Harun Yahya

Den Frieden mit Waffen zu bezwingen wird kein Erfolg bringen


Die NATO ist eine Machtgemeinschaft, welche samt dasselbe Ziel verfolgen mit dem Motto „Union für Frieden“. Dass Länder eine Union gründen mit solch einem Vorsatz ist ohne Zweifel sehr schön, doch die NATO möchte den Frieden mit Waffen bezwingen. Die NATO Mitglieder und deren militärische Gesamtausgaben, betragen mehr als 70% der weltweiten Ausgaben für Abwehrrüstung.

Vergangene Woche fand die NATO Konferenz in Wales statt. Doch in den Konferenzen danach, wurde die ISIS Bekämpfungsstrategie von Präsident Obama abgeändert. Das hat seine Gründe. Weder im Nahen Osten, noch in Europa und in den USA ist alles wie es ursprünglich war. Das dreckige Gesicht der Gewalt und der Bedrohung war im mittleren Osten noch nie so stark wie jetzt und hat den Westen auch noch nie so bedroht wie jetzt.

Die Ukraine ist ohne Zweifel momentan ein wichtiger Bestandteil der NATO Tagesordnung. Egal wie oft auch der Westen über die aktuellen Ereignisse in Russland sprach, wurde es nie als ein Kriegsgegner angesehen. Denn wenn man Russland als den kriegerischen Gegner bezeichnen würde, wäre es als ob man einen neuen „Kalten Krieg“ beginnen tätet. Denn weder der Westen noch Russland sind in Sachen Handel und Vertrag, wie in der Zeit des Kalten Krieges. Und solange es noch keine neuen Energiekorridore für den Westen gibt, ist er abhängig von Russland. Deshalb ist auch nicht das Ziel und die Absicht der NATO, die Ukraine mit ins Boot zu nehmen und dabei Russland alleine zu lassen, sondern mit Russland zu verhandeln.

So sehr ein Energiebündnis auch eher den Profit in den Vordergrund stellt, war es richtig Russland nicht zum Gegner zu machen. Das falsche an der Sache war, mit Russland durch Sanktionen zu verhandeln. Es war nicht richtig, erst den ehemaligen Verbündeten Russlands in Schutz zu nehmen um dann Russland politisch auszugrenzen, dann wiederum durch Sanktionen unter Druck zu setzen. Auch wenn die Handlungen Russlands gegenüber der Ukraine nicht richtig waren, sollte man nicht vergessen, dass der Westen, ob gewollt oder ungewollt, die Krise in der Ukraine verursachte.

Für Europa, aber vor allem für England ist das zweitwichtigste Thema der Tagesordnung, der Schritt Schottlands in Richtung Unabhängigkeit. Mit dem Referendum am 18. September, werden die Schotten ihre Entscheidung treffen. Der Grund warum die Schotten sich trennen wollen, ist das Erdöl, welches Schuld für weltweite Auseinandersetzungen ist und geographische Teilungen verursachte. Denn Schottland denkt dass das Erdöl, welches sie seit kurzem aus der Nordsee gewinnen, sie zu einem der reichsten Länder der Welt machen wird, wenn sie es denn alleine benützen.

Ohne Zweifel hat England, diese Sache in der NATO Versammlung thematisiert. David Cameron wies darauf hin, dass man die Autonomierechte Schottlands erweitern sollte. Und sagte weiter, dass das Vereinigte Königreich weltweit eines der erfolgreichsten Bündnisse in sozialen und politischen Angelegenheiten ist. Das stimmt. Doch wegen der Energiestrategie werden ganze Länder in kleine Regierungen zerstückelt, und das ist wiederum das größte Problem derzeit. Diese Problem kann man nur verhindern, wenn man eine Basis der Nächstenliebe gründet. Es ist vielleicht ein Bedürfnis und eine Notwendigkeit, welches von der Realpolitik noch nicht angewendet wurde.

Der letzte, aber der wichtigste Paragraph derzeit ist das Thema ISIS, welches für viele Länder unterschiedlich bewertet wird. Wenn man es aus der Sicht der Türkei analysiert, war das Ergebnis der NATO Versammlung eine Bestätigung dafür, dass kein Land die Türkei aus und vor lassen kann. Seit geraumer Zeit, herrschen zwischen der Türkei und der USA Meinungsverschiedenheiten, doch das neue Kabinett der neue Bundespräsident und die aktuellen Geschehnisse weltweit haben dafür gesorgt, dass die „neue Türkei“ sich dem Westen zuwendet. Nun gibt es anstatt den Meinungsverschiedenheiten, Gespräche mit Annäherungen. Die Türkei ist unabhängig und entwickelt sich rasch, deshalb bestimmt sie auch die Politik der Nachbarländer mit. Doch wenn es um eine internationale Gefahr geht, wird sie ihre Mitgliedschaft bei der NATO in den Vordergrund stellen. Das Modell „Gemeinschaftlich“, welches bei der NATO Versammlung des öfteren benannt wurde, ist für die Türkei wichtig. Diese „Gemeinschaft“ bedeutet aber nicht, dass die Türkei zu allem was die USA sagt zustimmt, sondern auch ihre eigenen Werte und Vorstellungen im Mittleren Osten und Russland verfolgt. Vielmehr geht es darum, in politischen Beziehungen und Entscheidungen eine gemeinsame Strategie zu entwickeln.

Die Türkei ist ein Verbündeter der westlichen Länder, doch genauso ist sie ein Verbündeter der asiatisch - pazifischen Länder. Dabei schaden derzeit die Aussagen von bestimmten Kommentatoren, welche meinen „Lasst uns vom Westen ganz abwenden und konzentrieren uns auf Asien.“ Der Mittlere Osten braucht als Vorbild eine demokratische, freiheitliche, aufgeklärte und moderne Türkei. Auch wenn der Ferne Osten sehr vornehme Menschen beheimatet und wichtige Werte verfolgt, sieht man die Auswirkungen des Kommunismus und die nicht endenden und überflüssigen Todesurteile, die immer mehr zunehmenden Vergewaltigungen in Indien, dazu noch die mafiosen und dunklen Gruppen, welche bestimmte Teile der Türkei beherrschen, ergeben all samt ein beunruhigendes Bild. Deshalb sollte die Türkei, ohne ihren Status als Vermittler zwischen Osten und Westen mit der USA gemeinsam nach Lösungen suchen. Das wäre das aller richtigste.

Doch an dieser Stelle ist es wichtig nochmal zu verdeutlichen, dass alle Lösungen nur mit Bildung zu erreichen sind. Die USA und die NATO Länder beharren auf die „Gewalt gegen Gewalt“ Politik, welches ihnen noch mehr Probleme bereiten wird. Die Basis der Gewalt und des Terrors, ist immer die „Ideologie“, egal mit welcher Begründung. Ohne zu zeigen, dass die Ideologie die falsche ist, wird jeder Schritt der zur Lösung beitragen soll, keine Wirkung haben. Bei der Lösung des Problems ISIS, spielt die Türkei eine wichtige geopolitische Rolle, sie muss in der NATO Allianz unbedingt für eine „ideologische Lösung“ aktiv sein.

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