Harun Yahya

Die Todesstrafe: Gerechtfertigter oder Begründeter Mord?


 

Die Todesstrafe: Gerechtfertigter oder Begründeter Mord?

 

Es ist eigentlich sehr einfach, die Massen auf eine Idee zu kanalisieren. Wenn die sogenannte Idee vom Staat monopolisiert wird, sind die Propaganda-Materialien an der Hand und Bildung einseitig; in kurzer Zeit würde die Mehrheit des Landes nach Vorstellungen beeinflusst sein, die sie normalerweise nicht hätten und Dinge tun, die sie normalerweise nicht tun würden. 

Die Ursache dafür ist das Fehlen einer Ideologie. Die Massen ohne Ursache, Zweck und Ziel sind durch eine einseitige Bildung leichter zu beinflussen. In Russland oder auf den Straßen in Deutschland jubelten ein großer Teil der Menschen für die Straßen-Hinrichtungen und stellten sich die Frage "Was haben wir getan?" erst nachdem sie aus diesem Alptraum aufgewacht sind.

Was ist mit denen, die den gleichen Alptraum erleben, sind sie sich ihrer Stellung bewusst?

Der Hashtag, den ich vor kurzem zur Ablehnung der Hinrichtung von Abdul Quader Mollah startete, wurde in ein paar Stunden zum Trend-Topic auf der ganzen Welt.

Durch die Wirkung des sozialen Drucks wurde die Entscheidung zur Hinrichtung, die ohne ein Gerichtsverfahren oder Verteidigung gegeben wurde, am darauffolgenden Tag verschoben, um eine neue Anhörung vor Gericht zu erwirken. 

Während dieser Initiative gab es viele, die uns aus Bangladesch erreichten, um ihre Dankbarkeit auszudrücken. Allerdings gab es auch einige junge Leute im Alter zwischen 20, die sagten: "Versuchen sie uns nicht zu stoppen. Wir werden Mollah hinrichten.“

Solch ein junger Mensch, aber so begierig um einen Menschen zu töten. Wie hat er diese brutale Entscheidung getroffen? Wie war er sich so sicher, dass der Täter ein Verbrechen begangen hätte, lange bevor er geboren wurde?

Selbst wenn sie den Schuldigen gefunden haben, wie hat er sich mit der Hartnäckigkeit und Entschlossenheit ihn zu schlachten?

Dies ist das Ergebnis der Gesellschaften ohne ideal und fern vom Glauben und Gottesfurcht, die davon überzeugt sind, dass ein graues System in der Welt herrscht und Gewalt und Brutalität unvermeidlich sind. Sie gewöhnen sich daran zu glauben, dass das Leben keinen Wert und Zweck hat und dass sie mittels Gewalt und Wut alles tun müssen.

 Solche Gesellschaften sind in der Regel Länder der Dritten Welt, wo die Menschen auf den Straßen getötet werden, Massenhinrichtungen regieren und stillschweigend ohne Einrede überhaupt durchgeführt werden. Mit dem Einfluss ihrer dunklen Mentalität betrachten sie die Todesstrafe als eine Forderung der Gesellschaft oder des Gesetzes. Sie erkennen nicht einmal, dass sie tatsächlich ein Mord begehen.

Allerdings ist die Hinrichtung einer der größten Grausamkeiten, dass die Gesellschaften immer begegnen. Es ist nicht eine Strafe, die der Täter zu bereuen hat, um seine Wege zu ändern oder aus der Vergangenheit lernen zu könnnen; sobald eine Person Tod ist, gibt es für ihn keinen Weg aus der Vergangenheit zu lernen, zu bereuen oder seinen Weg zu ändern. Wenn das Ziel die Sicherheit der Gesellschaft ist, können die gleichen oder besseren Ergebnisse durch eine lebenslange Freiheitsstrafe oder Rehabilitation erreicht werden.

Aber die Hinrichtung ist eine andere Bezeichnung für Mord.

Die Gesellschaften versuchen mittels Hinrichtungen disipliniert zu sein, um mehr Gewalt  benutzen zu können. Sie glauben, dass sie all ihre Probleme durch das Töten lösen können. Die Brutalität, die durch die Verwandlung der Regierungen mit ihm kommt, akzeptiert die Todesstrafe immer als eine Lösung. Heute wenn wir die Länder ansehen, in denen die Todesstrafe offiziell ist, können wir über die Situation ein besseres Verständnis haben.

Die Worte wie Recht, Gerichts-und Urteilsspruch kann die Idee des Mordes nicht erweichen. Die Tatsache, dass die Entscheidung durch offizielle Behörden gemacht, durch Regierung genehmigt wurde und dass niemand etwas sagt, macht diese Barbarei nicht zu etwas anderem als Mord. Die Muslime müssen dieses brutale System, das vor allem in muslimischen Gemeinschaften dominiert, vermeiden, weil der Islam die Tötung offensiv verbietet.

Diejenigen, die versuchen, Beweise zu einer Brutalität wie die Hinrichtung aus dem Quran zu finden, liegen völlig falsch. In dem Vers über die Vergeltung im Quran offenbart Gott " Vergebung" als eine große Gnade (Sure 2:178, Quran). Gott befehlt Vergebung und Barmherzigkeit gegen das Böse.

Gott mag keine Unterdrücker. Die islamischen Gemeinden müssen gegen das Böse die Barmherzigkeit zeigen, die Unterdrücker erziehen und Solidarität und Einheit verschaffen, um zu unterdrückungsfreien beispielhaften Gesellschaften zu werden. Was einen Muslim ausmacht, ist die Gnade zu wählen und die Gegenpartei in der bestmöglichen Art und Weise mit dem Quran aufzuklären.

Die Todesurteile, die durch rechtwidrige Gerichtsurteile brutal und leise durchgeführt werden, sind jetzt eine große Schande seitens der islamischen Länder in der Welt. Da die moralischen Werte Lob Gottes nicht befolgt werden,bekamen die Gesellschaften zu Gemeinschaften der Wut als die Liebe. 

Wenn wir wollen, dass unser Jugend nicht für Mord jubelt, sondern mit Idealen voller Liebe und Hoffnung ist, wir müssen die Botschaft des Quran " Vergebung" und "Barmherzigkeit" mit ihnen kommunizieren. Wir müssen gläubige Gesellschaften aufziehen, nicht hasserfüllte. Wir müssen sie nicht dazu lehren, wie man jemanden tötet, sondern wie eine Blume aus der Erde kommend und zum Himmel steigt- um ihren Schöpfer erkennen zu können.

Wenn sie die Wunder sehen, werden sie Gott als ihren Schöpfer erkennen und die Liebe lernen; dann können sie kein Verbrechen begehen. Sie werden nicht  leicht für einen Mord anfeuern.

Harun Yahya (Adnan Oktar)

Dieser Artikel wurde übersetzt: http://www.thejakartapost.com/news/2013/12/27/death-penalty-justified-murder.html                                  

 

 

 

 

 

 

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