Harun Yahya

Die Konfrontation der Türkei mit der Realität : Europa


         Die Konfrontation der Türkei mit der Realität : Europa

Mit Ausnahmen kleiner Aktionen waren die Straßen von Istanbul in der vergangenen Woche recht ruhig. Die ,,bewegungslosen Männer'' wollten im stillen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Eine Protestaktion, die schon in der Vergangenheit angewandt wurde.
Diese kann selbstverständlich umgesetzt werden, aber glauben sie mir, ich habe keine Ahnung was ihre Forderungen waren. Einige von ihnen sagten, es sei für die Freiheit, einige nahmen teil, weil Freunde daran beteiligt waren. Einige wiederum, weil die Presse dort sei und einige protestierten gegen die Regierung.

Einige äußerten sich, als ob Taksim zu Dänemark gehöre: ,,Taksim ist unser, deswegen sind wir hier.'' In einem demokratischen Land hat Jeder das Recht alle Arten von gewaltfreien
Protesten auszuüben. Aber, wenn sie sich nicht sicher sind, was sie wollen und ohne sich auf einen Konsens zu einigen, bin ich mir nicht sicher wie erfolgreich man mit solchen Aktionen sein kann. Die ,,bewegungslosen Männer'' sind eigentlich nicht das Thema auf das ich hier eingehen möchte .

Nach wochenlangen harten Prüfungen der Türkei, ist nun eine Gegenüberstellung mit der Tatsache: Europa!

Die Menschen in Europa sind nett. Sie sind modern. Sie wissen die Kunst, die Ästhetik und die Freundlichkeit zu schätzen. Es gibt Aspekte an ihnen, die wir uns auch als Beispiel nehmen könnten. Hiermit möchte ich mehr manche europäische Regierungchefs, anstatt europäische Menschen, thematisieren. Während der Ereignisse in Taksim gab es auch Personen, die diese Lage mildern und beruhigen wollten, wie David Cameron, als auch Personen wie Angela Merkel, die diese Situation aufstocken wollten. Ziel vieler protestierender Menschen und solcher Regierungschefs wie Merkel war es, Ministerpräsident Erdogan zu belasten.

Ein Ministerpräsident, der die Türkei regelrecht wie eine Kolonie von Europa lebte, sein Land, in den letzten 10 Jahren der arabischen und der islamischen Welt zuwandte.
Ab dann nahm alles einen anderen Lauf. Die wirtschaftliche Lage und die auswärtigen Beziehungen änderten sich. Die Türkei befreite sich von der europäisch-wirtschaftlichen Abhängigkeit. Europa hatte sein befehlhaberisches Ansehen verloren.

Merkels Nähe zu Öcalan in den 90'ern, sowie ihre Position in der kommunistischen Organisation, wo Merkel zuständig für Agitation und Propaganda war, ist bekannt.

Was für ein einfacher Köder die schwache linke Türkei für linksgerichtete Führer wie Merkel doch war. Jedoch wurde die immer stärker werdende Türkei zu einem Problem.

Seit 50 Jahren wartet die Türkei auf eine Mitgliedschaft in die Europäische Union. Endlich, 2005 war der offizielle Antrag . Natürlich war dies ein großer Erfolg für die Regierung Erdogan's. Aber es wurden immer wieder Verhandlungen gemacht mit den Äußerungen: ,,Das werden wir noch einmal zu einem anderen Zeitpunkt besprechen.'' Und so wurde der Termin zu Verhandlungen einer Aufnahme, immer wieder mit einem anderen Vorwand verschoben.

Und wieder am 26. Juni 2013 haben Deutschland und die Niederlande ihr Veto eingelegt
und den Beitritt der Türkei an den Nagel gehangen.
Was denken sie was der Grund für eine erneute Verschiebung war?
Natürlich waren es die Taksim Ereignisse. Wie gerade rechtzeitig doch die Ereignisse stattgefunden haben, was für eine angemessene Ausrede dieses doch war.

Diese Worte haben wir seit Jahren von EU-Mitgliedsstaaten gehört ,,Die Türkei erfüllt nicht
die Kriterien für die Teilnahme in die EU.''  Die Kriterien... Eine interessante Aussage.
Lassen sie uns nach den offiziellen Kriterien der EU, einen Blick auf die Türkei werfen.

Die Türkei: Europa´s schnellst wachsende Wirtschaft, das Land, das weltweit nach China den zweit höchsten Wirtschaftswachstum hat. Unter 236 Ländern auf der ganzen Welt den 16. Platz und Europas sechst größte Volkswirtschaft einnimmt.
Aktives Mitglied der G-20. Gründungsmitglied der Nato. Mitglied der Vereinten -Nationen.
Abbau bürokratischer Hindernisse, Verbesserung des Steuersystem, unterstützt die Transfer der Profite. Ein Land, das für mehr als 50 Länder und 1/4 der Weltwirtschaft ein Bestandteil ist und den Zugang zu einem großen Markt bietet, der Weltweit ein führendes Investment Centrum ist. Hat keine IMF Schulden. Ein Land, das seine Gesetze nach europäischen Maßstäben erstellt und geändert hat.
Narürlich sollte das Thema ,,Menschenrechte '' immer wieder verfeinert werden.
Die Türkei ist im Vergleich zu Europa ziemlich gütig.
In England´s Gefängnissen befinden sich mehr Journalisten als in den Gefängnissen der Türkei.
Wenn man einen Blick auf die formalen Kriterien wirft, sieht man die Tatsache, dass der Stand der Türkei besser ist als viele zahlreiche kollabierende europäischen Länder.
Besonders im Vergleich zum EU-Mitglied Griechenland, wird ihre Haltung zweifellos erkennbar.

Und im Stillen sagen die inoffizielle Kriterien uns etwas anderes: ,,Die Türkei ist ein muslimisches Land!'' Und der EU-Beitritt für ein muslimisches Land ist unmöglich!
Die Taksim-Ereignisse sind nur eine Ausrede. Im Hinblick waren alle Initiativen im Bezug der boomenden Wirtschaft der Türkei ein notwendiges Maß für Europa.
Aber sie dachten niemals daran, weder die Türkei noch irgend ein anderes muslimisches
Land in die Vollmitgliedschaft zu nehmen.

Zu Recht hat Ministerpräsident Erdogan das Wort ,,Illoyal'' benutzt. Für die Führer dieser
angegebenen Nationen, die ihn in dieser schwierigen Zeit als ,,Inhuman'' bezeichneten.
Wenn eine Union die Nächstenliebe vergessen hat, und nur in eigenem Interesse vereint ist und so handelt. Wie könnte man unter diesen Voraussetzungen Loyalität erwarten?
Ebendeshalb ist aus dieser Grundlage und mit dieser Perspektive eine islamische Union, die auf Nächstenliebe basiert, geradezu notwendig.

Mit Verbrennen christlicher Kirchen und mit ,,Terrorismus'' bezeichnete radikale islamische Gruppen haben somit den größten Schaden angerichtet. Diese Menschen tötende, zu Anarchie leitende und fast alles hassende Menschen sagen: ,, Dieses mache ich für die Religion.''
Qualität, Kunst, Ästhetik, Sauberkeit, Modernität, Wissenschaft, Lachen, Freude sind aus deren Ansicht für einen Muslim unpassend und diese Menschen sehen Frauen als zweite Klasse an. ,,Dies befiehlt mir meine Religion'' behaupten sie. Was für eine große Verleumdung
gegenüber dem Islam.

Die Türkei ist ein demokratisches und modernes Land. Weil sie ein islamisches Land ist,
denkt man sofort an die Gefahr der Bigotterie. Es ist kein Geheimnis, dass in unserem Land eine bigotte Gesellschaft existiert. Der Grund für die Befürchtungen der westlichen Länder, die wir an der Kritik gegen Ministerpräsidenten Erdogan sehen. Ein frommer Ministerpräsident wird als eine Bedrohung wahrgenommen. Angesichts bei harten Äusserungen Erdogan´s wird dies als Unterdrückung bezeichnet. In ihren Köpfen gibt es immer die Angst von unterdrückender Bigotterie.
Hier, an diesem Punkt ist es von großer Bedeutung, dass Ministerpräsident Erdogan seine Schwerpunkte und sein Konzept, das Jeden umarmt, liberal, qualitativ und modern ist ,
stärker betont.

Wir müssen die westlichen Länder davon überzeugen, dass wir Muslime gütige
und edle Menschen sind.

Die Islamophobie, die Angst, die über sie liegt, müssen wir beseitigen. Jede 
Haltung, die an die Bigotterie erinnert, sollten wir akkurat unterlassen.
Obwohl ich Merkel´s und in der Vergangenheit Sarkozy´s harte Äußerungen auch
scharf kritisiert habe, muss man die Angst von Europa verstehen.
Sicherlich gibt es Vorteile einer EU-Mitgliedschaft für unser Land.
Jedoch sollte diese große Veränderung für unser Land, nicht im Namen der
Eu- Mitgliedschaft, sondern im Namen des Islam sein.

In dieser Phase können die Europäischen Länder nichts tun .
Das Problem des Radikalismus ist in unser Verantwortung.
Damit diese falsche Religion in der islamischen Welt und auf der ganzen Welt
nicht noch mehr Schaden anrichtet, haben wir als Muslime eine Menge zu tun.

Zunächst ein Verteidiger von Freiheit und Demokratie sein, jede Meinung respektvoll
anhören und jedem Menschen Barmherzigkeit zeigen.

Barmherzigkeit bringt Einheit. Eine Vereinigung aus Liebe bleibt aufrichtig auch in
harten Zeiten.

Gegenüber Opportunisten, die nur darauf bedacht sind aus Humanität entstandene
Vereinigungen aus dem Hinterhalt anzugreifen, stehen sie aufrecht
als Macht vor ihnen. Denen werden sie lehren, dass diese Welt nicht die Welt der
Habgier, sondern eine Welt der Liebe ist.

Wenn wir uns vereinen, können wir besser zeigen, dass unsere Religion der Liebe und des
Friedens ist. Wir würden damit ein gutes Beispiel setzen.
Somit könnte die westliche Gesellschaft verstehen, dass die Quelle ihrer Angst nicht der Islam, sondern der Fanatismus bzw. die Bigotterie ist.
Auf dieser Weise können wir diese Angst beseitigen und eine Grundlage für die Liebe
aufbauen. Es ist eine großer Notwendigkeit für unsere Welt.
Und nur wir Muslime können dieses vollbringen.

http://www.haberhilal.com/yazar-Turkiyenin-yuzlestigi-gercek-Avrupa--5052/

Aylin Kocaman

Desktop View