Harun Yahya

Kann die EU ein Beispiel für die islamische Welt darstellen


Istanbul - Die weltweit wirtschaftliche und soziologische Struktur ändert sich ständig und die Antriebskräfte der Gestaltung jeder Region sind verschieden. In manchen Zeiträumen sind es Naturkatastrophen oder neuendeckte Bodenschätze. Jedoch sind es meistens Änderungen der Handelswege und Gesetze, durch gemeinsame neu entworfener Pakete der wirtschaftlichen Integration der Länder, die zu einer Änderung führen.

Während Beispielsweise die Kombination von Dürre und Naturschätzen die Hauptursachen für die inneren Unruhen im Sudan sind, war die Integration von Kohle und Stahlhandel der Ausgangspunkt für die Gründung der Europäischen Union.

Es ist erstaunlich, dass die islamische Geografie führend mit dem Nahen Osten, die ihre Aufmerksamkeit der ganzen Welt mit ihren Naturschätzen auf sich zieht eine dynamische und produktive Geographie besitzt, es seit 100 Jahren versäumt hat eine EU ähnliche Integration zu gründen.

Der Wunsch gewisser Mächte die islamische Welt mit ihren Bodenschätzen noch mehr zu kontrollieren, haben sie ideologische und politische Aufruhen angefochten, um eine einheitliche Bewegung der islamischen Welt, vor allem die der arabischen Länder unterbinden zu können.

Mit unteranderem haben innere Konflikte der islamischen Länder diese Einheit verhindert.

Es ist leichter als angenommen alle Grenzen und Hindernisse, die eine Allianz der islamischen Welt verhindert, aufzuheben. Beispielsweise werden die Meisten, der Weltweit verkauften Unilever Produkte, in Marokko produziert. Allerdings findet die Lieferung der Ware nach Algerien über Frankreich statt. Der einzige Grund ist die Feindseligkeit zwischen den arabischen Ländern.

Wenn man die Grenzen der Nachbarländer für Personen und den Freihandel öffnen würden, wäre ein großer wirtschaftlicher Aufschwung möglich.

Wenn wir über Olivenöl reden, kommt uns sofort Italien in den Sinn. Jedoch haben die alten Olivenbäume im Mittelmeerraum und den arabischen Ländern die beste Qualität, hochwertiges Olivenöl zu produzieren. Die Auswertung dieser Kapazität ist abhängig von Investitionen in diesem Sektor. Auch wenn die Vereinigten Arabische Emirate in den letzten Jahren ein Unternehmen bezüglich der Olivenbäume in Tunesien gründeten, ist diese Investition nicht ausreichend.

Wenn Jordanien und Tunesien in Zusammenarbeit in die Olivenölproduktion, das als seltenes natürliches Reichtum zählt, investiert, hätten beide Länder die Kapazität den Welthandel zu vertreten. Wie wir alle wissen hat Jordanien trockene Becken und leidet an Wasserarmut.

Um das Wasserproblem zu lösen greift Jordanien zu extremen Maßnahmen, eigentlich könnte sie nur durch eine bessere Beziehung vom Durchfluss des Nils profitieren die auch Burundi, Ruanda, Tansania; Kenia; Äthiopien, Uganda, Demokratischen Republik Kongo die Nord- und Süd-Sudan mit Wasser versorgt. Jordanien bezieht fast seinen gesamten Bedarf an Getreide aus fernen Ländern, vor allem aus den USA. Jedoch könnte Jordanien ihr Getreide aus den Ländern des Nilbeckens einführen lassen und ein wechselseitiges Entwicklungsprogramm beginnen.

Außerdem könnte man das Wasser aus dem Litanfluss der auch die landwirtschaftlichen Flächen der Bekaa- Ebene bewässert, mit einer einfachen Technologie-Investition, noch besser nutzen.

Unsere Erde besteht aus 70% Wasserfläche. Nur 3 Prozent davon kann als Süßwasser genutzt werden.

Die Hindernisse für den freien Handel und den freien Verkehr zwischen den islamischen Ländern sollte aufgehoben werden. Es ist beschämend, dass die Menschen in dieser weiten Region, Pässe und einen Visum brauchen, um ihre Nachbarn zu besuchen.

Die Visumpflicht muss abgeschafft werden und es sollten Schritte eingeleitet werden, um im Nahen Osten ein Bündnis, mit dem Konzept der Europäischen Union, zugründen. Es ist gar nicht schwer mit neuen Regelungen und Konzepten neue dynamische Integrationsaktivitäten in Bewegung zu setzen.

Die Arabische Gesellschaft die nicht allzu große Fortschritte in Industrieller Sicht gemacht hat, wird auch das Pan- Arabischen abkommen nicht ausreichen um ihre Wirtschaftliche Probleme zu lösen.

Wenn die arabische Wirtschaft wachsen soll, müsse eine Solidarität mit den Gesellschaften wie Iran, der Türkei und Israel bestehen. Es ist nun an der Zeit einer Annäherung mit diesen Ländern von denen die arabischen Staaten sich wegen bisherigen politischen Konflikten sich abwandten.

Eine solche Annäherung wird die momentane politische und wirtschaftliche Struktur der arabischen Gesellschaft fördern und eine bessere und verlässlichere Rahmenbedingung für ausländische Investoren bieten. Eine Union die so ein breites Spektrum umfasst kann ein Handelsriese werden das selbst die EU in den Schatten stellen könnte.

Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt und all das hier beschriebene ist nur einen Schritt weit entfernt. Wenn der erforderliche Mut gezeigt wird und dieser erste Schritt unternommen wird, werden wir sehen, wie einfach es ist, dieses Ziel zu erreichen.
Der beste Weg um das hohe Potential des Nahen Ostens zu nutzen ist, dass vor allem muslimische Staaten traditionelle konfessionelle und historische Unterschiede beiseitelegen und bessere Beziehungen untereinander aufbauen.

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