Harun Yahya

MEKKA, DIE MUTTER ALLER STÄDTE UND DIE HEILIGE STÄTTE DER KAABA

Mekka ...

Dies ist die heilige Stadt, in der unser geliebter Prophet Muhammad (möge Gott ihn segnen und ihm Frieden schenken) geboren und aufgezogen wurde. Sie ist seit vielen Hundert Jahren das Zentrum des Islam…

und dies ist die Stätte, der sich alle Muslime der Stadt zuwenden:

Die Kaaba...

Die Kaaba, von Gott, dem Allmächtigen in den Versen als “Sein Haus” bezeichnet und der daneben befindliche Masjid Al-Haram bilden eine heilige Stätte, an der Millionen Muslime verschiedener Hautfarbe und Sprache zusammen kommen. Der Quran enthüllt:

Siehe, das erste für die Menschheit errichtete Haus war das in Mekka - gesegnet und eine Leitung für alle Welt. (Quran, 3:96)

Schon vor der Verkündung des Islam war Mekka - damals Ummul Qur’a, die Mutter aller Städte genannt – wegen seiner geographischen Lage sowohl wirtschaftlich wie auch strategisch von Bedeutung, obwohl sie inmitten der Wüste liegt.

Deshalb haben die Kaiser von Rom und Byzanz und die Könige von Persien und Abessinien versucht, die Stadt ihren eigenen Reichen einzuverleiben.

Doch Mekka hielt allen Angriffen von außen stand und wurde niemals Opfer einer Invasion.

Der allmächtige Gott beschützte die Stadt zu allen Zeiten vor ihren Feinden.

Er machte die Kaaba zu einem Ort der Geborgenheit, seit ihrem Bau durch Abraham (a.s) und seinen Sohn Ismail (a.s), bis auf den heutigen Tag:

Und als Wir das Haus zu einem Versammlungsort für die Menschen und einem Asyl machten und (sprachen:) "Nehmt Abrahams Stätte zum Ort des Gebets" und Wir Abraham und Ismael verpflichteten: "Reinigt Mein Haus für die es Umwandelnden und darin Verweilenden und die sich Beugenden und Niederwerfenden." (Quran, 2:125)

DER PROPHET ABRAHAM (A.S) BAUT DIE KAABA

Die Kaaba, für Muslime der heiligste Ort auf Erden, wurde auf Befehl Gottes von Abraham (a.s) und seinem Sohn Ismail (a.s) erbaut, beide Propheten des Allmächtigen.

Der Quran berichtet, wie Gott dem Propheten Abraham (a.s) die Botschaft Seiner Offenbarung übermittelt:

Und als Wir Abraham den Platz für das Haus zuwiesen: "Setze Mir nichts zur Seite! Und reinige Mein Haus für die es Umschreitenden und für die im Gebet Stehenden, sich Beugenden und sich Niederwerfenden. Und rufe die Menschen zur Pilgerfahrt. Lass sie zu dir kommen zu Fuß und auf allen möglichen flinken Reittieren, aus den fernsten Gegenden. (Quran, 22:26-27)

Gott hat offenbart, dass die Kaaba, das erste Haus der Menschheit, das seit dem Tag seiner Erbauung von Muslimen besucht wird, der ständige Aufenthaltsort Abrahams’ ist:

Wo es klare Zeichen gibt, wie die Stätte Abrahams. Wer es betritt, ist sicher. Und der Menschen Pflicht gegenüber Allah ist die Pilgerfahrt zum Hause, wer immer dazu in der Lage ist. Wer aber ungläubig ist- wahrlich, Allah ist auf nichts in aller Welt angewiesen. (Quran, 3:97)

Gott befahl Abraham, die Menschen zur Hadsch aufzurufen, zur Pilgerfahrt nach der Kaaba. Der Quran offenbart dies so:

Und rufe die Menschen zur Pilgerfahrt. lass sie zu dir kommen zu Fuß und auf allen möglichen flinken Reittieren, aus den fernsten Gegenden, damit sie die Vorteile davon erfahren können und damit sie über dem Vieh, mit dem Wir sie versorgten, den Namen Allahs aussprechen, an den (zum Opfer) bestimmten Tagen. So esst davon und speist den notleidenden Armen. (Quran, 22:27-28)

Seit diesem Aufruf strömen die Menschen zur Kaaba, sie umkreisen sie und erfüllen die Verpflichtungen, die ihnen als Pilger auferlegt sind.

Im Lauf der Zeit aber fielen die Mekkaner ab von dem monotheistischen Glauben, den Abraham (a.s) ihnen gebracht hatte, und sie wandten sich stattdessen einem heidnischen Glauben zu.

Die Götzenanbeter in Mekka blieben bei ihrem heidnischen Aberglauben bis zu dem Zeitpunkt, als unser Prophet Muhammad (s.a.w.s) die Stadt eroberte.

MEKKA ZUR ZEIT UNSERES PROPHETEN (MÖGE GOTT IHN SEGNEN UND IHM FRIEDEN SCHENKEN)

Zur Zeit unseres Propheten (s.a.w.s) gab es die verschiedensten heidnischen Aberglauben auf der arabischen Halbinsel.

Die arabischen Stämme beteten unterschiedliche Götzen an.

Manche dieser Stämme waren Wüstennomaden, Beduinen, andere wohnten in Städten.

Die Stadtbewohner hatten ein höheres Kulturniveau und eine fortgeschrittenere Zivilisation als die Beduinen, die in der Regel nichts anderes kannten als die Viehzucht.

Insbesondere die Einwohner von Mekka, der wichtigsten Stadt auf der arabischen Halbinsel, repräsentierten eine der fortgeschrittensten Zivilisationen der damaligen Welt.

Mekka war ein bedeutendes religiöses und wirtschaftliches Zentrum dieser Region.

Viele Karawanen aus fernen Ländern kamen hier an und brachten Elemente fremder Kulturen und Zivilisationen in die Stadt.

Arabien und besonders Mekka waren in diesen Tagen der Schauplatz zahlreicher Stammesfehden.

Eine grausame soziale Ordnung herrschte, in der der Stärkere im Recht war, die Frauen verachtet wurden und neugeborene Mädchen lebendig begraben wurden, weil sie als Schande galten.

Die von Abraham (a.s) gebaute und Gott gewidmete Kaaba war zur Kultstätte heidnischen Glaubens verkommen.

Viele Menschen kamen nach Mekka, um diese Götzen anzubeten.

Die Unwissenden brachten den Götzen eine Vielzahl von Geschenken dar.

Manche brachten ihnen in einem abergläubischen Ritual Opfer unter Händeklatschen und Pfeifen. Ohne Zweifel waren diese Menschen vom Weg abgeirrt und machten einen großen Fehler.

Der Quran beschreibt dies so:

Und ihr Gebet bei dem (Gottes-)Haus ist nichts als Pfeifen und Händeklatschen. So kostet die Strafe für eueren Unglauben! (Quran, 8:35)

Unser Geliebter Prophet Muhammad (s.a.w.s) wollte, dass sein Volk diese heidnischen Praktiken aufgab, und er rief sie auf Gottes Weg. Aus diesem Grund nahm die einflussreiche herrschende Klasse Mekkas den Propheten Muhammad  (s.a.w.s) und die Muslime, die seinem Ruf folgten, ins Visier.

Sie versuchten, die Muslime vom Weg Gottes abzubringen, indem sie sie einschüchterten und sogar vor Mord nicht zurück schreckten.

In einer Zeit schwerster Unterdrückung der Muslime wanderten unser Prophet  (s.a.w.s) und seine ihm folgenden gläubigen Anhänger nach Medina aus.

In den darauffolgenden fünf Jahren führten die Muslime von Medina und die Heiden von Mekka dreimal Krieg gegeneinander.

Das Ziel der Heiden von Mekka war es, die Gläubigen zu besiegen und alle Muslime zu töten.

Doch sie erlitten schreckliche Niederlagen durch die Armee der Gläubigen, die nichts als Gottes Wohlgefallen suchten und die ihr Leben und all ihren Besitz Seinem Weg gewidmet hatten.

Im Jahr 630, am Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen marschierte die Muslimische Armee, die inzwischen eine unüberwindliche Stärke erreicht hatte, auf Mekka und nahm die Stadt kampflos ein.

Den moralischen Werten des Quran folgend, ließ unser Prophet (s.a.w.s) eine Proklamation herausgeben, dass keinerlei Rache genommen werden sollte an den Einwohnern von Mekka und dass niemand gezwungen werden sollte, zum Islam zu konvertieren.

Die Einnahme Mekkas’ machte dem heidnischen, polytheistischen System, das hunderte von Jahren gedauert hatte, ein Ende und bedeutete die absolute Überlegenheit und Vorherrschaft des Islam.

Die die Stadt einehmenden Muslime zogen sofort zur Kaaba.

Unser Prophet (s.a.w.s) ging hinein und zerschlug die darin befindlichen Götzenbilder.

Mit der Zerstörung der Götzen gingen alle Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Aberglaube des Zeitalters der Unwissenheit in Arabien zu Ende.

Der Quran offenbart dies:

Und sprich: "Gekommen ist die Wahrheit und vergangen das Falsche. Das Falsche ist fürwahr vergänglich." (Quran, 17:81)

Seitdem ist die Kaaba eine heilige Moschee, in der sich jedes Jahr Millionen Muslime versammeln.

DIE KAABA: DAS HERRLICHSTE ALLER HÄUSER

Der Quran bezieht sich unter verschiedenen Namen auf die Kaaba.

Einer dieser Namen ist “Bayt al ‘Atiq,” was soviel wie “das alte Haus” bedeutet.

Ein Vers, in dem dieser Name auftaucht, lautet:

Dann sollen sie den Zustand der Enthaltsamkeit beendigen, ihre Gelübde erfüllen und das altehrwürdige Haus umschreiten." (Quran, 22:29)

“Bayt al Haram” ist ein weiterer Name, unter dem die Kaaba im Quran genannt wird. Er bedeutet “unverletzliches Haus”:

Allah hat die Kaaba, das unverletzliche Haus, zum Rückhalt für die Menschen gemacht und den geschützten Monat und das Opfer und die Girlanden (des Opfers) bestimmt, auf dass ihr wisset, dass Allah weiß, was in den Himmeln und was auf Erden ist, und dass Allah alle Dinge kennt. (Quran, 5:97)

Die Struktur der Kaaba ist einfach, doch eindrucksvoll.

Sie wurde in Form eines Würfels erbaut, 13 Meter hoch, mit 11 bis 12 Meter langen Wänden.

Sie ruht auf einem 25 Zentimeter hohen Marmorsockel, über den sie 30 Zentimeter nach den Seiten hinausragt. Die Wände der Kaaba bestehen aus übereinander geschichteten schwarzen Marmorblöcken.

Die Außenwände sind mit einem “Kiswa” genannten schwarzen Vorhang verhangen, der bis zum Boden reicht und der durch Kupferringe mit dem Sockel verbunden ist.

Die Kiswa besteht aus einem einzigen Stück Tuch, das jedes Jahr ersetzt wird.

Wo sich die Tür der Kaaba befindet, ist eine Öffnung gelassen, damit man den schwarzen Stein sehen kann.

Die Kiswa ist aus reiner Seide und in ihrer Bordüre ist das Glaubensbekenntnis eingestickt. Ein gürtelähnlicher, mit Gold bestickter Streifen spannt sich über die Dachregion, auf dem Qur’anverse eingestickt sind.

Die nordwestliche Wand der Kaaba enthält eine Tür -2,5 Meter hoch-, mit Silber- und Blattgold bedeckt.

Man nähert sich der Tür über eine besonders konstruierte Treppe, von der aus sich die Tür öffnen lässt.

Innerhalb der Kaaba befindet sich eine weitere Treppe, von der man aufs Dach gelangt, sowie drei hölzerne Säulen. Die inneren Wände und der Fußboden sind mit Marmor belegt. Goldene und silberne Öllampen hängen von der Decke.

Die große Moschee, die die Kaaba umgibt, ist die “Masjid al-Haram”. Dieser Ausdruck, der “heilige Moschee” bedeutet, taucht in 16 Versen des Qurans auf. Einer lautet:

Von woher du auch kommen magst, kehre dein Gesicht in Richtung auf die unverletzliche Moschee; denn dies ist die Wahrheit von deinem Herrn, und Allah ist nicht achtlos eueres Tuns. (Quran, 2:149)

In der Masjid al-Haram, auch als “Haram al-Sharif” bekannt, befinden sich neben der Kaaba selbst auch der ewige Wohnort Abrahams’ (a.s) sowie der Brunnen Zamzam.

Zur Zeit unseres Propheten (s.a.w.s) bestand die Masjid al-Haram nur aus einem kleinen Areal, das um die Moschee herum lag. Zum ersten Mal wurde sie vom Kalifen Omar erweitert, der sie mit einem Wall umgab. Seitdem wurde sie bis zum heutigen Tag viele Male vergrößert. Heute ist sie so groß, dass hunderttausende Menschen in ihr beten können.

An der östlichen Ecke des Komplexes steht der Hajar al-Aswad, ein von einem silbernen Rahmen umgebener markierter Stein von anderer Farbe.

“Hajar al-Aswad” heißt “schwarzer Stein”.

Dieser Stein wird als ein Erbe angesehen, das aus der Zeit unseres Propheten (s.a.w.s) auf uns überkommen ist. Deswegen ist er überaus wertvoll für alle Muslime.

Heute ist der Stein der Startpunkt für die Umkreisung der Kaaba.

Direkt gegenüber dem Hajar al-Aswad befindet sich der Brunnen Zamzam. Der Ausfluss der Quelle wurde tiefer gelegt, unter den Bereich der Umkreisung der Kabaa.

Treppenstufen führen zum Brunnen Zamzam hinunter.

Seit den Tagen der Propheten Abraham  (a.s) und Ismail (a.s) wurde die Kaaba vielfach verändert.

Ihr heutiges Aussehen erhielt sie nach zahlreichen teilweisen und vollständigen Umbauten im Lauf der Jahrhunderte.

Zur Zeit umschließt der Komplex der Kaaba ein Areal von 145 Quadratmetern. Zusammen mit der Masjid al-Haram umfasst er 361,000 Quadratmeter. Während der Hadsch können hier rund eine Million Menschen gleichzeitig beten.

DIE HADSCH (PILGERFAHRT NACH MEKKA)

Jedes Jahr kommen Millionen Muslime an der heiligen Stätte der Kaaba zusammen, um hier ihren mit der Pilgerfahrt verbundenen Pflichten nachzukommen.

Die Hadsch ist eine Verpflichtung, die Gott allen Muslimen auferlegt hat, die in der Lage sind, sie durchzuführen.

Die Menschen, die dieser Verpflichtung nachkommen, dürfen sich “Hadschi” nennen.

Im Quran ist offenbart, dass Gott den Muslimen, die dazu in der Lage sind, die Hadsch zur heiligen Pflicht gemacht hat:

Wo es klare Zeichen gibt, wie die Stätte Abrahams. Wer es betritt, ist sicher. Und der Menschen Pflicht gegenüber Allah ist die Pilgerfahrt zum Hause, wer immer dazu in der Lage ist. Wer aber ungläubig ist- wahrlich, Allah ist auf nichts in aller Welt angewiesen. (Quran, 3:97)

Das Wort “Hadsch” heißt, sich vielfach einander zuwenden, jemanden viele Male besuchen.

Mehrere Quranverse beschreiben die Verpflichtung zur Hadsch.

In diesen Versen offenbart Gott obligatorische und unrechte Handlungen, die während der Hadsch begangen werden können. Einer dieser Verse lautet:

Die (Zeit der) Pilgerfahrt (sind) die bekannten Monate. Wer in ihnen die Pilgerfahrt unternimmt, der enthalte sich sexueller Beziehungen und unterlasse (jede Art von) Unrecht und Streit während der Pilgerfahrt. Und was ihr an Gutem tut, Allah weiß es. Und sorgt für euch vor; doch die beste Vorsorge ist die Gottesfurcht. Und fürchtet Mich, ihr Verständigen. (Quran, 2:197)

Eine unrechte Handlung während der Hadsch ist die Jagd. Gott sagt, dass dies eine Prüfung ist für die Gläubigen:

O ihr, die ihr glaubt! Allah will euch (während der Pilgerschaft) wahrlich mit dem Wild in Versuchung führen, das in Reichweite eurer Hände oder eurer Lanzen ist, damit Allah erkennt, wer Ihn im Verborgenen fürchtet. Und wer sich danach vergeht, dem wird schmerzliche Strafe zuteil. O ihr, die ihr glaubt! Tötet kein Wild, während ihr im Stand des Pilgers seid. Wer von euch es aber vorsätzlich tötet, der soll es nach dem Urteil von zwei redlichen Männern unter euch durch Gleichwertiges an Vieh ersetzen, und dieses soll als Opfer zur Kaaba gebracht werden. Oder die Sühne sei die Speisung von zwei Armen. Oder, als Ersatz dafür, faste er entsprechend, damit er das Unheil seiner Tat empfinde. Allah vergibt, was zuvor geschah. Wer es aber wieder tut, dem vergilt Allah dafür. Und Allah ist mächtig und Herr der Vergeltung. (Quran, 5:94-95)

Für Gläubige ist die Verpflichtung zur Hadsch eine Gelegenheit, ihre Unterwerfung und ihre Hingabe an den allmächtigen Gott zu beweisen und das Bewusstsein ihrer eigenen Hilflosigkeit zu schärfen.

Ein Muslim, der die Pilgerfahrt antritt, entsagt aller weltlichen Belange, Besitz, Rang und Status, und er wendet sich vollständig zu Gott.

Die Millionen Muslime, die sich während der Hadsch zu demselben Zweck versammeln, achten nicht auf Unterschiede wie Hautfarbe, Sprache oder Rasse, sondern bilden eine brüderliche Gemeinschaft unter Gleichen.

Alle Hadschis, reich oder arm, stark oder schwach, tragen die gleichen Gewänder, folgen denselben Regeln, erfüllen dieselben Pflichten und handeln unter denselben Bedingungen, wodurch sie das gemeinsame Gefühl der Bruderschaft verstärken.

Gläubige, die am Arafat zusammenkommen und die in ihrer edlen Geisteshaltung Schulter an Schulter die Kaaba umkreisen, distanzieren sich vollständig von abträglichem Verhalten wie Prahlerei, Stolz, Eifersucht, Neid und Streit.

Sie verbinden sich im Geist islamischer Brüderlichkeit.

Sie sind sich ständig der Tatsache bewusst, dass das Leben in dieser Welt nur vorübergehend ist und dass das wahre Heim der Gläubigen das Jenseits ist.

Sie fürchten den Tag des Gerichts, der unweigerlich stattfinden wird, an dem alle Menschen versammelt werden.

Sie behalten ständig in Erinnerung, dass es ihr größtes Ziel sein muss, Gottes Wohlgefallen zu erlangen.

Wenn die Gläubigen das Land sehen, in dem der Islam geboren wurde, in dem der Qur’an offenbart wurde und in dem der Prophet und seine Gefolgsleute sich den Ihnen bietenden Hindernissen und Gefahren entgegenstellten, so bestärkt dies die Gläubigen in ihrem Eifer, und es steigert ihr Glück und ihre Begeisterung.

Tausende Muslime verschiedener Hautfarbe, Sprache und Kultur aus aller Welt, jedoch mit demselben Ziel und derselben Entschlossenheit, können so zusammen kommen und sich vereinen.

Muslime, die die Hadsch absolviert haben, folgen moralischen Werten wie der Geduld, dem Gottvertrauen, dem Gleichmut, der gegenseitigen Hilfe und der Solidarität.

Gott befahl in diesen Versen:

...Und wenn ihr von Arafat herbei eilt, gedenkt Allahs an der Moschee (von Muzdalifa). Gedenkt Seiner: Wie Er euch geleitet hat, obwohl ihr zuvor Verirrte wart. Dann eilt weiter, mit allen, die da eilen, und bittet Allah um Nachsicht; siehe, Allah ist verzeihend und barmherzig. Und wenn ihr euere Riten beendet habt, dann gedenkt Allahs wie ihr euerer Väter gedenkt oder mit noch innigerem Gedenken. Unter den Leuten sagen einige lediglich: "Unser Herr, gib uns Gutes in dieser Welt!" Sie sollen am Jenseits keinen Teil haben. (Quran, 2:198-200)

EIN AUFRUF AN ALLE MUSLIME

Mekka ist im Quran beschrieben als die Mutter aller Städte und die Kaaba als die heiligste Stätte der Muslime…

Dieser heilige Ort bringt die Muslime seit Bestehens des Islam zusammen.

Auch heute noch.

Die alljährliche Zusammenkunft von Millionen Muslimen an der Kaaba, in deren Nähe sie ihre Verpflichtungen erfüllen, ist eine wertvolle Quelle der Freude und Begeisterung für alle Muslime.

Denn alle Muslime der Welt glauben an Gott und sind dem Qur’an treu, sie folgen dem Weg unseres Propheten, wenden sich zum Gebet in dieselbe Richtung und hoffen auf die gleiche Belohnung im Jenseits.

Alle Muslime glauben an denselben Gott und dieselben Propheten und ihr Gesicht weist beim Gebet in dieselbe Richtung. Gleichgültig welcher Rasse, Sprache und Nationalität, alle Muslime sind Brüder.

Die Muslime müssen die Toleranz und die Einheit, die sie auf der Hadsch empfinden, in jedem Moment ihres Lebens weiter verbreiten, und sie müssen Gott näher rücken im Geist der Unterwerfung und Toleranz, und sie müssen versuchen, Seiner Religion noch besser zu dienen.

So Gott will, erwartet die Islamische Welt eine strahlende, glückliche Zukunft.

Damit diese Zukunft ohne Zeitverlust beginnen kann, ist das Enstehen eines Geistes der Allianz, der Einigkeit und der Brüderlichkeit von allergrößter Bedeutung.

“Ich vermache euch zwei Dinge, und solange Ihr an ihnen festhaltet, werdet Ihr niemals fallen oder vom Weg abirren: den Quran und meine Sunna.”

Mit diesen Worten wies unser geliebter Prophet (s.a.w.s) den Weg, dem alle Muslime zu folgen verpflichtet sind.

Unsere Verantwortlichkeit ist es, diesen Weg zu gehen, an ihm festzuhalten und niemals das folgende uns von Gott auferlegte Gebot zu vergessen:

Und haltet allesamt an Allahs Seil fest, und zersplittert euch nicht, und gedenkt der Gnadenerweise Allahs euch gegenüber als ihr Feinde wart und Er euere Herzen so zusammenschloss, dass ihr durch Seine Gnade Brüder wurdet, und als ihr am Rande einer Feuergrube wart und Er euch ihr entriss. So macht euch Allah Seine Zeichen klar, auf dass ihr euch leiten lasst. (Quran, 3:103)

Desktop View