Harun Yahya

BESTEHEN UNTERSCHIEDE ZWISCHEN EINEM GUTEN UND EINEM GLÄUBIGEN MENSCHEN?


 BESTEHEN UNTERSCHIEDE ZWISCHEN EINEM GUTEN UND EINEM GLÄUBIGEN MENSCHEN?

 



                  "Er ist wirklich ein guter Mensch"... Dieser Begriff ist sehr wichtig für etliche Menschen und manche Menschen gestalten ihr Leben in positiver Hinsicht um diese Eigenschaft zu bekommen. Jedoch reicht es aus, dass andere Menschen über einem Individuum sagen "er ist tatsächlich ein guter Mensch" aus, um ein guter Mensch zu werden? Wie wird im Quran das eigentliche Wohlbefinden definiert?

Das Wohlbefinden ist einer der Begriffe, worüber die Menschen ihr ganzes Leben lang nachgedacht und geredet haben. Manche Menschen bemühen sich in selbstbestimmten Maßen "sich selbst und seine Geliebten vor dem schlechten Verhalten und dem bösen Menschen zu schützen um "ein guter Mensch zu sein". Diese Bemühüng um sich vor der Bösartigkeit zu bewahren, ist selbstverständlich sehr wichtig. Möglicherweise haben aber etliche Menschen, die ihr ganzes Leben lang, sich in dieser Hinsicht bemüht haben, nicht zurecht nachgedacht, dass die Bösartigkeit ihnen sehr nahestehend ist. Denn, die nicht nach der Ethik des Quran lebende Menschen, bestimmen das Wohlbefinden und die Bösartigkeit nach ihren eigenen Glauben, Vorstellungen, Blickwinkel und gesellschaftlichen Erziehung. Doch in Wahrheit ist die Quelle, wonach wir das Wohlbefinden und die Bösartigkeit erlernen können, der Quran und die Sunna unseres Propheten (fsai). Allah sendete den Quran, um den Menschen die Wahrheit und ihren Fehler zu zeigen und sie vom dunklen zum rechten Weg zu leiten. Im Quran wurde erklärt was Wahrheit und Bösartigkeit sind und die Gründe, die die Menschen zur Bösartigkeit treiben. In einem Vers wird wie folgt berichtet:

Oder glauben diejenigen, die Böses tun, dass Wir sie im Leben und im Tod wie die behandeln, welche glauben und das Rechte tun? Ihr Urteil ist schlecht! (al-Dschathiya 21)

 

Die allgemeinen Unterschiede zwischen den guten und den gläubigen Menschen

Dass ein Mensch über gute moralische Eigenschaften verfügt, ist natürlich ein sehr schönes Merkmal. Wenn diese Person jedoch ungläubig ist, kann er seine gute Verhaltensweise nicht vollständig ins schöne Moral umwandeln und dabei einen Dauerzustand zeigen. Darüberhinaus ist die sämtliche Perspektive und das Verhalten der Gläubigen grundsätzlich andersartig als die durch die Gesellschaft als "gut" qualifizierten  Menschen. Sogar mit einigen Beispielen ist es möglich, diese Tatsache zu erkennen:

-          Gute Menschen können in x-beliebigen Zuständen, dabei noch längerfristig erdulden und dies kann auf den ersten Blick als eine schöne Moral wahrgenommen werden. Indessen hat ihre Ausdauer im Grunde genommen eine Grenze. Dagegen vertragen die Gläubigen nicht, im Gegenteil sie dulden mit großer Begeisterung für Allah. Eben deswegen was auch immer das Thema oder die Verhältnisse sein mögen, wird die Beständigkeit der Gläubigen nicht überströmt, auch wenn sie gelegentlich auf den ersten Blick empört sind, können sie diese durch Gottesfurcht überwinden.

 

-          Gute Menschen können in gewissen Fehlern nachsichtig sein, da sie jedoch die Fehler von sich aus als groß oder klein bezeichnen, wird es nicht anhaltend. Dabei hat ihr Toleranz bei wiederkehrenden Fehlern eine Grenze. Die Gläubigen dagegen sind beim wiederholtes Vorkommen irgendwelchen Unrecht oder Defizit entsprechend dem Moral des Quran  ebenso nachsichtig. Sie ergeben sich Allah und versuchen die Wohltaten zu sehen. Sie wissen, dass Allah ihre Reue anerkennen wird, beurteilen niemandem.

 

-          Gute Menschen können für Andere Schönheiten erbringen, sind sogar aufopfernd. Jedoch wollen sie, dass dies eine Anerkennung gewinnt, informieren andere in irgendeiner Weise darüber oder verpflichten die Person, dem sie einen Gefallen getan haben, zur Dankbarkeit. Die Gläubigen dagegen tun einen Gefallen ohne eine Gegenleistung dafür  zu erwarten, unter Wahrnehmung des Willen Allah´s und sein Wohlgefallen. Auch wenn sie selbst nach etwas Bedarf haben, räumen sie anderen unbemerkt den Vorrang ein. Dabei führen sie ihr schönes Moral nicht nur in einer Sache, sondern in jeder Angelegenheit fort.

 

Also die Behauptungen  einiger Menschen, dass  " eine gute Person zu sein ausreicht, zu glauben, nicht erforderlich ist"  ist  wie in den obigen Beispielen zu sehen, ungültig. Glaubenslosigkeit ist eine die menschliche Seele verödende, die sämtlichen schönen Eigenschaften stufenweise ausschließende und an die Stelle des Wohlbefindens Übel anbringendes Unheil.

 

Die Haltung eines gläubigen und ungläubigen Menschen ist in jeder Hinsicht unterschiedlich

Eine ungläubige und dementsprechend keine Gottesfurcht innehabende Person, kann die Wahrheit nicht verbergen, auch wie immer sie versucht, selbtssicher zu sein. Beim Blick auf ihr Gesicht ist die Angst, die Verzweiflung, die Erschöpfung, die Ruhelosigkeit und  das Unlustgefühl dieser Person ohne weiteres erkennbar. Auch wenn einige Menschen diese evidente Erscheinung zu den Ausreden wie Schlaflosigkeit, Hungersnot, Ermüdüng zurückführen, ist die Tatsache eindeutig. Der durch den Unglauben herbeigeführte Bedrängniszustand versursacht bei den Menschen ein sowohl körperlichen als auch geistigen Untergang und gibt gewissermaßen den Anlass zum Absterben mit der Zeit.

Ein gläubiger Mensch weiß auf alle Fälle, dass er nicht trauern sollte und verhält sich dementsprechend, ist geduldig, zeigt jederzeit ein großmütiges und edles Verhalten, ist gleichmütig, weiß wie er in plötzlich auftrenden Ereignissen sich verhalten sollte, auch wenn er mit Unannehmlichkeiten allzuoft begegnet, ist er stets behaglich und friedlich.

Allah wird, falls seine Diener bei ihrem schönen Moral Stabilität aufweisen, die Angst und den Trübsinn aus ihrem Leben beseitigen, ihre Bösartigkeit vergeben und ihnen die beste Belohnung für ihre Taten geben. Dies wird in einem Vers wie folgt beschrieben:

Und diejenigen, welche glauben und des Rechte tun, Wir werden gewiss ihre Sünden tilgen und sie nach ihren besten Taten belohnen.( al-Ankabut, 7)

Da sie sich Allah ergeben, sind nur die Gläubigen die Menschen, die jederzeit in Friedlichkeit und großem Wohlbehagen leben, in jeder Sekunde fröhlich, liebevoll, fest entschlossen bei schönem Moral sind, und haben in jeder Periode der Geschichte mit anderen Menschen zusammengelebt. Diese Personen verbringen jeden Augenblick um Allah´s Weg zu dienen und erdulden alle Probleme wie Mühseligkeit, Krankheit, Leid und Armut in Güte. Aus welchem Grund auch immer, ihre tiefe Liebe zu Allah leitet sie zu schönem Moral und daher endet ihre jegliche Aufgabe mit Schönheit. Diese Menschen versuchen nicht "ein guter Mensch" zu sein, sondern strengen sich an um Freund Allah´s zu werden und seinen Wohlgefallen zu gewinnen.

Es darf nicht vergessen werden, um ein gutes Leben zu führen und von den versteckten Beschwernissen sich zu befreien, hängt allein von unserem Verhalten ab. Allah hat den Menschen den Weg gezeigt um glücklich zu sein und sich von den Beschwerden zu befreien; Er verlautbart, dass diese nur unter Befolgung seines Heilwegs wohl möglich ist, wie folgt:

Er sprach: "Geht von hier allesamt hinunter, jeder sei des anderen Feind! Doch wenn dann Meine Rechtleitung zu euch kommt: Wer dann Meiner Leitung folgt, der soll weder irregehen noch unglücklich sein. (Taha 123)

 

 

Herr Adnan Oktar interpretiert den 7. Vers der Sure al-Isra

Sure al-Isra,7; "Wenn ihr Gutes tut, tut ihr das Gute für euch selbst."

ADNAN OKTAR: "Ich habe was Gutes getan" sagt er. Wo hast du was Gutes getan? Du tust dem Schein deines inneren Gehirns was Gutes. Wenn ich dir einen Gefallen tue, dir was Gutes mache, mache ich deinem Schein im inneren meines Gehirns einen die Guttat. Im Außen gibt´s die Wahrheit,  jedoch kann ich mit dem Wesen in meinem Gehirn keine Verbindung erstellen. Folglich verbleibt es in meinem Inneren.

Wenn ich eine Guttat leiste, ist der Gotteslohn für mich.Wenn ich jemandem was Böses antue, ist das gegen mich. Allah sagt in dem Vers:" "Wenn letzendlich das Gelöbnis kommt", das Abjad ergibt das Jahr 2019, verweist auf Mahdi (fsai).

"Wenn letztendlich das Gelöbnis kommt", Allah´s Gelöbnis, wenn das Aufkommen des Mahdi kommt. Auch das Aufkommen des Jesus (fsai) Christus ist das Gelöbnis  Allah´s für uns. (Aus dem Interview des Herrn Adnan Oktar vom 28.November 2010)

Die im Quran den Menschen angegebene Bösartigkeit hat zwei elementare Quellen. Einer von ihnen ist die in jedem Menschen innewohnende und ihnen durchgehend die Bösartigkeit befehlende "das Selbst". Das Selbst versucht durch dauernde Gedankenübertragungen die Menschen vom richtigen Weg abzuleiten und sie abwärts zu führen. Im Quran wird diese Eigenschaft des Selbsts wie folgt erwähnt:

"Doch ich will mich nicht selber reinwaschen. Seht, der Mensch ist zum Bösen geneigt, es sei denn, dass mein Herr Sich seiner erbarmt. Mein Herr ist fürwahr verzeihend und barmherzig."(Yusuf 53)

Die vor Allah fürchtende Person verhält sich bei jedem entgegenkommendem Fall entsprechend dem Wohlwollen Allah´s und der Ethik des Quran und zeigt somit  in jedem Augenblick seines Lebens gute Taten. Wenn er weiß, dass alle Geschehnisse in seinem Umfeld unter Allah´s Herrschaft sich entwickelt, alles mit Nutzen und Weisheit betrachtet, dass sein ehrliches oder heimliches Verhalten im Jenseits vor Auge kommen wird, leitet die Person immer zum richtiges Denken und schöne Verhaltensweisen zu erbringen.

 

Der Satan zeigt das Gute als Schlecht und das Schlechte als Gut und täuscht somit die Menschen

Der Satan belügt die Menschen durch das Vorbringen vieler diversen unrichtigen Argumenten  um sie zu überzeugen, dass sie sich auf dem richtigen Weg befinden, obwohl die Menschen die Ethik des Qurans missachten.

"Wer von der Ermahnung des Erbarmers nichts wissen will, dem gesellen Wir einen Satan bei, der sein Begleiter sein wird. Diese bringen sie tatsächlich vom Weg ab, während sie sich für rechtgeleitet halten" (az-Zukhruf 36-37 )

Im Quran wird berichtet, dass die Menschen, die die Bösartigkeit auserwählen,  in die Hölle ins ewige Qual abgetrieben werden, das unvergleichbar mit keinem Qual auf der Erde ist und sich dort ewig aufhalten werden.

Nein, wer Übles erworben hat, und wen seine Sünde gefangen hält die werden Bewohner des Feuers sein und ewig darin verweilen. (al-Baqara 81)

Die im Quran angegebene gute Moral ist das Verhalten derjenigen, die Allah fürchten und seine Grenzen beachten. Allah zeigt diese Tatsache in einem Vers folgendermassen: ...Frömmigkeit besteht in Gottesfurcht. Darum betretet euere Häuser durch die Türen und fürchtet Allah; vielleicht ergeht es euch wohl." (al- Baqara 189)

 

 

 

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