Harun Yahya

Jeder kann „Allah“ sagen, nicht nur Muslime


Jeder kann „Allah“ sagen, nicht nur Muslime

Vor kurzem wurde in Malaysia, die Verwendung des Wortes "Allah",  für jemand anderen als Muslim, als Folge einer Entscheidung eines malaysischen Gerichts, verboten. Der Fall wurde geöffnet, als eine katholische Zeitung, The Herald, den Namen "Allah" benutzte.

Diese falsche Entscheidung wurde auf eine unlogisch und theologisch nicht akzeptable Begründung gestützt. "Jegliche, mögliche Verwirrungen verhindern, wenn Muslime den Namen „Allah“ von nicht-Muslime hören."

Auf der anderen Seite, obwohl malaysische Regierungsbeamte erklärt haben, diese Entscheidung betreffe nur die Herald Zeitung, ist es offensichtlich, dass diese Entscheidung sofort die Gesellschaft umfassen wird und es ist unverweigerlich, dass diesbezüglich eine Atmosphäre voller Unterdrückung gewährleistet wird.

Eine solche Entscheidung kann nicht akzeptiert und verteidigt werden, auch wenn es an eine Zeitung oder eine einzelne Person gerichtet war. Diese Entscheidung, die völlig gegen den Islam, die Religion des Friedens und der Brüderlichkeit ist, muss sofort aufgehoben werden. Es muss eine Meinungsfreiheit für Alle geben.

Im Anschluss dieser Entscheidung, werden die Aussagen von einigen extrem rechte muslimische Gruppen, wie "Die Christen müssen die Vorherrschaft des Islam akzeptieren oder zu einem anderen Land gehen", bewilligt und zeigt die Nähe des Gefahrs.

Diese falsche Einstellung, die wegen der Missachtung Gottes Gebote, wie "Kein Zwang im Glauben!" (2:256) im Koran gefallen wurde, muss sofort geändert werden. Freiheiten müssen gleichermaßen für Alle respektiert und umgesetzt werden. Muslime müssen sich zusammenschließen und gegen diejenigen widerstehen, die versuchen Hass gegen andere Religionen durch eine solche Anti-Friedensbewegung ausüben, und dürfen sich nicht durch solche Verbote irren lassen.

Um die Auswirkung und Folgen einer solchen Entscheidung besser zu verstehen, ist es nötig, einen Blick auf den Beginn dieses Prozesses zu werfen. Als die Zeitung im Jahre 2009 den Namen Allah verwendete, wurden die Massen durch radikal organisierte Kreise provoziert und in kürzester Zeit zum Anarchie geleitet.

Als Folge dieser Provokationen und Anregungen wurden gewalttätige Angriffe gegen Christen und den Kirchen organisiert, die durch den Islam verflucht werden und implizit verboten sind. Im Koran werden Orte, wie Klöster, Kirchen und Synagoge als Orte "in denen Allah´s Name häufig gedacht wird" (22:40) erwähnt. So ist es offensichtlich, dass diese fanatische Handlungen eine Verletzung der Befehle des Koran sind und sie sind nicht islamisch.

Darüber hinaus ist es ausdrücklich klar, die Unterstützung eines Verbots im Namen von Allah zu verteidigen, hat nichts mit dem Islam, noch dem Koran oder den internationalen Menschenrechte zu tun.

Dieses Verbot verschafft einen enormen Druck auf das tägliche Leben der Angehörigen aller anderen Religionen, insbesondere der Christen. Bedenkt man, dass 40 Prozent der malaysischen Bevölkerung keine Muslime sind, können wir deutlich erkennen, dass das Ausmaß zu einer negativen Stimmung im ganzen Land führen wird.

Wenn wir bedenken, dass das Wort Allah von allen Anwohnern in Malaysia seit über 600 Jahren verwendet wird und der Name Allah im Evangelium in Malaysia seit über 400 Jahren gedruckt wird, können wir die Sinnlosigkeit und Unanständigkeit dieses Verbots noch besser verstehen.

Der Name Allah wird von Christen auf der arabischen Halbinsel seit Jahrhunderten ausgepsrochen. Es gibt 12 Millionen Christen, die den Namen von Allah auf der arabischen Halbinsel aussprechen. Ebeneso können die Christen in Indonesien das Wort verwenden.

In dieser Hinsicht muss die malaysische Regierung diese Praktiken als ein Vorbild nehmen, um die Voraussetzung für eine Multi-Kulti- Gesellschaft innerhalb der Grenzen der Toleranz im Land, zu gewährleisten.

Andernfalls wird dieses Verbot dazu führen, dass einige radikale, lieblose, hasserfüllte Menschen dies nachahmen und praktizieren wollen. Diese Situation würde großes Unbehagen auf der ganzen Welt verursachen und einen tödlichen Schlag für die Freiheit des Glaubens, Meinung und der Anbetung setzen.

Während wir Muslime Menschen sind, die daran glauben, dass alle Propheten und heilige Bücher von einem Allah gesandt wurden und sie alle respektieren,  können wir eine Mentalität, die den Namen Allah anderen Religionsangehörigen verbietet, nicht akzeptieren.

Im Gegenteil ist die gemeinsame Verwendung der gleichen Namen ein Segen und Schönheit, die in der Regel gefordert werden müsste, und nicht verboten. Es ist etwas, was sich ein Muslim am meisten wünschen sollte; dass die Leute der Schrift (Juden und Christen) Gott mit dem Namen Allah rufen.

Der Koran selbst steht zu diesem Thema sehr klar, Allah stellt klar, was Muslime zu Christen und Juden sagen sollten. "Unser Gott und euer Gott ist ein und derselbe." (29:46)

Bediuzzaman Said Nursi, der größte islamische Gelehrte des 20. Jahrhunderts, hat in seinen Werken darauf hingewiesen, dass Muslime und Christen ihre Kräfte verbünden und zusammen gegen die Kräfte des Bösen widerstehen sollen. Sie sollen eine Allianz bilden. Heute ist es von größter Bedeutung, dass die Guten sich vereinen und zusammen gegen philosophische Strömungen, die Kriege, Terror, Anarchie, Zerstörung und Konflikt verursachen, einen intellektuellen Kampf führen.

Für Muslime ist Frieden wichtig, weil das Wort "Islam" kommt aus den arabischen Buchstaben "s-l-m", was Frieden bedeutet. Im Konzept des Friedens, gibt es die Liebe, das Verständnis, Mitgefühl, die Barmherzigkeit und so viel Freiheit wie möglich: Es ist die Freiheit des Glaubens, Lebens, Verhaltens, der Gedanken und Sprache, sogar für Atheisten.

Die Religion Islam unterstützt solche Freiheiten vollständig. Der Versuch, diese Religion der Liebe in eine ganz andere Dimension zu verwickeln, als eine Religion der Grausamkeit darstellen zu wollen, zu versuchen das Leben der Menschen durch Druck und Zwang zu erschweren, ist nicht akzeptabel und hat nichts mit dem Islam zu tun.

Es ist Jedermanns wesentliche Pflicht, das Leben der Menschen frei leben zu lassen, dem Hass keine Möglichkeit zu geben und nach der Liebe auf der ganzen Welt zu streben.

Unsere Welt wird verherrlicht, wenn Menschen verschiedener Religionen zusammen leben und Gutes tun und alle konkurrieren ein Vorbild der Liebe zu werden.

Harun Yahya

Dieser Artikel wurde übersetzt: http://www.thejakartapost.com/news/2013/10/25/anyone-can-say-allah-not-only-muslims.html

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