Harun Yahya

Der Aufruhr wird nicht enden, bevor die Muslime einen Führer haben


 



Wie groß ist der Schaden, welcher durch die Muslime verursacht wurde, weil sie keinen Führer haben?

Weltstaaten haben ihre Präsidenten, Religionen haben ihre spirituellen Führer, die orthodoxen Kirchen haben ihre Patriarchen, römisch katholische Christen haben ihren Papst, Anglikaner haben ihre Erzbischöfe, Juden haben ihre Rabbis, Buddhisten haben ihr Dalai Lamas, die Freimaurerlogen haben ihre Meister, politische Parteien haben ihre Führer, die Konzerne haben ihre Präsidenten und große Unternehmen haben ihre CEOs. Kurz gesagt, in jeder Gemeinschaft gibt es einen Führer, einen Anführer. Eine militärische Union kann ohne einen Kommandant nicht existieren. Ein Schiff kann ohne einen Kapitän nicht segeln. Der Bienenkorb würde ohne die Bienenkönigin verstreut werden. Ja sogar die Ameisen haben einen Führer. Es gibt keine Aktivität ohne einen Anführer in irgendwelcher Gemeinschaft. Keinen Anführer zu haben, bedeutet Anarchie und Konflikt. Es bedeutet Teilung. So ist es, da dieses der einzige Weg zum Erhalt der Existenz und Lebensgrundlage der Grund, der Wahrnehmung und Voraussicht ist. JEDE ORGANISATION, JEDE RELIGION, JEDE GEMEINSCHAFT, JEDE GESELLSCHAFT HAT SEINEN KOPF (PRÄSIDENT): DIE EINZIGE AUSSNAHME IST DIE ISLAMISCHE WELT, DA MUSLIME KEINEN FÜHRER HABEN.

Allah befehlt im Koran, dass die Muslime sich einig sein sollen und, dass sie einen Anführer haben sollen

Heute leben 1,5 Milliarden Muslime auf der Welt. Jedoch haben Muslime keinen Anführer oder einen spirituellen Führer, dem sie seit einiger Zeit folgen könnten. Unsere mächtige Religion Islam hat sich mit der Zeit fortgeschritten und wurde stärker, doch durch das Fehlen eines Anführers wurde die „Ummah“ geschwächt. Die Muslime wurden unter sich geteilt und eine religiöse, politische, ökonomische und kulturelle Zusammenarbeit wurde unter den Muslimen nicht gegründet. Die getroffenen Maßnahmen waren schwache Initiativen und ohne Erfolg. So hat das System des Dajjals (Antichristen) diese Trennung ausgenutzt und nahm die Welt des Islams unter Gefangenschaft. Der Weg des Antichristen, um diese neue Weltordnung zu gründen war:  „Teilen und Beherrschen!“

Doch Allah befehlt den Muslimen im Koran vereint zu sein: „Ihr, die ihr glaubt! Gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und denen, die Befehl unter euch haben. Und wenn ihr in etwas uneins seid, so bringt es vor Allah und den Gesandten, sofern ihr an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag. Dies ist das Beste und führt zum Besten.“ (Nisa, 59) Unser Prophet Muhammed (Fsai) sagt: „Wenn eine Person in seiner Zeit vor der Unterwerfung des Befehlshabers stirbt, stirbt als ein Ungläubiger“. Alle zuverlässigen islamischen Quellen bemerken auch, dass es für Muslime eine Pflicht ist, sich einen Imam als ihren Befehlshaber  auszusuchen. So befiehlt Allah, dass es einen spirituellen Führer an der Spitze der Ummah geben muss.

Doch wenn wir uns die islamische Welt anschauen, sehen wir, dass es zehntausende Gemeinden, Sekten und Gruppierungen gibt, welche unabhängig voneinander handeln. Die meisten davon sind nicht vereint, sondern in Konflikt. Muslime werden überall unterdrückt, geschlagen und getötet. Doch Muslime helfen einander nicht wirklich. Eine Million Muslime wurden in Irak getötet, Afghanistan ist seit Jahren besetzt, muslimisches Blut vergoss in Syrien, Palästina und Arakan; was in Burma passierte ist ein klares Zeichen auf diese Einheit und auf die nicht gegründete Zusammenarbeit. Wenn die Welt des Islams zusammen gekommen wäre mit der Hilfe einer spirituellen Führers und, wenn sie ihre Kräfte vereint hätten, wären die Muslime niemals in einer solchen Situation. Die meisten Muslime, ohne einen Anführer, haben mit ihrem eigenem Verständnis von Religion, eine intolerante Haltung gebildet; Sekten und Gruppen wurden die Zentren der Wahrheit und entwickelten eine Haltung, welche alle anderen Muslime externalisiert und dämonisiert. Anstatt ihrer Gemeinsamkeiten nach dem Koran, haben sie ihre Unterschiede betont. Doch die Muslime müssen sich vereinen und die stärkste Macht bilden: die islamische Union.

Es ist keine Lösung, dass Muslime sich vereinen um Organisationen zu gründen

Während die Muslime jeden Tag brutal getötet werden und mit Hunger und Armut zu kämpfen haben, sollten diese Organisationen in der Lage sein, das Leben, Besitz und Ehre der islamischen Welt zu schützen. Aber wenn auch die berühmtesten Gelehrten, Leiter und die bedeutendsten Menschen der Länder zusammen kommen und eine Organisation gründen oder große Konferenzen veranstalten, führen solche Maßnahmen zu keiner Lösung. Wenn wir zurück in die Geschichte schauen, sehen wir, dass viele bedeutende Menschen der Länder oder Gemeinden große Bemühungen, sei es politisch oder intellektuell, gemacht haben, die islamische Union zu verwirklichen. Bis vor kurzem wurde die Formel der islamischen Union als eine Gewerkschaft an der Spitze einer Delegation von Vertretern aus islamischen Ländern, eine Konföderation oder als eine EU ähnliche Organisation ausgearbeitet, jedoch ohne Erfolg. Denn ein Körper ohne einen Kopf ist tot. Eine Person, der einen toten Körper mit Allah´s Erlaubnis wiederbeleben kann, indem er „kum biiznillah“ sagt, ein spiritueller Führer, der mit der Perspektive und der Voraussicht über die sich alle einig sind, der alle Befehle des Korans anwenden und durchsetzen wird, der den Menschen Liebe, Freundschaft, Brüderlichkeit, Frieden und Opfer lehrt und der die Kunst, Wissenschaft und Ästhetik fördern wird. Bis der Auftritt eines solchen Führers, wird die Welt des Islams wird nicht aufsteigen.

Ohne einen spirituellen Führer werden die religiös motivierten Konflikte in der Welt des Islams stattfinden

Die Welt des Islams begann 2013 mit den Konflikten in Syrien, Jemen, Saudi-Arabien, Bahrain und durchgehend in der Region des Nahen Osten. Der Kampf um die Macht in Bahrain ist zwischen den Schiiten und Sunniten. Diejenigen, die Demonstrationen für demokratische Rechte in den östlichen Abschnitten von Saudi-Arabien halten, sind Bürger von Shia Ursprungs. Die Anhänger der sektiererischen Gruppen, welche ständig wachsende Spannungen seit Anfang der 2000er Jahre im Libanon herstellen, sind die schiitischen Hisbollah und die sunnitischen Hariri Gruppen. Es hat eine deutliche Erhöhung der Zahl der Angriffe, die direkt an Shia Zivilisten gerichtet waren, kurz danach zogen sich die USA aus dem Irak. Es gibt ähnliche Probleme auch in Jemen, Libanon und andere Länder, wo Sunniten und Schiiten zusammen leben. Zum Beispiel haben in Pakistan etwa 20 Menschen bei einem Angriff gegen Schiiten, die sich für die Erbain Zeremonien zusammen kamen, ihr Leben verloren. In dieser Hinsicht gibt es tragischere und schrecklichere Vorfälle auch in Syrien.

Die einzige Lösung, den Aufruhr in der islamischen Welt zu beseitigen, ist, sie um einen Führer zu vereinen

Die einzige Lösung für diese Probleme, die unter den Gläubigen in der Welt des Islam entstehen und zum Blutvergießen unter Brüdern verursacht, ist ein spiritueller Führer, der der größte Müjtahid und der größte Müjaddid und Richter der islamischen Welt ist. Diese Konflikte werden nicht in irgendeiner anderen Weise enden.

Wie auch in den Hadithen offenbart: EIN AUFRUHR WIRD KOMMEN, WEITERE WERDEN DARAUFHIN FOLGEN UND DIE ERSTEN WERDEN DIE LETZTEN MIT SCHWERTEN ZU KONFLIKTE AUFPEITSCHEN UND DANACH WIRD EIN FITNE (Unruhe, Chaos) KOMMEN, DASS ALLE HARAMS ALS HELAL GELTEN LÄSST. DANACH WIRD HILAFET (SPIRITUELLER FÜHRER DER MUSLIME), der segenreichste Mensch auf Erden, DER MAHDI KOMMEN, WENN ER DAHEIM SITZT.“ (Kitab-ül Burhan fi Alametil Mehdiyyil Muntazar, s.26) setzt der Mahdi ein Ende auf solche Probleme, welche in den muslimischen Ländern aufgrund des Fehlens eines Führers aufgetreten sind, und die Einrichtung des Friedens, Komfort und Sicherheit – welches sich die Menschen danach sehnen und brauchen – ist nur möglich, wenn sie sich um einen Führer vereinen. Eine dauerhafte, völlig zufriedenstellende und wirkliche Lösung kann nur durch den von Allah und seinem Gesandten (Fsai) gezeigtem Weg erreicht werden. Die Lösung, die von Allah und seinem Gesandtem gezeigt wird, ist die Vereinigung der gesamten islamischen Welt um einen spirituellen Führer und die Gründung der Türkisch-Islamischen Union. Dieses, das System des Mahdis, muss ständig an der Tagesordnung gehalten werden und die Muslime müssen zu Allah beten, um  Mahdi (as) zu senden.

Die gesamte islamische Welt muss Hz Mahdi (as) suchen und finden und sicherstellen, dass die Welt in Frieden, Harmonie und Komfort ist, dank ihm. Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass das Auftauchen von Hazrat Mahdi (as) und der Souveränität der moralischen Werte des Islams, das vorherbestimmte Schicksal von Allah ist. Ob die Menschen Hazrat Mahdi (as) unterstützen oder nicht, Allah wird ihn erfolgreich machen, wird den ganzen Aufruhr der Ungläubigen mit seiner Hilfe abschaffen und die moralischen Werte des Islams werden herrschen. Daher, wer danach strebt, einer der Helfer des Mahdi (as) zu werden, der für sich für diesen Zweck strebt, der den Türkisch-Islamische Union gründen will, wer einen intellektuell kämpft, um die auf der ganzen Welt unterdrückten Muslime zu retten, wird eigentlich nach seinen eigenen inneren Selbst streben. Wie auch unser Herr in der Sure Ankabut sagt: „Und wer sich mit aller Kraft einsetzt, der setzt sich zu seinem eigenen Besten ein. Allah bedarf wahrlich der Welten nicht.“ (Ankabut, 6)

Muslime werden in einer Welt getötet, wenn der  Islam ohne einen Führer ist

100.000 Muslime – die 15% der Bevölkerung von Myanmar ausmachen – haben kürzlich ihr Leben verloren. Seit Juni haben mehr als 1.000 Muslime in Zwischenfällen, die in Myanmar stattgefunden haben, ihr Leben verloren und mehr als 90.000 Muslime wurden obdachlos. Die 1,5 Millionen Muslime, die in dieser Region leben, sind immer noch in Gefahr eines Völkermordes.

1,2 Millionen Menschen in Irak haben seit 2003 ihr Leben verloren. 4,5 Millionen Menschen wurden dazu aufgefordert ihre Häuser zu verlassen.

In Afghanistan haben 20.000 Zivilisten ihr Leben innerhalb der ersten vier Monate der amerikanischen Besatzung verloren, und diese Zahl hat sich nach und nach jedes Jahr erhöht. Zivilisten werden immer noch bei Bombenanschlägen getötet und Millionen von Afghanen versuchen in Flüchtlingslagern unter der Schwelle von Hunger in sehr schwierigen Bedingungen zu überleben.

Bis heute haben 35 Millionen Uiguren Türken in Ostturkestan ihr Leben verloren.

In Palästina lebten 950.000 Palästinenser in fast 500 Städten und Dörfern; diese Zahl ist auf 138.000 gesunken. Auf diese Weise wurden etwa 400 palästinensische Dörfer von der Landkarte verschwunden. (Derzeit beträgt die Zahl der Palästinenser als Flüchtlinge, in Lagern in Nachbarländern wie dem Libanon und Jordanien, 3,5 Millionen.)

Während des Krieges in Tschetschenien verlor das Volk in zwei Jahren drei Viertel der Bevölkerung.

In Bosnien wurden Muslime systematisch in einem Beispiel der Völkermord ausgerottet; 300.000 Muslime wurden ermordet.

Es gab drei große Massaker in Kaschmir im Jahr 1947, 1965 und 1971. Zehntausende Muslime wurden in Kaschmir ermordet, mehr als 4.000 Frauen wurden gefoltert und vergewaltigt.

In Patani, einer autonomen Region abhängig an Thailand sind etwa sieben oder acht Patani Bürger durch Thai Soldaten tagtäglich ermordet worden. Unter Kriegsrecht in der Region wurden in den letzten drei Jahren mehr als 400 Menschen verloren, fast 2.300 Menschen wurden ermordet und fast 4.000 Menschen wurden wegen rechtswidrigen Gründen verhaftet. Heute werden 30.000 Menschen in Konzentrationslagern gehalten.

Vorfälle finden weiterhin in vielen Ländern wie dem Irak, Jemen, Bahrain, Ägypten und Tunesien statt

Bei einigen Teilen der muslimischen Welt kommt der Schmerz und das Leiden nicht von der Außenwelt, aber es gibt Konflikte zwischen Muslimen mit verschiedenen ethnischen Hintergründen, verschiedenen sektiererischen Ansichten und unterschiedlichen Kulturen – die völlig gegen die moralischen Werte des Korans ist. Man muss tief über diese Situation nachdenken; Muslime mit dem gleichen Allah, gleiche Religion, gleiches Buch, gleichen Prophet – die durch den Befehl Allahs Brüder und Schwester sein müssten – stehen in Konflikt miteinander, denn nach dem Koran ist es eine religiöse Pflicht, vereinigt zu sein. Allah sagt in einem Vers:

„Und haltet allesamt an Allahs Seil fest, und zersplittert euch nicht, und gedenkt der Gnadenerweise Allahs euch gegenüber als ihr Feinde wart und Er eure Herzen so zusammenschloss, dass ihr durch Seine Gnade Brüder wurdet, und als ihr am Rande einer Feuergrube wart und Er euch ihr entriss. So macht euch Allah Seine Zeichen klar, auf dass ihr euch leiten lasst“ (Al-i imran, 103)

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