Harun Yahya

MUHAMMAD'S VORBILDLICHES VERHALTEN ZU DEN BUCHRELIGIONEN


Für das Verhalten der Muslime gegenüber den Buchreligionen ist der Prophet Muhammad (s.a.w.s) das schönste Vorbild. Juden und Christen gegenüber benahm er sich stets höchst gerecht und barmherzig, denn er wollte zwischen den Anhängern der göttlichen Religionen und den Muslimen eine Atmosphäre der Liebe und Versöhnung schaffen. Während seiner Zeit und nach ihn wurden Verträge abgeschlossen und Garantien gegeben, die Christen und Juden erlaubten, ihre Religionen wunschgemäß zu praktizieren und als unabhängige Religionsgemeinschaften zu leben. Während der ersten Jahre nach der Entstehung des Islam flüchtete sich ein Teil der Muslime, die dem Druck der Mekkanischen Heiden ausgesetzt waren, auf Rat des Propheten zu dem christlichen König Nedschaschi nach Äthiopien. Die Gläubigen jedoch, die gemeinsam mit dem Propheten nach Medina auswanderten, entwickelten mit den in Medina lebenden Juden ein Modell des Zusammenlebens, das für alle späteren Generationen zum Vorbild wurde. Die Toleranz, die während der Ausbreitung des Islam den jüdischen und christlichen Gesellschaften Arabiens erwiesen wurde, ging als ein Beispiel für Toleranz und Gerechtigkeit der Muslime in die Geschichte ein.

Ein Beispiel hierfür ist der Vers, “Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift, es sei denn auf beste Art und Weise, außer mit jenen von ihnen, die unrecht handeln. Und sprecht: "Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde...” (Sure al-'Ankabut, 46) Nachdem Muhammad (s.a.w.s) in den Vertrag, den er mit dem Stamm des Christen Ibn b’ Harris b’ Ka’b abschloss, die Artikel einfügte: “Im Osten und im Westen stehen Religionen, Kirchen, Leben, Sitten und Eigentum von allen dort lebenden Christen unter dem Schutz von Allah, dem Propheten und allen Gläubigen. Keiner, der die christliche Religion lebt, darf gegen seinen Willen zum Islam gezwungen werden. Ist ein Christ von einem Mordfall oder einer Ungerechtigkeit betroffen, dann sind alle Muslime verpfichtet diesem zu helfen.”






Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) erlaubte den Juden, sich der Vereinbarung von Medina anzuschließen, die mit den Stämmen der Evs und Hazrec abgeschlossen wurde und schützte somit die Juden unter Muslimischer Herrschaft als religiöse Minderheit. Mit der Bestimmung “Die Beni Avf Juden formten zusammen mit den Gläubigen ein Volk. Die Juden haben ihre eigene Religion, die Muslime ihre eigene Religion” legte der Prophet die Basis der Toleranz, die die Muslime den Traditionen und dem Glauben der Juden erwiesen. Ohne Zweifel ist diese Toleranz, die Allah im Quran mitteilte, die schönste Manifestation der Bestimmung: "Euch euer Glaube und mir mein Glaube!” (Sure al-Kafirun, 6).

Als eine Notwendigkeit der Moral, die unser Herr befahl, beschränkte sich der Prophet nicht nur darauf, den Anhängern der Buchreligionen Verständnis und Barmherzigkeit entgegen zu bringen, sondern er lehrte darüber hinaus seine Gefährten, dass es erforderlich ist, die unter Islamischer Herrschaft lebenden Juden und Christen zu schützen. Die Urkunden, die der Prophet persönlich den Anhängern der Buchreligionen von Edruh, Makna, Hayber, Necran und Akabe übergab zeigen, dass die Muslime die Sicherheit und den Besitz der Anhänger der Buchreligionen garantierten und ihnen vollständige Freiheit des Glaubens und Gebets zusicherten. Interessant sind vor allem die Artikel, die sich in der Vereinbarung des Propheten mit den Necran befinden:

Leben, Besitz, Religionen, Waren, Familien, Kirchen und alles was die Necran besitzen und sich in deren Umgebung befindet, steht unter dem Schutz Allahs und Seines Propheten.

Kirche und Klöster bleiben in Besitz von Bischöfen und Mönchen und kein Geistlicher ist gezwungen, sein Leben als Geistlicher aufzugeben. Sie werden weder Belästigungen ausgesetzt noch erniedrigt und ihr Boden wird nicht von unserem Heer besetzt.

Jeder der Gerechtigkeit sucht, wird Gerechtigkeit finden, es wird keine Unterdrückung oder Tyrannei geben.

Daneben gibt es Berichte darüber, dass der Prophet Muhammad (s.a.w.s) an den Hochzeitsessen der Anhänger der Buchreligionen teilnahm, deren Kranke besuchte und diesen Geschenke zukommen ließ. Es wird sogar gesagt, dass der Prophet Muhammad (s.a.w.s) seinen Mantel ausbreitete, als die Necran Christen zu Besuch kamen und sie einlud, darauf zu sitzen. Auch nach dem Tod des Propheten stützte sich die Moral der Muslime gegenüber den Buchreligionen auf die Toleranz, die der Prophet Muhammad (s.a.w.s) Zeit seines Lebens anderen Gesellschaften gegenüber an den Tag gelegt hat.

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