Harun Yahya

Welche Möglichkeiten hat Russland, um das Problem in Syrien zu lösen?


Welche Möglichkeiten hat Russland, um das Problem in Syrien zu lösen?

Die wichtige Rolle Russlands für die humanitäre Krise in Syrien

Von Harun Yahya





 

Die Beziehung Russlands mit Syrien begann in der Zeit der Sowjetunion und geht zurück auf das Jahr 1946. Seitdem haben die Ereignisse im Nahen Osten beide Länder immer näher zusammengebracht und die Arabische Republik Syrien hat sich zum Russlands wichtigster Partner im Nahen Osten gemacht. Während Russland in Syrien Militärstützpunkte gründete, hat es ebenfalls seit den 1980er Jahren fast alle militärische und wirtschaftliche Bedürfnisse Syriens erfüllt. Dies führte zu einer traditionellen Nähe zwischen den beiden Ländern, die heute noch besteht.

 

Verschiedene andere Details bilden auch die Herangehensweise Russlands an die heutige syrische Krise. Wie für alle Länder der Region ist die Existenz radikaler Gruppen in der Opposition auch für Russland eine Bedrohung. Russland verteidigt heute noch die Unterstützung der Assad-Regime, aufgrund die Wahrscheinlichkeit einer blutigen Konflikt in einer Post-Assad-Syrien zu verhindern. Inzwischen zeigt die aktuellste amtliche Ablehnung Russlands, die Behandlung der Menschen durch das Assad-Regime, ihre tiefe Besorgnis über die Entfaltung des menschlichen Leids in Syrien. Trotz der politischen Unterstützung Russlands in Syrien, steht es fest, dass Russland nicht an der Seite der Assad-Regierung steht, sondern nur die Gewalt im Land beenden und jegliche externe Eingriffe verhindern möchte.

 

Die Uhr tickt gegen die Menschen in Syrien. In den letzten drei Jahren haben rund 120.000 Menschen ihr Leben im syrischen Bürgerkrieg verloren. Nach den Vereinten Nationen sterben schätzungsweise monatlich 5000 Syrer. Im letzten Monat haben Assads Truppen ihre Luftangriffe verstärkt und nur letzte Woche sind in Aleppo mehr als 200 Menschen in vier Tagen gestorben, die Hälfte unter ihnen sind Kinder. Nach den Human Rights Watch war dies die "intensivste Bombardement der Regierung in Aleppo seit Beginn des Konflikts".

 

Ausgerüstet mit Armut und Hunger, brauchen die Menschen in Syrien dringend humanitäre Hilfe aller Art. Vor allem in den Gebieten, seitens der Opposition kontrolliert, in denen es unmöglich ist Nahrungsmittel zu finden, sind fünf Millionen unschuldige Menschen vom Hungertod bedroht. Zu dem fehlt seit über einem Jahr gesundes Trinkwasser, Kinder sind vor allem durch Epidemien bedroht. Insgesamt stehen 5,5 Millionen Kinder, 436000 sind davon unter dem Alter von 5 Jahren, vor dem Tod und versuchen unter schrecklichen Bedingungen zu überleben.

 

Obwohl solch ein erschreckendes Bild die Aufmerksamkeit der Welt auf Syrien lenkt und internationale Gemeinschaften bereit sind mögliche humanitäre Hilfe zu leisten, können diese leider nicht dem syrischen Volk eingereicht werden, insbesondere an die Bewohner in den Kontrollpunkten der Assad Kräfte, da solche Versuche der Hilfe von Regimekräfte vereitelt werden.

 

Russland kann als Hilfe-Vermittler für die Menschen in Syrien handeln

 

Russland kann internationale Hilfsorganisationen unterstützen, um humanitäre Hilfe für das syrische Volk zu liefern, die seitens Assad Regime verboten werden. Doch nun seit der aktuellen Ankündigung am 10. Dezember 2013 erlaubt Assad Hilfe an das syrische Volk über Luft, unter der Bedingung der Abwesenheit der Türkei, zu leisten. Da einige UN-Initiativen, die versucht haben über die Türkei Hilfe nach Syrien zu schicken, wurde dies durch das Assad Regime verhindert, nun ist Russland die beste Möglichkeit, das als Hilfe-Vermittler an das syrische Volk handeln kann.

 

Der russische Staat, der enge Beziehungen mit dem Assad Regime und Iran genießt, kann effektive Lösungen in der Frage der Öffnung eines humanitären Korridors bieten, das Senden der Hilfe in Flugzeuge oder die Aufhebung der Blockade der humanitären Hilfe erlauben lassen, auch wenn nur in einigen Gebieten.

 

Hilfe an das syrische Volk aus anderen Ländern, einschließlich der Türkei, unter der Aufsicht und Kontrolle der russischen Truppen zu überbringen, die Öffnung eines Korridors in den nicht erlaubten Regionen, auch unter russischer Aufsicht, ist zweifellos der effektivste Weg, um die Menschen mit dringendsten humanitären Bedürfnisse zu versorgen.

 

Mit Hilfe russischer Träger können leidende Menschen aus dem Land evakuiert werden. Da sich jeden vergangener Tag die Bedingungen verschlechtern, ist ein weiteres und dringendes Problem, die Menschen aus dem Land zu entfernen, vor allem aus den Bereichen unter schwerem Beschuss. Die Einbindung Russlands in diesem Prozess wird sicherlich die Räumung unschuldiger Zivilisten aus dem Land und die humanitäre Hilfe über die Türkei erleichtern. Dies ist auch eine Entlastung für Assad, der sich mit der Engagement der Türkei befasst.

 

Russland ist das einzige Land, das eine gleichmäßige Verteilung der humanitären Hilfe für Personen mit Wohnsitz in den von Assad-Truppen kontrollierten Bereichen leisten kann und auch für jene, die unter der Herrschaft der Opposition leiden.

 

Für den Fall, dass Russland eine solche Entscheidung trifft, wird es alle Arten von materielle und moralische Unterstützung der Weltöffentlichkeit erhalten.

 

Das Problem, das hier beschrieben wird, wurde nicht politisiert, um Einheiten der einen oder anderen Seite zu unterstützen, sondern für unschuldige Menschen und Kinder, die Hilfe benötigen. Traditionelle Strategien und persönliche Interessen müssen aufgehoben werden. Es ist unsere tiefste Hoffnung, dass Russland als führende Nation, die Empfindlichkeit aufweist, um erforderliche Initiativen zu ergreifen.

Harun Yahya

 

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