Harun Yahya

RAMADAN 2009, 12. TAG











Siehst du denn nicht, dass Allah alles weiß, was in den Himmeln und was auf Erden ist? Keine drei führen ein geheimes Gespräch, ohne dass Er ihr Vierter, und keine fünf, ohne dass Er ihr Sechster wäre; ob weniger oder mehr, Er ist bei ihnen, wo immer sie sind. Dann, am Tage der Auferstehung, hält Er ihnen vor, was sie getan haben. Allah kennt fürwahr alle Dinge.

(Quran, 58:7)









„Es gibt keinen Gott außer Gott, Er ist einzigartig und Er hat niemanden neben sich und niemand ist ihm gleich, gepriesen sei Gott, bei Ihm ist alle Herrlichkeit und es gibt keinen Gott außer Gott, Gott ist der größte und es gibt keine Macht und keine andere Autorität als Gott.“

Fiqh-us-Sunna, Band 4, S. 114










DIE SPRINGSPINNE

Wie bekannt, spinnen die Spinnen ein Netz und warten, bis sich Beute darin verfängt. Dagegen bevorzugt die Springspinne, ihr Opfer selbst zu verfolgen. Sie macht einen geschickten Sprung, um ihre Beute zu erreichen. Sie kann mit ihrem Sprung eine Fliege, die sich in einer Entfernung von einem halben Meter befindet, in der Luft fangen.

Sie macht ihren erstaunlichen Sprung mit ihren 8 Beinen, welche entsprechend des hydraulischen Druckprinzips funktionieren. Sie stürzt sich plötzlich auf ihre Beute und fasst sie mit ihren kräftigen Krallen. Diesen Sprung führt sie meistens im Dickicht dichter Pflanzen aus. Dabei muss die Spinne, um erfolgreich zu sein, den entsprechenden Winkel errechnen und auch die Geschwindigkeit und Richtung ihrer Beute beachten.

Es ist noch interessanter, wie sie sich selbst schützt, nachdem sie ihre Jagdbeute in der Luft gefangen hat. Denn die Spinne begibt auch sich selbst in Gefahr, wenn sie sich in die Tiefe stürzt, denn meist springt sie aus der Krone eines Baumes.

Ein Faden, den sie vor ihrem Sprung absondert und an den Ast klebt, auf dem sie sich befindet, rettet sie vor dem Absturz auf den Boden und lässt sie in der Luft baumeln. Dieser Faden ist so stabil, dass er die Spinne und auch ihre Beute trägt.

Eine weitere interessante Eigenschaft dieser Spinne ist ihr Gift, das sie in ihr Opfer einspritzt. Dieses Gift verflüssigt das Gewebe der gefangenen Beute. Denn die Nahrung der Spinne ist nichts anderes als das verflüssigte Gewebe ihres Opfers.

Zweifellos sind diese Eigenschaften der Spinne keine dem Zufall zuzuschreibenden Geschenke. Es ist erforderlich, dass sie die Fähigkeit zum Springen und zur Netzbildung gleichzeitig hat. Wenn sie nicht springen könnte, würde sie verhungern und sterben. Wenn sie kein Netz weben könnte, oder wenn ihr Netz nicht fest genug wäre, würde sie auf den Boden stürzen. Das Insekt muss sowohl eine Körperstruktur haben, die sie zum Springen befähigt, als auch ein System, durch das sie einen festen Faden absondert, der sie selbst und ihre Beute tragen kann.









DIE MENSCHEN WERDEN VERSAMMELT, UM RECHENSCHAFT 
ÜBER IHRE TATEN ABZULEGEN

Der Quran erklärt die wahre Bedeutung des irdischen Lebens:

O Mensch! Du strebst mit aller Mühe deinem Herrn zu; und so wirst du Ihm wirklich begegnen! (Sure 84:6 - al-Inschiqaq)

Wie wir auch unser Leben verbringen, letztendlich werden wir Allah gegenüberstehen. Das Ziel dieses Lebens ist es, Sein ergebener Diener zu sein. Der wichtigste Zeitpunkt überhaupt ist der Tag der Auferstehung, an dem wir Rechenschaft über unser irdisches Leben ablegen müssen.

Jeder vergangene Tag bringt uns diesem Zeitpunkt ein Stück näher. Jede vergangene Stunde, Minute oder sogar Sekunde ist ein Schritt in Richtung Tod, Auferstehung und den Moment, an dem der Glaube zählt. Das Leben fließt unaufhörlich, wie ein Strom, in diese Richtung. Es gibt keine Möglichkeit, die Zeit anzuhalten oder umzukehren. Alle Menschen schwimmen in diesem Strom.

Denn zu Uns ist gewiss ihre Heimkehr. Dann aber obliegt es Uns, sie zur Rechenschaft zu ziehen. (Sure 88:25, 26 - al-Ghadschiya)

Es existieren heute ca. 6 Milliarden Menschen auf der Erde. Wenn man diese Zahl zur Gesamtzahl der Menschen, die jemals auf dieser Erde lebten, addiert, bekommt man eine Vorstellung von der Menschenmenge, die sich am Tag der Auferstehung versammeln wird. Ausnahmslos alle Menschen werden anwesend sein, vom Propheten Adam, dem ersten Mensch auf Erden, bis hin zum letzten Ungläubigen, der je in dieser Welt leben wird. Diese Menschenmenge wird eine faszinierende und zugleich furchterregende Erscheinung sein. Die Situation der Menschen im Angesicht Allahs wird im Quran folgendermaßen geschildert:

An jenem Tage werden sie dem Rufer folgen, vor dem es kein Entrinnen gibt. Und sie werden alle Stimmen vor dem Erbarmer senken, so dass du nichts hörst als Flüstern. An jenem Tage nützt keine Fürbitte, außer dessen, dem es der Erbarmer erlaubt und dessen Wort Ihm wohlgefällig ist. Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt. Aber sie erfassen Ihn nicht mit (ihrem) Wissen. Und die Gesichter werden sich vor dem Lebendigen, dem Ewigen, demütig neigen. Doch verloren wird sein, wer Unrecht mit sich trägt. (Sure 20:108-111 - Ta Ha)

Der Moment, an dem die Rechenschaft für das irdische Leben abgelegt werden muss, der Moment, den die Ungläubigen ihr Leben lang vernachlässigten, während sich Gläubige eifrig auf ihn vorbereiteten, ist nun gekommen. Ein herrlicher Ort wird für dieses große Gericht geschaffen. Der Quran informiert uns über diesen Tag:

Und der Himmel wird sich spalten; denn an diesem Tag wird er brüchig geworden sein. Und die Engel werden zu Seinen Seiten sein; acht davon werden an diesem Tage den Thron deines Herrn über sich tragen. (Sure 69:16, 17 - al-Haqqa)

An dem Tage, an dem der Geist und die Engel aufgereiht sein werden. Nur der wird reden dürfen, dem es der Erbarmer erlaubt und der das Rechte spricht. (Sure 78:38 - an-Naba')

Der Herr der Himmel und der Erde wird von Seinen Dienern Rechenschaft über ihre Taten fordern. Eine Quelle der Folter, die Seiner Macht und Größe entspricht, wird nahe sein. Ein tobendes Feuer brennt in der Hölle. Allah, der alles in einzigartiger und perfekter Art und Weise schafft, hat eine perfekte Qual für die Ungläubigen vorbereitet. Niemand kann die Qual mindern, die Allah an diesem Tag spüren lassen wird. Im Quran Spricht Allah:

Nicht so! Wenn die Erde kurz und klein zermalmt wird und dein Herr kommt und die Engel, Reihe um Reihe, und an diesem Tage die Hölle herangebracht wird - an diesem Tage möchte der Mensch die Ermahnung annehmen. Aber was nützte ihm dann noch die Ermahnung? Dann wird er rufen: "O wenn ich doch für mein (künftiges) Leben etwas vorausgeschickt hätte!" An diesem Tage wird keiner strafen wie Er und keiner wird fesseln wie Er. (Sure 89:21-26 - al-Fadschr)

Wenn der Mensch es versäumt, Seinem Schöpfer in dieser Welt zu dienen und sich auf diesen großen Tag vorzubereiten, dann wird er große Reue empfinden. Er wird sich wünschen, lieber auf Nichts reduziert zu werden als nach dem Tod aufzuerstehen. Doch wird diese Reue von keinem Nutzen mehr sein. Im Gegenteil wird sie eine ganz eigene Quelle von Qual sein und die Folter noch verschlimmern, die der Ungläubige in der Hölle erleiden wird.









DIE ORDNUNG BEI DER ENTSTEHUNG DES WINDES

...und in dem Wechsel der Winde sind Beweise für ein Volk von Verstand. (Sure 45:5 - al-Dschathiya)

Der Wind ist eine Luftströmung zwischen verschiedenen Wärmezonen. In der Atmosphäre verursachen die unterschiedlichen Temperaturen über verschiedenen geographischen Arealen unterschiedliche Luftdrücke; die Luft strömt vom höheren zum niedrigeren Druck. Wenn die Druckzentren, also die Temperaturunterschiede in der Atmosphäre zu stark werden, werden auch die Luftströmungen stärker. So entstehen auch Wirbelstürme, die zu großen Zerstörungen führen können.

Das Interessante daran ist: obwohl zwischen den Polen und dem Äquator ein großer Druck- und Temperaturunterschied herrscht, ist unsere Erde in der Regel keinen starken Winden ausgesetzt. Wenn die großen Luftströmungen zwischen dem Äquator und den Polen ungehindert fließen könnten, wäre die Erde ein toter Planet, auf dem nur starke Wirbelstürme herrschten.

Das Wort "tasrif" im Ausdruck "tasrifir riyah" im obenerwähnten Vers bedeutet "etwas sehr viel drehen, leiten, anordnen, verteilen". Dies beschreibt die geordneten Bewegungen der Winde ganz genau. Außerdem ist dies eine Erklärung dafür, dass der Wind nicht von selbst planlos weht. Wer die Winde so beherrscht, dass das Leben für die Menschen möglich wird, ist Allah.









Warum ist es falsch zu glauben, Allah selbst könnte das Leben durch Evolution geschaffen haben?

Einige Darwinisten behaupten, es gebe tatsächlich einen Schöpfer, doch Er hätte das Leben durch einen evolutiven Prozess geschaffen.

Es ist erkennbar, dass Allah der Allmächtige das gesamte Universum und alles Leben darin erschaffen hat. Es war Seine Entscheidung, ob die Schöpfung unverzüglich oder stufenweise vor sich gehen sollte. Der einzige Weg für uns, dies zu verstehen, liegt in den Informationen, die Allah uns gegeben hat, in den Versen des Qurans und in den Beweisen, die die Natur uns liefert.

Wenn wir uns diese beiden Quellen ansehen, finden wir nichts, was auf "Schöpfung durch Evolution" hindeuten würde.

Allah offenbart im Quran zahlreiche Verse, die sich mit der Erschaffung des Menschen, des Lebens und des Universums befassen. Keiner dieser Verse enthält einen Hinweis auf eine Schöpfung durch Evolution. Im Gegenteil offenbart der Quran, dass das Universum und alles Leben durch Allahs Befehl "Sei!" entstand.

Außerdem haben wissenschaftliche Entdeckungen ebenso ergeben, dass eine Schöpfung durch Evolution außer Frage steht. Die vorhandenen Fossilien zeigen uns, dass die verschiedenen Arten sich nicht voneinander entwickelt haben, sondern dass sie unabhängig voneinander und plötzlich auftauchten, mit allen ihnen eigenen Systemen und Strukturen. Das heißt, jede Spezies hat ihre "eigene Schöpfung".









Der Quran enthält nicht einen einzigen Vers über eine Schöpfung durch Evolution.




Gäbe es so etwas wie eine "Schöpfung durch Evolution", so sollten wir heute in der Lage sein, die Beweise dafür zu finden. Allah hat alles in einer besonderen Ordnung geschaffen, in einem Netzwerk von Ursache und Wirkung. Allah lässt Schiffe auf dem Wasser schwimmen. Wenn wir nach dem physikalischen Grund dafür suchen, entdecken wir das archimedische Prinzip. Die Macht Allahs lässt die Vögel fliegen. Wenn wir untersuchen, wie das geschieht, so finden wir die Gesetze der Aerodynamik. Wenn das Leben in einem abgestuften Schöpfungsprozess erschaffen worden wäre, dann müssten ganz offensichtlich genetische Informationen darüber vorhanden sein, die diesen Prozess erklären würden. Außerdem würden andere physikalische, chemische und biologische Gesetze vorhanden sein, die wir inzwischen kennen müssten. Es gäbe Beweise aus Forschungslaboratorien, die zeigen würden, dass eine Spezies sich in ein andere verwandeln kann. Es müsste sogar möglich sein, Enzyme, Hormone und ähnliche Moleküle herzustellen, um die Entwicklungsmöglichkeiten einer Spezies zu verbessern. Es würde außerdem möglich sein, neue Organellen und Strukturen zu schaffen, die bestimmte Lebewesen vorher nicht besessen haben.

Laboruntersuchungen würden auch Beispiele von Mutationen zeigen können, wobei die betreffenden Kreaturen tatsächlich davon profitiert hätten. Wir würden weiterhin sehen, dass diese Mutationen vererbt werden können und so Teil der betreffenden Spezies würden. Und es müsste Millionen Fossilien von Übergangsformen, die in der Vergangenheit gelebt haben, geben und es müsste heute Lebewesen geben, die ihren Übergangsprozess noch nicht abgeschlossen haben.

Doch es gibt nicht einen einzigen Beweis, dass eine Art in eine andere mutiert. Wie wir bereits gesehen haben, zeigen Fossilien, dass alles Leben zusammen auftauchte, ohne dass es Vorfahren gegeben hätte. Genauso wie diese Tatsache die Evolutionstheorie zu Fall bringt, zeigt sie auch die Unhaltbarkeit der Behauptung einer Schöpfung durch Evolution.

Allah schuf alle Dinge durch den Befehl "Sei!". Die moderne Wissenschaft bestätigt dies und sie beweist, dass alles Leben plötzlich auf der Erde auftauchte.

Die Anhänger der Idee, dass es möglich sei, Allah habe alles Leben durch Evolution erschaffen, versuchen, Schöpfung und Darwinismus miteinander zu vereinbaren. Sie machen jedoch einen grundsätzlichen Fehler. Sie vergessen die ursprüngliche Logik des Darwinismus, und die Philosophie, der er dient. Darwinismus besteht nicht nur aus dem Konzept der Transmutation der Spezies. Er ist tatsächlich ein Versuch, den Ursprung des Lebens allein durch materielle Faktoren zu erklären. Er versucht, die Behauptung, Leben sei ein Produkt der Natur allein, salonfähig zu machen, indem er ihr einen wissenschaftlichen Anstrich gibt. Es kann keine Gemeinsamkeiten geben zwischen dieser naturalistischen Philosophie und einem Glauben an Gott. Es ist ein schwerer Irrtum bei der Suche nach Gemeinsamkeiten, dem Darwinismus zuzugestehen, er sei eine wissenschaftliche Theorie. Wie 150 Jahre Geschichte gezeigt haben, ist der Darwinismus das Rückgrat der materialistischen Philosophie und des Atheismus, und keine Suche nach irgendwelchen Gemeinsamkeiten wird diese Tatsache jemals ändern.











GARNELE





Alter: 150 Millionen Jahre


Periode: Jura

Ort: Solnhofen Formation, Deutschland












Einer der Punkte, der gegen die angebliche Evolution von Krebstieren spricht, ist die Augenstruktur von Hummern und Garnelen. Viele Mitglieder der Klasse der Crustacea verfügen über Augen mit lichtbrechenden Linsen. Lediglich zwei Arten – der Hummer und die Garnele – haben Augen mit einer echten Spiegel-Linsen-Optik. Laut der unwissenschaftlichen Hypothese der Evolutionisten stammen alle Mitglieder der Klasse der Crustacea von einem gemeinsamen Vorfahren ab. Wäre diese Behauptung richtig, müsste sich das Auge mit Spiegel-Linsen-Optik ebenfalls aus dem Auge mit lichtbrechender Linse entwickelt haben.

Doch ein solcher Übergang ist undenkbar, denn beide beschriebenen Augentypen funktionieren jeweils nur als Gesamtsystem. Es ist also völlig sinnlos nach einer "Übergangsform" zu suchen.

Während der gesamten Zeit der graduellen Rückbildung der lichtbrechenden Linsen und der langsamen Entstehung von Hohlspiegeln im Auge, wäre das wirbellose Tier seines Sehvermögens beraubt gewesen und hätte so unmöglich überleben können.

Außerdem weist kein Fossil irgendeiner anderen Lebensform ein halb auf Reflexion und halb auf Lichtbrechung ausgelegtes Sehorgan auf. Jedes bis heute gefundene Fossil verfügt, wie die abgebildete, 150 Millionen alte Versteinerung einer Garnele, über vollständig entwickelte Augen und Körperstrukturen.











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