Harun Yahya

RAMADAN 2009, 30. TAG










 
Und Allahs ist das Verborgene der Himmel und der Erde. Und alle Dinge gehen auf Ihn zurück. Darum diene Ihm und vertraue auf Ihn, Dein Herr ist nicht achtlos dessen, was ihr tut.

(Quran, 11:123)










"O Gott, mache meine Verfassung und meine Führung gut. O Gott, errette mich vor schlechtem Charakter und schlechter Führung.“

Imam Ghazzali's Ihya Ulum-Id-Din (The Book of Religious Learnings), Islamic Book Service, New Delhi, 2001, Band II, S.234









DIE AUGEN EINES WEICHTIERS, NAMENS KAMMUSCHEL

Das rechts abgebildete Geschöpf ist ein Weichtier namens Kammuschel. Bei näherer Betrachtung der Abbildung werden Ihnen die zwei Reihen leuchtend blauer Pünktchen auffallen, die sich entlang dem Rand dieses Geschöpfs erstrecken, das die Form einer Meermuschel hat. Wären Sie erstaunt zu erfahren, dass jedes dieser blauen Pünktchen tatsächlich ein Auge ist?

So verwunderlich dies auch erscheinen mag, jeder einzelne dieser blauen Punkte ist ein echtes Auge des hier abgebildeten Lebewesens. Diese Augen, die nur eine Größe von einem Millimeter haben, ermöglichen es diesem Tier, seinen Feinden zu entgehen.

Jedes einzelne dieser winzigen Augen der Kammuschel hat seine eigene Linse und Netzhaut. Die Linsen dieser Augen dienen der Lichtaufnahme und Einstellung auf das Licht, obwohl es diesen Geschöpfen an einem optischen Zentrum im Gehirn mangelt. In anderen Worten, die Bilder, auf welche seine Augen sich einstellen, werden nicht im Gehirn des Tieres in der Weise erfasst, wie das Sehen normalerweise von Statten geht. Wissenschaftler, die die Augen der Kammuschel studieren, vermuten, dass diese Augen wahrscheinlich keine Sicht hervorrufen können. Welchem Zweck dienen dann diese erstaunlichen Augen?

Die Kammuschel verwendet diese Augen, um Licht und Dunkelheit zu unterscheiden und ist dadurch in der Lage, sich von sandigen in bewachsene Umgebungen zu bewegen. Überdies sind diese Millimeter-großen Augen genügend sensitiv um dem Tier Bewegungen mitzuteilen, die in seiner unmittelbaren Umgebung stattfinden. Diese wertvolle Fähigkeit erlaubt der Kammuschel, ihren Feinden zu entgehen.

Die Augen der Kammuschel haben derartige Eigenschaften, die ihren Bedürfnissen innerhalb ihres Lebensraums angemessen sind, und der Bildung dieser Augen unterliegt ein offensichtliches Design. Die Augen sind entlang dem äußeren Rand der Muschelschale in der Weise aufgereiht, dass sie es dem Tier erlauben, seine äußere Umgebung zu erfassen.

Die Harmonie, Ordnung und Planung, die das gesamte Universum umgibt und durchdringt, von den Unterwasser-Krustentieren bis hin zu den Vögeln, von den Systemen in den Bäumen bis hin zu denen der Sterne, sind mit Bestimmtheit das Werk eines planenden, entwerfenden Gestalters. Gott offenbart Sich uns mit den vollendeten Designs, mit denen er Seine Geschöpfe gestaltet hat. Menschen, die Weisheit besitzen erkennen die unbegrenzte Macht Gottes, die sich überall verkörpert, von den Atomen bis hin zu den Galaxien, und wissen, dass sie sich Ihm alleine in Anbetung zuwenden müssen. Im Quran wird der Mensch in folgender Weise darauf hingewiesen:

So rufe keinen anderen Gott neben Gott an. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Alle Dinge vergehen, außer Seinem Angesicht. Ihm gehört das Urteil, und zu Ihm kehrt ihr zurück. (Sure 28:88 – al-Qasas)










MAN ERINNERT DIE NAMEN GOTTES IM GEBET

Gottes Namen helfen uns, Ihn kennenzulernen. Gott ist ar-Rahim, Der Allgnädige. Er ist al-Haqim, Der, Der alles unter Seiner Kontrolle hat. Er ist al-Razzaq, Der Eine, Der für die Menschen sorgt… Die Menschen können Gottes Grösse, Nähe und Macht besser verstehen, wenn Sie Ihn mit diesen Namen titulieren. Wenn man Ihn zum Beispiel um Nahrung bittet, kann man Ihn mit Seinem Namen al-Razzaq anreden. Gott erwähnt im Quran, dass wir unter Verwendung jeder Seiner Namen zu Ihm beten können.

Sprich: "Ruft Gott an oder ruft den Erbarmer an, wie ihr Ihn auch nennen mögt: Sein sind die schönsten Namen. Und bete nicht zu lauf und auch nicht zu leise, sondern halte den Weg dazwischen ein." (Sure 17:110 - al-Isra)

Und Gott gehören die schönsten Namen. Darum ruft Ihn mit ihnen an und verlasst jene, welche Seine Namen missbrauchen. Wahrlich, sie sollen für ihr Tun belohnt werden! (Sure 7:180 - al-A'raf)

Jemand, der Gottes Attribute kennt, versucht nicht, seine Fehler vor Gott zu verbergen, denn Ihm ist bewusst, dass Er sie ohnehin alle kennt, ob Er sie nun verbirgt oder nicht. Wissend, dass das Verbergen von Missetaten dem Gläubigen nur Unheil bringt, bereut er und sucht Vergebung für alle seine Sünden. So beginnt das Gebet des Propheten Abraham denn auch wie folgt:

O unser Herr! Siehe, Du weißt, was wir verbergen und was wir offen tun; denn nichts auf Erden und im Himmel ist vor Gott verborgen. (Sure 14:38 - Abraham)

Der Gläubige weiss, dass Gott alles unter Kontrolle hat, ganz gleich, was sein Wunsch auch sein mag, und dass Gott nur zu befehlen braucht, "Sei!" und es wird sein. Dies berücksichtigend, fühlt er keine unüberwindbare Barriere, Gottes Segen zu bekommen, und er überwindet alle Not und Mühsal durch das Gebet.

Abgesehen davon, Gott um Hilfe zu bitten und seine Bedürfnisse mitzuteilen, ist das Gebet auch ein Mittel, Gott zu erinnern und zu preisen. Der Quran gibt uns Beispiele für Lobpreisungen Gottes in den Gebeten der Propheten, die Seine Namen in ihnen äusserten:

Und sprach: "Oh Herr! Vergib mir! Und gib mir ein Reich, wie es keinem nach mir zukommt. Du bist ja fürwahr der Freigebige." (Sure 38:35 - Sad)

Unser Herr, lass unsere Herzen nicht mehr irregehen, nachdem Du uns geleitet hast, und gib uns aus Deiner Gnadenfülle! Siehe, Du bist der Schenkende. (Sure 3:8 - Al Imran)

Er sprach: "Mein Herr, vergib mir und meinem Bruder und lass uns eintreten in Deine Barmherzigkeit; denn Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen." (Sure 7:151 - al-A'raf)

Da sprach Zacharias zu seinem Herrn: "Mein Herr, gib mir von Dir gute Nachkommen; Du erhörst ja die Gebete!" (Sure 3:38 - Al Imran)









DIE BEWEGUNGSRICHTUNG DER SONNE

Beim Ansprechen der Sonne und des Mondes wird im Quran hervorgehoben, dass alles sich auf einer definitiven Bahn bewegt:

Und Er ist es, der die Nacht erschuf und den Tag, die Sonne und den Mond; jedes schwebt auf seiner (sphärischen) Bahn. (Sure 21:33 - al-Anbiya)

Das Wort "schweben" im obigen Vers wird im Arabischen als "sabaha" ausgedrückt und erklärt die Bewegung der Sonne im Universum. Dieses Wort hat die Bedeutung, dass die Sonne nicht unkontrolliert ist, während sie sich im Universum bewegt, dass sie sich um ihre eigene Achse dreht und gleichzeitig ihrer Bahn folgt. Auch in einem anderen Vers wird erwähnt, dass die Sonne nicht statisch ist und dass sie auf einer definitiven Bahn läuft:

Und die Sonne läuft zielstrebig auf ihrer Bahn. Das ist die Anordnung des Mächtigen, des Wissenden. (Sure 36:38 - Ya Sin)

Diese Tatsachen, die im Quran stehen, sind erst durch astronomische Beobachtungen in unserem Zeitalter entdeckt worden. Entsprechend den Berechnungen der Experten folgt die Sonne mit der enormen Geschwindigkeit von 720.000 Kilometern pro Stunde der Richtung des Sternes Vega auf einer Bahn, die "Solar Apex" genannt wird. Dies bedeutet, dass die Sonne ungefähr 17.280.000 Kilometer pro Tag zurücklegt. Zusammen mit der Sonne legen innerhalb ihres Gravitationssystems auch alle anderen Planeten und ihre Monde die gleiche Strecke zurück.









DIE FABELN DER EVOLUTIONISTEN

Die Evolution ist, wie ein prominenter Wissenschaftler einst sagte, ein Märchen für Erwachsene. Sie ist ein völlig irrationales und unwissenschaftliches Szenario, in dem vorgegeben wird, leblose Materie hätte eine Art magische Kraft und Intelligenz um komplexe Lebensformen zu erschaffen. Diese lange Geschichte beinhaltet einige sehr interessante Fabeln in bezug auf spezielle Themen. Eine dieser unglaublichen Evolutionsfabeln ist die von der "Evolution des Wals" die in National Geographic, welches als eine der angesehensten, wissenschaftlichsten und ernsthaftesten Publikationen gilt, veröffentlicht wurde:

Der Aufstieg des Wals zu seiner überragenden Gestalt begann offenbar vor 60 Millionen Jahren, als sich behaarte vierbeinige Säugetiere auf der Suche nach Nahrung oder Geborgenheit ins Wasser begaben. Im Lauf der Äonen traten langsame Veränderungen ein. Die Hinterbeine verschwanden, die Vorderbeine verwandelten sich in Flossen, die Behaarung wurde durch eine dicke Talgschicht ersetzt, die Nasenlöcher wanderten zur Oberseite des Kopfs, der Schwanz verbreiterte sich zu Schwanzflossen, und in der schwerelosen Wasserwelt erreichte der Körper enorme Ausmaße.1

Abgesehen von der Tatsache, dass keinerlei wissenschaftliche Grundlage für irgend etwas derartiges besteht, steht solch ein Ereignis auch im Widerspruch zu den Prinzipien der Natur. Dieses in National Geographic veröffentlichte Märchen gibt einen bemerkenswerten Hinweis darauf, wie weit verirrt vermeintlich ernsthafte evolutionistische Veröffentlichungen sein können.

Eine andere bemerkenswerte Fabel aus evolutionistischer Quelle ist die vom Ursprung der Säugetiere. Die Evolutionisten geben vor, dass Säugetiere von einem Reptilienvorfahren hervorgingen. Doch wenn es zur Erklärung der Einzelheiten dieser vermeintlichen Verwandlung kommt, kann man auf interessante Erzählungen treffen, wie die folgende:

Einige der in kälteren Regionen lebende Reptilien begannen, eine Methode zu entwickeln, durch die sie ihre Körper warm halten konnten. Ihre Wärmeerzeugung verstärkte sich, wenn es kalt war, und ihr Wärmeverlust verringerte sich indem ihre Schuppen kleiner und zugespitzt wurden, und sich schließlich zu einem Fell entwickelten. Schwitzen war eine weitere Anpassung, um die Körpertemperatur zu regulieren, ein Mechanismus, den Körper bei Bedarf durch Verdunsten von Wasser zu kühlen. Gleichzeitig begann die Brut dieser Reptilien den Schweiß der Mutter zu lecken um sich daran zu nähren. Bestimmte Schweißdrüsen begannen dann eine mehr und mehr nahrhafte Sekretion zu erzeugen, die schließlich zu Milch wurde. Auf diese Weise bekamen die Jungen dieser frühen Säugetiere eine bessere Starthilfe.2

Die Idee, dass ein hochentwickeltes Nahrungsmittel wie Milch von Schweißdrüsen herrühren könne, sowie all die anderen obig erwähnten Einzelheiten sind lediglich bizarre Hirngespinste einer evolutionistischen Phantasie, die jeglicher wissenschaftlicher Grundlage mangeln.

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1 Victor B. Scheffer, "Exploring the Lives of Whales", National Geographic, Bd. 50, Dezember 1976, S. 752
2 George Gamow, Martynas Ycas, Mr. Tompkins Inside Himself, London: Allen & Unwin, 1968, S. 149











SCHLANGENSTERN






Alter: 95 Millionen Jahre

Periode: Kreidezeit

Ort: Haqel, Libanon













Evolutionisten berufen sich ständig auf Hypothesen und stellen die verschiedensten Spekulationen bezüglich der Entstehung des Lebens an. Doch sie sind nicht in der Lage, diese Spekulationen wissenschaftlich zu belegen. Bei genauer Betrachtung aller Funde und Erkenntnisse wird deutlich, dass alle Bereiche der Wissenschaft dem Konzept der Evolution widersprechen.
Versteinerte Schlangensterne gehören ebenfalls zu den Funden, die der Evolutionstheorie widersprechen. Schlangensterne haben sich, selbst über einen enormen Zeitraum hinweg, nicht verändert. Das hier abgebildete Fossil eines Schlangensterns ist 95 Millionen Jahre alt und doch mit den heute lebenden Exemplaren identisch.












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DAS GEBET IM QURAN
 
Alle Menschen, ohne Ausnahme, brauchen Gebete. Es ist falsch, anzunehmen, ein armer Mensch, der sein Leben unter harten Bedingungen fristen muss, habe das Gebet nötiger als jemand, der wohlhabend ist. Es ist falsch zu denken, jemand der alles, was er wünschte, bekommen hat, habe das Gebet nicht nötig, denn diese Überzeugung begrenzt die Bedeutung des Gebets auf die Befriedigung weltlicher Wünsche. Gläubige beten für ihr Leben in dieser und in der nächsten Welt. Das Gebet wird begleitet von Gott vertrauen, wodurch der Betende zu dem Bewusstsein gelangt, dass der Schöpfer und Richter des Universums Herr der Ereignisse ist, die dem Menschen in seinem Leben widerfahren, seine es unbedeutende oder grosse Ereignisse. Nur das Bewusstsein, dass alle Wege, ein Problem zu vermeiden oder zu lösen, bei Gott dem Allmächtigen sind, und allein das Vertrauen in Ihn und das Gebet zu Ihm geben dem Gläubigen das Gefühl der Erleichterung und der Sicherheit.



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