Hoffnung bestünde, dass auch hier die Linken gewählt werden könnten. Zudem gratulierte der HDP Vorstand Selahattin Demirtas den atheistischen Tsipras per Twitter auf griechisch und auf türkisch und nannte ihn in seinen Tweets „Bruder“.

Dass die Linksfraktion sich große Hoffnungen von den griechischen Wahlen macht, obwohl dahinter eine andere Logik steckt, zeigt noch einmal die romantische Seite des Sozialismus.

Nicht die Linken Wähler haben die SYRIZA an die Regierungsspitze gebracht, sondern die Ausweglosen und die Reaktionäre

Die Geschehnisse in Griechenland beruhen sich auf die Wirtschaftskrise, auf die Armut, dem Entzug des Standards und die harten Sparmaßnahmen mit denen das Volk gekränkt wurde. Das Wahlergebnis war die Reaktion und die Ausweglosigkeit des Volkes gegenüber Europa und den griechischen Parteien, welche ihnen rosarote Versprechungen machten.

Nicht die linken Parolen der SYRIZIA waren es, die sie an die Regierungsspitze gebracht haben, sondern die Versprechungen denen sie nie nachgehen können. Wie zum Beispiel: „Kein enger schnallen des Gürtels mehr“, „endlose wirtschaftliche Hilfe für die Armen“, „Strom umsonst, Wohnungen umsonst, Lebensmittel umsonst, Medikamente umsonst“, „Arbeitsmöglichkeiten für alle“, „Mindestlohn von 750 €“, „Reichensteuer von 75 %“.

Es ist nur eine Frage des Moments, dass diese utopischen Versprechungen ein Krisenland wie Griechenland in noch größere Krisen und Katastrophen führen wird, wenn diese Versprechungen denn eingehalten werden.

Zu den Versprechungen von Tsipras kommt noch hinzu, dass er die „Troyka“ (nämlich die EU Kommission, die IMF und der europäischen Zentralbank) gedroht hat, die Schulden nicht zurück zu bezahlen. Des weiteren hat Tsipras im Wahlkampf absichtlich nationalistische Parolen benützt, um somit dem Volk, welches wegen den Krisen schwere Zeiten durchlebt haben zu gefallen.

Griechenland steht am Rande des Abgrunds

Griechenland hat weder eine richtige Industrie noch genügend Menschen die gerne arbeiten. Sein einziger Wettbewerb und Gewinnbringer war der Tourismus, welcher nach der Euroeinführung auch flaute. In den letzten 10 Jahren stieg die Arbeitslosigkeit und die Armut, es wurden Wirtschaftskrisen sowie auch soziale Katastrophen nacheinander erlebt.

Als würde das alles nicht reichen, hat das griechische Volk nun auch noch eine kommunistische atheistische Regierung gewählt, welche heilige Werte, Religion, Familienbunde und die Regierung ablehnen. Mit dieser Entscheidung hat sich leider Griechenland eigenhändig in noch größere Katastrophen katapultiert.

Kredit Organisationen bewerten Griechenlands Position als negativ. Vor allem Deutschland, doch auch die übrigen EU Länder sind über diese Situation besorgt.

Die unausgeglichene, instabile Politik der linksradikalen Regierung wird die Wirtschaft des Landes in kurzer Zeit ganz aus dem Ruder bringen und damit ist sicher das noch erbärmlichere Zeiten bevorstehen. Es ist nicht schwer zu verstehen, dass unter diesen Umständen die Linkskoalition in kürzester Zeit gestürzt oder selbst zurück treten wird.

Deshalb sollte das religiöse, liebevolle griechische Volk, welche Moralwerte sehr schätzen, diesen Weg umkehren solange noch Möglichkeit besteht. Stattdessen sollten sie unbedingt eine stabile Regierung mit Verstand wählen. Solch eine neue Regierung könnte mit der Türkei eine enge Freundschaft und Brüderlichkeit aufbauen, dass würde zu intensiven geschäftlichen Verbindungen, zur Aufhebung des gegenseitigen Visums und zur Öffnung der Grenzen führen. Diese notwendigen Vorkehrungen werden Griechenland wiederbeleben und stärken.

Ein starkes Griechenland und einen starke Türkei in dieser Region bedeutet, ein starkes Europa inschaAllah.

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Dieser Artikel gehört Herrn Adnan Oktar und wurde in der MBC Times veröffentlicht.

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