Harun Yahya

Dialog ist der einzige Weg nach Vorne


Dialog ist der einzige Weg nach Vorne

Nach dem das Berufungsgericht das Urteil "Das Wort Allah dürfen nur Muslime verwenden" bestätigte, verteidigte der Premierminister Njib Razak diese Entscheidung erneut.

Nicht-Muslime stellen in Malaysia rund 40% der Bevölkerung dar. In Anbetracht der Tatsache, dass auch in malaiischer Sprache verfassten Bibeln das Wort "Allah" verwendet wird, ist es ersichtlich, dass dieses Verbot zu vielfältigen Probleme führen wird. Neben dem sozialen Frieden und des Verständnisses gibt es in religiöser Hinsicht keine Logik, Jemandem zu verbieten, den Namen "Allah"  zu verwenden. Dass ein Nicht-Muslim durch die Verwendung des Namen „Allah“ sein Gebet und Gottesdienst errichtet, ist kein Grund zur Beunruhigung; im Gegenteil,für einen Muslim ist dies ein Grund zur Freude.

Während sich in Malayisa diese Verlaufe ereignen, geschehen im Iran noch interessante Vorgänge.Nach der Wahl des Ruhani werden wichtige Schritte in Richtung auf eine freie Iran getroffen. Einige dieser Schritte sind z.B die Abwendung von der Leugnung des Holocaust, die Veröffentlichung von angemessenen Nachrichten über Twitter durch Ruhani, während seines US-Besuches, das Telefongespräch zwischen Obama und Präsident Ruhani und dass Präsident Ruhani sein Gespräch bei UN durch Hervorhebung der gemeinsamen Werte in Thora, Bibel und Quran beendete.

Der Präsident Ruhani hat den Erzbischof Leo Boccardi in seinem Büro empfangen. Die Bedeutung des Fotos, das er nach dem Gespräch über Twitter veröffentlichte, war überaus wichtig. Präsident Ruhani sagte folgendes:

" Heute ist zwischen dem Islam und Christentum ein Dialog mehr denn je notwendig. Die meisten Konflikte beruhen auf eine Unwissenheit und Fremdheit. Iran und Vatikan haben gemeinsame Feinde wie Extremismus und Terrorismus und zur gemeinsamen Ziel den Armut und die Ungerechtigkeit zu beenden."

Die Worte des Präsidenten Ruhani sind eigentlich eine Wiederspiegelung der moralischen Werte des Islam. Nach dem Quran sind Christen wie Juden, Leute der Schrift und die Beziehungen der Muslime zu den Leuten der Schrift basiert auf Liebe und Toleranz. Dementsprechend sind Muslime und Leute der Schrift, die an den gleichen Gott und die Prophteten glauben und über gemeinsame moralische Werte verfügen, keine Widersprechenden oder Gegner, sondern Freunde. Die Ergebenheit der Leute der Schrift zum Propheten Jesus und Moses und ihre Loyalität gegenüber der Thora oder Bibel ist für Muslime eine Schönheit.

Ein weiteres wichtiges Thema in Bezug auf die Gestaltung von muslimischen Beziehungen zu den Leuten der Schrift  ist die Erlaubnis, das Essen der Leute der Schrift zu essen und mit ihnen zu heiraten. Dies sind warme menschliche Beziehungen und zeigen die Nähe der sozialen Beziehung zwischen beiden Religionen. Am selben Tisch sitzen, ein Leben lang zusammen verbringen, Kinder erziehen, sind schöne und angemessene Reaktionen des Islam für diejenigen, die versuchen, Diskrepanz und Konflikt  zu verursachen.

Es mag sein, dass in der Vergangenheit zwischen den drei Religionen verschiedene Konflikte und Meinungsverschiedenheiten gab. Allerdings entstanden diese nicht aus dem Wesen des Judentums, Christentums und Islam, sondern aus falschen Ideen und Meinungen seitens der Nationen, Gemeinschaften und Einzelpersonen und der Erwartungen von politischen und wirtschaftlichen Interesse. Ansonsten ist eines der gemeinsamen Ziele der drei göttlichen Religionen, dass alle Menschen in Frieden, Ruhe und Sicherheit leben und jede Meinung, die im Gegensatz zu diesem Zweck steht, ist nach allen drei Religionen falsch.

Die Verantwortlichkeit der aufrichtigen, gewissenhaften und verantwortungsbewussten Christen, Juden und Muslimen ist gegen das Böse und böse Menschen zusammen zu arbeiten. Diese Einheitlichkeit muss auf der Grundlage der Prinzipien von Liebe, Respekt, Zuneigung, Mitgefühl, Toleranz, Harmonie und Zusammenarbeit errichtet werden.

Dann lassen sie uns einig sein und zusammenarbeiten und all die Ursachen, die zu Konflikten und Kämpfen führen, beseitigen. Bemühen wir uns gemeinsam gegen die Bigotterie, die ein solches Bündnis verhindert. Lasst uns einander lieben und beobachten.

 

Dieser Artikel wurde übersetzt: http://www.malaysia-today.net/mtcolumns/guest-columnists/60350-dialogue-is-the-only-way-forward

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