Harun Yahya

DIE ANTWORTEN DES QURAN - III

Kann der Mensch sein ganzes Leben Gott widmen?

Gott informiert uns über die wahre Bedeutung des Lebens in dieser Welt in Sure 67, Vers 2:

Der Tod und Leben schuf, um zu prüfen, wer von euch am besten handelt. Und Er ist der Erhabene, der Verzeihende. (Quran , 67: 2)

Wie dieser Vers erläutert, wird jeder anhand seiner Taten geprüft. Diejenigen, die Gutes tun, wünschen das Wohlgefallen Gottes zu verdienen und in das Paradies einzugehen. Und sie wissen, dass sie deshalb jeden Moment ihres Lebens in diesem Bemühen verbringen müssen.

Einige Menschen unterliegen jedoch einem Missverständnis. Sie denken, dass Beten und das Vermeiden des Verbotenen für Gottes Wohlgefallen ausreichend sind, und dass die restliche Zeit mit der Religion nicht in Zusammenhang steht.

Tatsächlich aber sollte der Mensch versuchen, das Wohlgefallen Gottes in jedem einzelnen Moment, in jedem Wort, in jedem Gedanken, und in jeder Handlung zu verdienen. Jemand, der vorhat, jeden Moment seines Lebens Gott zu widmen, spricht immer in einer Weise, die Ihn erfreuen wird. Er erinnert die Menschen an Gott, verbietet ihnen das Falsche und befiehlt ihnen das Richtige. In jedem Moment überlegt er, wie er am besten das Wohlgefallen Gottes erreichen kann.

Das gesamte Leben Gott zu widmen, gehört zu den grundlegenden Anforderungen der Religion. Deshalb befiehlt Gott dem Gläubigen in Sure 6, Vers 162:

Sprich: "Siehe, mein Gebet, mein Gottesdienst, mein Leben und mein Tod gehören Allah, dem Herrn der Welten.“ (Quran , 6: 162)

Warum sollte der Mensch sich nicht als unabhängig betrachten?

Der hauptsächliche Absicht eines Menschen, der Gott fürchtet, ist die, Ihm moralisch zu gefallen. Dieser Mensch weiß, dass er sich bessern muss und dass er nur mit einer dauernden Anstrengung ein besseres Verhalten erreichen kann, weil Tugenden wie Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Fleiß, Selbstaufopferung und Bescheidenheit keine Grenzen haben, die vom Menschen erreicht werden können.

Daher kann niemand behaupten, “Ich habe das bestmögliche Verhalten erreicht, ich kann mich nicht noch weiter bessern”.

Die geistige Besserung des Menschen wird schnell voranschreiten, wenn er sich als fehlerhaft sieht und sich bemüht, sich zu bessern. Solch ein Mensch reinigt sich von seinen Sünden und macht an jedem einzelnen Tag Fortschritte auf dem Weg zu besserem Verhalten. Doch wenn jemand sich für gut genug befindet, so wird er aufhören, nach Besserung zu streben. Er ist außerstande, seine Fehler und Unzulänglichkeiten herauszufinden, und so kann er nicht an ihnen arbeiten, was eine Besserung verhindert. Gott sagt in Sure 96, Verse 6-7, dass eine solche Selbstgefälligkeit, die vermeintlich unabhängig macht, ein schwerer Fehler ist:

Doch nein! Der Mensch ist wahrlich rebellisch, weil er auf niemand angewiesen zu sein glaubt. (Quran, 96: 6-7)

Deshalb sollte der Mensch nicht nachlassen mit guten Taten, die Gott erfreuen und in seiner spirituellen Besserung. Den Verstand gebrauchend, den Gott ihm gewährte, sollte er immer um Besserung bitten.

Haben Ungeduld und Verzweiflung Platz im Leben eines Gläubigen?

In Vers 200 von Sure 3 rät Gott den Gläubigen, in schweren Zeiten geduldig zu sein.

O ihr, die ihr glaubt! Seid standhaft und wetteifert in Geduld und haltet aus und fürchtet Allah, damit es euch wohlergeht. (Quran, 3: 200)

Gläubige verwenden ihren Intellekt, alle ihre materiellen und geistigen Mittel und machen die bestmögliche Anstrengung, um Schwierigkeiten zu überwinden. Doch in dem Wissen, dass Elend eine spezielle Bedingung ist, die Gott schafft, um sie zu prüfen, und dass es einen verborgenen Nutzen hinter allen Ereignissen gibt, vertrauen sie auf Gott. Gottvertrauen ist für die Standhaftigkeit der Gläubigen notwendig. Sie haben ein hohes Maß an Vertrauen, dass Gott jedes Ereignis in unendlicher Weisheit erschafft, und dass Er mit seinen Antworten auf die Gebete der Gläubigen die Schwierigkeiten beseitigen wird. Deshalb erfahren Gläubige nie Gefühle wie Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.

Er sagt in Sur 39, Vers 53:

Sprich: "O meine (Gottes-)Diener, die ihr euch gegen euch selber vergangen habt! Verzweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit; seht, Allah verzeiht die Sünden allzumal. Er ist gewiss der Vergebende, des Barmherzige. (Quran, 39:53)

Gott befiehlt den Gläubigen, niemals an Seiner Gnade zu zweifeln, ganz gleich, was da kommen mag.

Wie wird Extravaganz im Quran beschrieben?

Gott hat Seinen Dienern verboten, ausschweifend zu sein, und Er hat festgelegt, welches Kriterium für Ausgaben gelten soll:

Und diejenigen, welche beim Spenden weder verschwenderisch noch geizig sind, sondern die richtige Mitte dazwischen einhalten; (Quran, 25: 67)

Muslime nehmen alle Ausgaben in der Weise vor, die Gott am besten gefällt. Sie vergessen nicht, dass alles was sie haben, ihnen von Gott als Segnung gegeben ist und dass sie nicht die wahren Eigentümer der Dinge sind. Wenn sie Opfer bringen müssen, geben sie alles, so wie es im Quran befohlen wird. Doch sie vermeiden, auch nur einen einzigen Cent verschwenderisch auszugeben. Gott hat im Quran den Gläubigen befohlen, ihren Besitz denen zu geben, die bedürftig sind, aber ihn nicht zu verschwenden:

Und gib dem Verwandten, was ihm gebührt, und dem Armen und dem Reisenden; doch verschleudere nicht wie ein Verschwender. Siehe, die Verschwender sind des Teufels Brüder, und Satan war seinem Herrn undankbar. (Quran, 17:26-27)

Extravaganzen zu vermeiden, bedeutet jedoch nicht, die Gaben Gottes zu vermeiden. Er sagt im Quran , “...esst und trinkt, aber seid nicht ausschweifend dabei. Siehe, Er liebt die Ausschweifenden nicht. (Quran, 7:31). Gott sagt den Gläubigen in diesem Vers, sie sollten Seine Gaben genießen; Er hat ihnen lediglich verboten, verschwenderisch zu sein. Heutzutage jedoch findet man in Gesellschaften, die sich von der Religion entfernt haben, überall Verschwendung. Sowohl in Restaurants als auch Zuhause werden Platten voller Essen, pfundweise Brot, Früchte und Gemüse achtlos weggeworfen. Doch Gott hat Ausschweifung verboten, ganz gleich, um welche Menge es sich dabei handelt. Darum sollten die Menschen sich Gedanken machen, wie sie die Gaben nutzen können, bevor sie verderben, anstatt sie fortzuwerfen mit der Begründung, “Dies ist schlecht geworden”, oder, “Das können wir nicht mehr verwenden”. Nur so messen sie diesen Gaben ihren wahren Wert bei, andernfalls kommt es zu Lebensmittelmangel und es ist Undankbar gegen Gott.

Wie beschreibt der Quran den Neid?

Der Quran  verdammt den Neid. Gott hat offenbart, dass Er die Seele des Menschen für den Neid anfällig gemacht hat, und dass die Gläubigen sich dessen vorsehen sollen:

... Die Seelen neigen zur Habsucht: Und wenn ihr Gutes tut und gottesfürchtig seid, siehe, Allah kennt euer Tun. (Quran, 4:128)

Eifersucht entsteht, wenn jemand nicht akzeptiert, dass ein anderer höher steht als er selbst. Dies ist eine Haltung, die sogar zur Arroganz gegenüber Gott führen kann, denn es ist Gott, der den Menschen alles gewährt, was sie besitzen. Er verteilt, wie Er will, und niemand kann dies jemals verhindern.

Abgesehen davon wird im Quran auch berichtet, dass Satan gegen Gott rebelliert hat, indem er sich nicht vor Adam niederwerfen wollte. Er empfand sich selbst Adam überlegen. Wir kommen hier zu einem wichtigen Punkt: Die Eifersucht ist eine Eigenschaft Satans, und jeder, der Gott fürchtet, sollte sie daher strikt vermeiden.

Wie steht der Quran  zur Verwendung beleidigender Spitznamen?

Menschen, die nicht nach der Religion Gottes leben, verspotten andere Menschen, indem sie sie mit beleidigenden Spitznamen rufen, um sie zu beschämen und sich selbst dadurch zu erhöhen. Gläubige jedoch verhalten sich niemals so. Gott verbietet den Gläubigen dieses Verhalten ausdrücklich, und Er sagt, dass jene, die dies nicht unterlassen, Missetäter sind:

O ihr, die ihr glaubt! Kein Volk soll über ein anderes spotten - vielleicht sie sind besser als sie - auch Frauen nicht über andere Frauen - vielleicht sind sie besser als sie. Verleumdet einander nicht und gebt einander keine Schimpfnamen. Schlimm ist es, jemand als sündhaft zu bezeichnen, nachdem er den Glauben angenommen hat; und wer es nicht bereut, tut Unrecht. (Quran, 49: 11)

Die mit der Moral des Quran übereinstimmen, benehmen sich niemals auf solch unanständige Art, die von Gott missbilligt wird. Sie begegnen einander auf die angenehmste Weise und respektieren einander als aufrichtige Diener Gottes.




Was sagt der Quran über Gespött?

Spötterei ist ein Beispiel schlechter Moral, die Gott nicht gefällt. Es gibt viele Manifestationen der Spötterei in religionsfeindlichen Gesellschaften, einschließlich des Spotts über Unvollkommenheit und Mangel bei anderen, und dem Erfinden beleidigender Spitznamen. Im Quran warnt Gott die Menschen vor dieser schlechten Tat wie folgt:

Wehe einem jeden Verleumder und Nörgler. ...(Quran, 104: 1)

Ein anderer Typ des Spotts, auf den Gott im Quran verweist, ist der Spott von Ungläubigen über Gläubige. Es wird im Quran berichtet, dass manche, in der falschen Überzeugung ihrer eigenen Überlegenheit, über die Gläubigen spotteten, die doch auf dem richtigen Weg waren. Die Verse darüber lauten:

Die Sünder pflegten gewiss über die Gläubigen zu lachen. Und wenn sie an ihnen vorübergingen, zwinkerten sie sich zu. (Quran, 83:29-30)

Doch Gott offenbart, dass diese Menschen einen großen Fehler machten und kündigt ihr tragisches Ende wie folgt an:

Doch an diesem Tage werden die Gläubigen die Ungläubigen verlachen. Auf ihren Kissen ruhend werden jetzt sie ihre Betrachtungen anstellen. Hätte den Ungläubigen ihr Tun etwa anders vergolten werden sollen? (Quran, 83:34-36)

Außerdem beschreibt Gott im Quran diejenigen, die über den Islam und Seine Enthüllung spotten und offenbart, dass diese Menschen jede Warnung Gottes und Seiner Gesandten zurückweisen. Sie sind die Menschen, die die Macht Gottes in ihrem vollen Ausmaß nicht ermessen und die Tatsache ignorieren, dass über sie in Seiner Anwesenheit gerichtet wird. Doch werden diese Menschen für den Spott, den sie ausgossen, ihre Vergeltung bekommen. Diese Tatsache wird im Quran deutlich erwähnt:

Das sind diejenigen, die nicht an die Zeichen ihres Herrn und an die Begegnung mit Ihm glaubten. Nichtig sind ihre Werke, und Wir werden ihnen am Tag der Auferstehung kein Gewicht beimessen. Dies wird ihr Lohn sein - die Hölle - weil sie ungläubig waren und mit Meiner Botschaft und Meinen Gesandten ihren Spott trieben. (Quran, 18:105-106)

Was sagt der Quran über den Klatsch?

Im Quran verbietet Gott den Gläubigen die Diffamierung, und Er nennt dies eine Unzüchtigkeit:

... Und bespitzelt euch nicht und redet nicht hinter dem Rücken schlecht über einander. Würde jemand von euch etwa gerne das Fleisch seines toten Bruders essen? Ihr würdet es verabscheuen. Und fürchtet Allah. Allah ist fürwahr bereit zu vergeben, barmherzig. (Quran, 49:12)

Wie in diesem Vers befohlen, vermeiden Menschen, die nach der Religion leben und wie Bruder und Schwester zu einander sind, dieses Verhalten. Im Gegenteil erinnern sich die Gläubigen nur an die guten Absichten eines anderen und versuchen immer, dessen gute Eigenschaften hervorzuheben. Sie versuchen nicht, Fehler an denen zu finden, die dem Willen Gottes gegenüber gehorsam sind.

Klatsch ist ein übles Verhalten, das unter Gläubigen nicht anzutreffen ist, wenn sie die von Gott gesetzten Grenzen beachten. Wenn Gläubige eine Unzulänglichkeit an einem anderen bemerken, verleumden sie ihn nicht, sondern ermahnen ihn stattdessen direkt, so dass er sein unannehmbares Verhalten revidieren kann.

Wie definiert der Quran den Begriff Verdacht?

Handeln aufgrund von Verdacht und Vermutungen ist ein weiteres Verhalten, das Gott missfällt. Gott hat in vielen Versen des Quran darauf hingewiesen, dass das Handeln auf Verdacht eine Eigenschaft der Gesellschaften der Unwissenden ist und dass es der Menschheit keinen Nutzen bringt. Er hat Seinen gläubigen Dienern befohlen, Verdächtigungen zu vermeiden. Nach diesem Befehl Gottes handelnd, beurteilen Gläubige niemals etwas aufgrund von ungesicherten Informationen. Jedes Wort, das sie aussprechen und jede Idee, die sie mitteilen, sind immer in Übereinstimmung mit der Moral des Quran  und sind immer gegründet auf absolut stichhaltige Beweise. Sie kommen nicht zu auf Verdacht beruhenden Entscheidungen über einen Menschen. Sie fragen immer nach seiner Meinung und urteilen nicht ohne gültige Beweise gegen ihn.

Die Aufmerksamkeit, die die Gläubigen diesem Problem schenken, ist ein Ergebnis ihrer Gottesfurcht. Das Wissen, dass sie mit jeder ihrer Handlungen im Jenseits konfrontiert werden und die Furcht vor der Strafe Gottes macht sie vorsichtig in diesem Zusammenhang. Gott sagt im Quran folgendes über Verdächtigungen.

O ihr, die ihr glaubt! Vermeidet möglichst viel Argwohn; denn mancher Argwohn ist Sünde. ... (Quran, 49:12)

Wie sollte ein Muslim seine Zeit verbringen?

Wir sehen im Quran, dass die Vorstellung der Freizeit für Gläubige nicht zutrifft. Jeder Moment des Lebens des Muslims wird tatsächlich in Besitz genommen. Denn jemand, der Gott fürchtet und peinlich genau Seine Befehle befolgt, begeht ständig gute Taten, um mehr Gutes zu tun und so zu denen zu gehören, die Gott am nächsten sind. Er verbringt seine Zeit in Gebeten, auf die Gott im Quran  hingewiesen hat.

Wann immer er eine Arbeit beendet hat, unternimmt er eine andere. Er sucht dauernd Güte und Schönheit. Es gibt keine Unterbrechungen, Pausen oder Grenzen während dieser Anstrengungen. Das Vollenden der Arbeit eines Gläubigen, zeigt nur das Bedürfnis an, eine neue zu beginnen. Denn ein Gläubiger ist sich genau bewusst, dass er jeden Moment in dieser Welt damit verbringen sollte, die Genugtuung Gottes zu verdienen und dass er im Jenseits für jeden Moment verantwortlich sein wird.

Diese Bemühungen der Gläubigen werden im Quran so beschrieben:

Und wenn du (mit etwas) fertig bist, dann bemühe dich weiter. (Quran, 94: 7)

Da alles, was ein Gläubiger tut, dazu dient, Gottes Wohlgefallen zu erlangen, wird in seinem täglichen Leben alles zu einem Akt der Anbetung. Wenn er müde ist, ruht er sich um Gottes Willen aus, und wenn er Hunger hat, ißt er um Seinetwillen. Er schläft und wäscht sich auch um Gottes Willen.

Das Wichtige ist, Gott nie zu vergessen, wenn man all diese Dinge tut, Ihm zu danken und alles als Glück verheißend zu betrachten.

Wie kann man sich von wertlosen und nutzlosen Dingen abwenden? Was ist wertlos und nutzlos?

Man kann sich von wertlosen und nutzlosen Dingen abwenden, wenn man handelt, um allein Gottes Wohlgefallen zu gewinnen. Gläubige wissen, dass sie ihre Zeit in dieser Welt auf die effizienteste Weise verwenden müssen, weil das, was sie in dieser Welt tun, ihr ewiges Leben bestimmt. Deshalb versuchen sie, mit jeder Handlung, eine gute Tat für das Jenseits zu tun. Natürlich reden sie, haben Spass, essen, lachen, denken und arbeiten wie jeder andere auch, doch haben sie dabei stets gute Gedanken, die anderen Menschen und der Religion einen Nutzen bieten. Abgesehen davon dienen alle Handlungen der Gläubigen einem bestimmten Zweck. Sie wenden sich immer jenen guten Taten zu, die am ehesten Gottes Wohlgefallen erwirken werden. Sie verwenden ihre Zeit effizient, wobei sie sorgfältig zwischen allen weltlichen Dingen unterscheiden. Sie tun dies, indem sie ihr Gewissen und ihren Verstand benutzen, sie entscheiden, was wertlos und was nützlich ist, und sie handeln entschlossen. Die Haltung der Gläubigen, wenn sie nutzloses Gerede hören, ist im Quran  so beschrieben.

Und wenn sie eitles Geschwätz hören, kehren sie sich davon ab und sprechen: "Für uns unsere Taten und für euch euere Taten! Friede sei mit euch! Wir suchen keine Unbedarften." (Quran, 28: 55)

Diese höhere im Quran beschriebene Moral ist eine Quelle der Sorgenfreiheit, und sie ist ein gutes Verhalten, das Gott erfreuen wird.

Wobei zeigen die Gläubigen Geduld?

Eines der unterscheidenden Merkmale der Gläubigen ist ihre Standhaftigkeit. Doch die Standhaftigkeit, die im Quran gemeint ist, ist nicht das zeitweise Ertragen von Elend. Was im Quran empfohlen wird, ist Geduld zu zeigen, wenn es zur Auswahl der Art des Verhaltens kommt, das Gott jederzeit erfreuen wird.

Jeder der glaubt, weiß, dass Gott die Menschen in dieser Welt mit Schwierigkeiten und Krankheiten prüft. Deshalb sind solche Menschen geduldig und geben sich in die Hand Gottes, sogar angesichts der schlimmsten Krankheit und des schwersten Problems. Sie wenden sich Gott in allen Dingen in dem Wissen zu, dass Er es ist, Der Schwierigkeiten und Krankheit schickt und dass nur Er sie wegnehmen kann.






Gott prüft die Gläubigen mit einer Mannigfaltigkeit von Situationen, Hunger, Furcht und Verlust von Besitz und Wohlstand. Der im Quran beschriebene Gläubige sucht beharrlich Gottes Wohlgefallen, unabhängig von den Verhältnissen. Im Wohlstand sagt er Gott Dank; in Not und Elend setzt er sein Vertrauen in Ihn; für ihn sind der Nutzen für die Religion und die Gläubigen höher zu bewerten, als persönliche Vorteile. Er erfüllt in seinem Leben ständig alle Anforderungen an einen tugendhaften Charakter. Er ist aufrichtig, ehrlich, großzügig, fleißig und eifrig; er spricht immer höflich und sanft, und er versucht immer, der Religion zu dienen. Kurz, er befolgt alles, was Gott für gut befindet. Als Belohnung dafür gibt Gott Seinen standhaften Dienern eine frohe Botschaft in Sure 2, Verse 155-157:

Und wahrlich, Wir werden euch mit Furcht prüfen sowie mit Hunger und Verlust an Besitz und Menschenleben und Früchten; doch verkünde den Standhaften Heil. Ihnen, die da sprechen, wenn sie ein Unheil trifft : "Siehe, wir gehören Allah, und zu Ihm kehren wir heim." Segen über sie von ihrem Herrn und Barmherzigkeit! Sie sind die Rechtgeleiteten. (Quran, 2: 155-157)

Wenn Sie eine Belohnung in dieser Welt und im Jenseits bekommen wollen, dann üben Sie sich in Geduld und guter Moral angesichts aller Not und Krankheit.

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