Harun Yahya

GLAUBE AN HIMMEL UND HÖLLE IN DEN BUCHRELIGIONEN


Die Propheten, die die von Allah gesandte rechte Religion verkündeten, überbrachten den Menschen die frohe Botschaft von den Gottesgaben des Paradieses und warnten sie gleichzeitig vor den Qualen der Hölle. Diejenigen, die in ihrem weltlichen Leben Allahs Befehlen entsprechen und Tätigkeiten unternehmen, um Sein Wohlgefallen zu gewinnen, werden im Jenseits mit dem Paradies belohnt. Diejenigen jedoch, die zu Allahs Religion gerufen wurden und Ihn leugnen, obwohl sie den rechten Weg erkannten, diese erwarten endlose und schreckliche Qualen in der Hölle.

Der Quran berichtet davon folgendermaßen:



Wer aber glaubt und das Rechte tut, wahrlich, die führen Wir in Gärten ein, durcheilt von Bächen, darin zu verweilen auf ewig und immerdar. Das ist eine wahre Verheißung von Allah, und wessen Wort ist wahrhafter als Allahs? (Sure an-Nisa, 122)

Doch die Ungläubigen werden in Scharen zur Hölle getrieben, bis, wenn sie dorthin gelangt sind, ihre Tore geöffnet werden und ihre Hüter zu ihnen sagen: "Kamen denn keine Gesandte aus euerer Mitte zu euch, die euch die Botschaft eueres Herrn vortrugen und euch vor der Begegnung mit diesem euerem Tag warnten?" Sie werden sagen: "Jawohl." Somit ist das Strafurteil gegen die Ungläubigen gerecht. (Sure az-Zumar, 71)


Die Gläubigen, die ihr Leben lang den Befehlen Allahs entsprechen und sich um den Wohlgefallen Allahs bemühen, die werden mit Allahs Willen im Paradies mit den prunkvollsten Häusern, der ästhetischsten Kleidung, dem schönsten Schmuck, den besten Speisen und den appettitlichsten Getränken belohnt und werden mit geliebten Menschen und engen Freunden ein endloses Leben in Ruhe und Sicherheit führen. Diejenigen jedoch, die sich gegen Allah auflehnen, Der sie erschaffen hat und ihnen zahlose Gaben zukommen liess und die sich undankbar erweisen, haben eine große Schuld auf sich geladen und verdienen deshalb die Strafe der Hölle. Im Quran wird mitgeteilt, dass die Qualen der Hölle mit keiner irdischen Qual verglichen werden können und dass es eine sehr große, schmerzhafte und heftige Qual ist. Die dauerhafte und keine Erleichterung gewährende körperliche und geistige Strafe der Hölle, das enge, dunkle und rauchige Umfeld, ekelhafte Speisen und Getränke, Schmerzenslaute, brennende Hitze, Ketten, eiserne Peitschen, kochendes Wasser und andere Strafen sind in den Versen ausführlich dargestellt. Im Quran wird auch davon berichtet, dass die in der Hölle Befindlichen, die Gemeinheiten und Niederträchtigkeiten begingen, ihre Schuld eingestehen, Reue empfinden, auf die Welt zurückkehren und tot sein wollen. Die in der Hölle Befindlichen werden um Hilfe flehen, aber es wird ihnen nicht geholfen werden, sie werden Linderung ihrer Qualen wünschen, aber niemand wird ihrem Wunsch entsprechen.






 

Die Tatsachen, dass die Guten vor Allah nicht mit den Bösen zusammen sein werden und dass jeder einzelne die Quittung für sein Tun erhält, sind auch in Thora und Bibel erwähnt. Die Unterscheidung von Guten und Bösen wird in der Bibel anhand des folgenden Beispiels erklärt:



Abermals ist gleich das Himmelreich einem Netze, das ins Meer geworfen ist, womit man allerlei Gattung fängt. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und lesen die guten in ein Gefäß zusammen; aber die faulen werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappen sein. (Matthäus, 13/47-50)


In der Bibel erhalten die Rechten "das ewige Leben" (Matthäus, 25/46); die Schlechten werden zusammen mit den Teufel "in das ewige Feuer" (Matthäus, 25/41) und "in die ewige Pein" (Matthäus, 25/46) geschickt. Erläuterungen wie "Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?" (Matthäus, 23/33) und "Fürchtet euch vor Dem, Der, nachdem Er getötet hat, auch Macht hat, zu werfen in die Hölle." (Lukas, 12/5) erinnern an die Qualen der Hölle. Höllenqualen, Ausweglosigkeit und Reue werden in der Bibel folgendermaßen bildlich dargestellt:

Es begab sich aber, daß der Arme (Lazarus) starb... Der Reiche aber starb auch und ward begraben... „Erbarme dich mein und sende Lazarus, daß er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme.“ Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeinigt. Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, daß die wollten von hinnen hinabfahren zu euch, könnten nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüberfahren. (Lukas, 22/31)

In der Thora dagegen wird ausgedrückt, dass denjenigen, die Gutes tun, Gutes widerfährt, diejenigen aber, die Schlechtes tun, mit Schlechtem bestraft werden:

Predigt von den Gerechten, daß sie es gut haben; denn sie werden die Frucht ihrer Werke essen. Weh aber den Gottlosen! Denn sie haben es übel, und es wird ihnen vergolten werden, wie sie es verdienen. (Jesaja, 3/10-11)

Die Sünder zu Zion sind erschrocken, Zittern ist die Heuchler angekommen und sie sprechen: Wer ist unter uns, der bei einem verzehrenden Feuer wohnen möge? Wer ist unter uns, der bei der ewigen Glut wohne? (Jesaja, 33/14)

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