Harun Yahya

Herr Obama, Gewalt erzeugt mehr Gewalt


Herr Obama,  Gewalt erzeugt mehr Gewalt



Barack Obama, ein Name, der wie ein Strahl der Hoffnung in einer Zeit entstand, als die Falkenpolitik von US-Präsident George W. Bush den Planeten auf einem Pulverfass gelegt hatte, insbesondere im Nahen Osten, und die Welt war dabei in einem massiven wirtschaftlichen Zusammenbruch zu stürzen. Der Name wurde zu einem Symbol der Hoffnung. Es waren nicht nur die Amerikaner, sondern  viele Menschen auf der ganzen Welt sahen in ihm einen Mann, der die Kühnheit besaß, um die Welt aus der Krise zu schaffen.

Verständlich, jedoch war es eine harte Aufgabe die Zügel der einzigen Supermacht zu übernehmen und sich in einem erschreckenden Morast der Lügen und Betrug zu stürzen. Die Amerikaner sind müde von den Kriegen im Nahen Osten aufgewachsen. Abgesehen von der Verlust unschuldiger Leben in diesem Teil der Welt, sahen die Amerikaner ihre eigenen Kinder kämpfen und wie sie in einer weit entfernten Region unbekannt getötet wurden. Neben den Särgen, die nach Hause flogen, kamen Tausende von Kriegsveteranen mit schweren psychischen Erkrankungen; das Leiden eines durchschnittlichen Amerikaners wurden dadurch  mehr verstärkt.

In Obama sahen sie lediglich einen Führer, der einfach ohne weitere Verzögerung Nein zu Kriege sagen und seine Truppen aus der Region ziehen konnte. Vielleicht war dies einer der Gründe, die Obama geholfen haben, um an den Spitzenplatz zu gelangen.

Doch als Obama die Stelle übernahm, hatte sich der Nahe Osten bereits in einem Labyrinth von widerstreitenden Interessen gewandelt, wobei es leicht ist zu betreten, aber schwer ist einen Ausweg zu finden. Politische Beobachter wussten, dass riesige Anlagen wie Öl- und Waffenverträge, die Einrichtung von Militärbasen in der Region und der ruinöse Zustand des Irak und Afghanistans den US-Rückzug nicht leichter machen würden. Doch zog die Obama-Regierung die US-Truppen aus dem Irak. Die Folge des Rücktritts ist jedoch eine andere Debatte und der Autor will nicht abschweifen. Es wäre nicht übertrieben zu behaupten, dass so der sogenannte arabische Frühling nicht nur die Situation in der Region verschärft, auch hat sie die Probleme der USA verstärkt. Obwohl als einziger Supermacht Amerika beträchtliche Hebelwirkung in der Region genießt, entschied sie sich offenbar weg von dem Sumpf zu bleiben und nicht direkt einzugreifen, doch nur die Zeit wird zeigen, ob dieser Ansatz richtig ist oder nicht.

Länder wie Ägypten, Syrien, Libyen, Irak, Afghanistan, Jemen und Pakistan haben sich in Kesseln des Chaos verwandelt. Der Nahe Osten war noch nie wie im bisherigen Umfang polarisiert worden. Militante Truppen aus der Bush-Phase schmieden Allianzen und tauchten als starke Milizen bereit auf, um die Region zu verunstalten.

Viele in der Region schieben die Schuld auf die USA für den aktuellen Durcheinander. Anti-US-Gefühle haben einen solchen Ausmaß erreicht, dass wenn die Rede von Amerika ist, in den Köpfen vieler das Wort "Feind" kommt.

Die Aktivitäten der Al-Qaida im Irak sind fast immer mit der US-Invasion des Irak verknüpft. In Afghanistan und Pakistan ist eine Ansicht, dass tatsächlich die USA die Taliban unterstüzt. Drohnen-Angriffe, die unschuldige Menschen töteten, haben den populären Hass gegen Amerika erzeugt, nicht die Taliban.

Die Idee "Lasst uns unsere Truppen zurückziehen, um die Ausgaben zu minimieren und die Region mit Drohnen zu kontrollieren" in einem zunehmen turbulenten Nahen Osten, hat heute die Supermacht-Status der USA erschüttert.

Leider wiederholt Obama den Fehler seines engagierten Vorgängers. Er versuchte Gewalt mit Gewalt zu kontern. Obama und seiner Berater versagten das Verständnis der Psychologie des Radikalismus. Er (der Radikalismus) ernährt sich von Aggression und Gewalt. Er ist direkt proportional zu der Anzahl der Drohnen-Angriffe und zivilen Opfer.

Als mächtigster Führer der Welt erscheint Obama zweifellos als ein sinnvoller und vernünftiger Mensch. Er kann immer noch seine Rolle spielen, in dem er die Altlasten der Vergangenheit bereinigt. Damit er dies machen kann, muss er zunächst die Psychologie des Radikalismus und der Radikalen verstehen. Wie oben bereits erwähnt, lebt der Radikalismus von Gewalt und Hass. Die Religion, in diesem Fall der Islam, wird von einigen für weitere egoistische Interessen ausgenutzt. Leider gewinnen solche Ideen sehr schnell an Popularität und verdienen in kürzester Zeit eingefleischte Anhänger.

Religiöse Extremisten folgen schräge Interpretationen der heiligen Texte. Es wird gesagt: Es ist alles im Kopf. Statt dem Rückgriff auf Gewalt, muss man nach Maßnahmen greifen, um sie zu erziehen.  Im Falle von unserem Teil der Welt behaupten die Extremisten nach den Lehren des Islam zu leben. Nur liegen sie falsch dabei. Was auch immer sie tun, ist es im Gegensatz zu den Lehren des Islam. Der Islam ist eine Religion des Friedens und der Liebe und befürwortet Koexistenz.

Hass gegenüber anderen, die Wut und der Drang bequem zu töten, kann nicht mit dem Islam verknüpft werden. Die Ausbreitung der wahren Lehren des Islam ist die einzige Waffe, um diese Elemente zu besiegen. Wenn Obama den Frieden auf der Welt will, muss er sich offenbar von der Verlängerung der aktuellen Taktik "Angst und Schrecken" Phase scheuen. Die USA muss aufgeklärte Muslime, die an das wahre Wesen des Koran glauben, unterstützen, um ihre abgewichenen Brüder zu erziehen. Die muslimische Welt, insbesondere der Nahe Osten will auch extremistische Elemente loswerden. Alle Arten von extremistischen Tendenzen und Extremisten aller Religionen können durch eine umfassende Bildungspolitik bewältigt werden.

Es besteht keine Notwendigkeit sich für Arme zu häufen oder Errichtung von Basen in weit entfernten Gebieten. Eine umfassende Bildungspolitik mit Hilfe der aufgeklärten und vernünftigen Muslime und Menschen anderer Glaubensrichtungen können Wunder geschehen. Dies ist die einzige Option für Obama und der USA. Die Wahrnehmung dieses Appells kann die Welt zu einem besseren Ort machen.

 

Harun Yahya (Adnan Oktar)

Dieser Artikel wurde übersetzt: http://www.arabnews.com/news/513676

 

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