Harun Yahya

NACHDEM DIE SONNE IM WESTEN AUFGEHT, IST ES NICHT MEHR MÖGLICH, DASS WEITERE 120 JAHRE BIS ZUM UN-TERGANG DER WELT VERGEHEN


Unser Prophet (fsai) hat in einem seiner Hadithe mitgeteilt, dass ein markantes Zeichen des jüngsten Tages, der Aufgang der Sonne im Westen ist.





Die Sonne wird im Westen aufgehen, die Menschen werden als Gemeinschaft sich zum Glauben bekennen, jedoch wird das Bekenntnis derjenigen, die zuvor verleugneten, ihnen nichts nutzen.“

(Tecrid-i Sarih Übersetzung, XII 307; Müslim, Fiten, 118)





Heiliger Said Nursi, der große Religionsgelehrte des 13. Jahrhunderts erläuterte in seinem Werk Die Lichtstrahlen dieses wundersame Ereignis wie folgt:





Das die Sonne im Wesen aufgeht und das Auftauchen des Dabbat al ard. Doch das Aufgehen der Sonne aus dem Westen ist ein sicherer Beweis des Zeitpunkts des jüngsten Tages, der keines Nachweises bedarf. Weil es ein von Alllah erschaffenes, offensichtliches Ereignis ist, das das Tor der Vergebung, das mit der fakultativen Intelligenz verbunden ist, verschließt, ist seine Bedeutung und Wirkung klar und bedarf keiner Erläuterung. Nur soweit: Allah weiß es besser, der augenscheinliche Grund für dieses Aufgehen im Westen ist der Umstand, dass der Quran, der als Intellekt des Gehirns der Welt fungierte, ihr abhanden kommt und die Erde dadurch aus ihrer gewohnten Laufbahn gerät und mit einem anderen Himmelskörper zusammenstößt. Verursacht durch diesen Zusammenprall ändert die Welt auf Geheiß Allah's hin ihre Rotierrichtung (vom Westen zum Osten hin) und beginnt fortan sich von Osten nach Westen zu drehen, infolge dessen beginnt dann die Sonne im Westen aufzugehen. Ja, wenn die Anziehungskraft des Quran, der Allah's Faden darstellt, der die Sonne mit Himmel und Erde verbindet, nachlassen würde, würde sich der Faden der Erde lösen und völlig unkontrolliert und wirr würde die Erdachse aufgrund ihres unregelmäßigen Rotieren würde die Sonne beginnen im Westen aufzugehen. Was auch die Folge des Zusammenpralls wäre. Es gibt auch eine Erläuterung die besagt, dass auf Geheiß Allah's infolge dessen der jüngtse Tag beginnt.

(Lichtstrahlen, der fünfte Strahl, S. 510)







Wenn man das in dem Hadith beschriebene Ereignis im Lichte der Erläuterung des heiligen Said Nursi sieht, kann man annehmen, dass dieses unmittelbar vor dem jüngsten Tag stattfindende verheerende Ereignis vermutlich infolge des Zusammenstosses der Erde mit einem Kometen und den hierdurch verursachten Wechsel der Rotierrichtung eintreten wird. Infolge des Eintritts dieses vehementen Ereignisses werden nacheinander große Erdbeben, starke Stürme und Tsunamis entstehen, die Erdanziehung wird ihre Wirkung verlieren die Atmosphere wird sich auflösen und die Ozonschicht wird beschädigt, wodurch alle im All bestehenden schädlichen Strahlen die Erde erreichen werden. Solche und ähnliche unzählige Naturkatastrophen werden eintreten und mit großer Wahrscheinlichkeit wird somit die Zeit des jüngsten Tages eingeläutet werden. Da es nicht möglich sein wird in einer Umgebung, in der die physikalischen Gesetze ihre Wirksamkeit verloren haben zu leben, wird folglich auch DIE PRÜFUNGSSITUATION GANZ AUFGELÖST WERDEN. Heiliger Bediuzzaman hat dieses wichtige und gewaltige Ereignis als das Ereignis, das „ ein göttliches Ereignis, dass das Tor der Vergebung verschließt“ bezeichnet, was darauf hindeutet, dass im Anschluss an das Aufgehen der Sonne im Westen, die Prüfungssituation beendet werden wird.

DIE BEHAUPTUNG, DASS DER JÜNGSTE TAG 120 JAHRE NACH AUFGEHEN DER SONNE IM WESTEN EINTRETEN WIRD, STEHT IM WIDERSPRUCH MIT ALLEN OBIGEN ERLÄUTERUNGEN.

Allah hat die weltliche Umgebung in einer für die Prüfung notwendigen Art erschaffen. Allah würde keine Ereignisse zulassen, die die fakultative Intelligenz aufheben, da ansonsten hierdurch keine Notwendigkeit für die Prüfung gäbe. Selbst die wundersamen Ereignisse die Allah auf der Erde erschafft, kreiert Er auf eine Weise, die aus einer Perspektive einer Erläuterung zugänglich ist. Aufgrund dieses Ereignisses separiert Allah dann diejenigen, die an Ihn glauben, die Tiefgründigkeit, Bedeutung und Feinheit des Erschaffenen erkennen von denjenigen, die verleugnen oder zweifeln. Damit diejenigen die verbindlich glauben nicht mit denjenigen die unaufrichtig, undifferenziert und schwachgläubig sind auf einer Stufe stehen, kreiert er keine Ereignisse, die den Intellekt infrage stellen würden, also solche Ereignisse, die den freien Willen, die Fähigkeit des freien Denkens und Handelns aufheben und zwangsläufig zum Glaubensbekenntnis führen würden.

Das Aufgehen der Sonne im Westen aber ist ein wundersames Ereignis, dass den Intellekt in Frage stellt. Mit der Vollendung dieses Ereignisses wird zeitgleich die Prüfungssituation aufgehoben werden, die Möglichkeit der Reue wird -mit Allah's Willen- aufgehoben werden und der jüngtse Tag wird beginnen.

Meister Said Nursi betont diesen Aspekt in „der fünfte Lichtstrahl“ mit nachstehenden Worten:





Da Verantwortung, freier Wille und freie Wahl eine Prüfung, eine Erfahrung und einen Wettbewerb darstellen, finden Ereignisse, die verborgen sind, einer Untersuchung bedürfen und nicht offensichtlich und augenscheinlich nachvollziehbar sind, nicht offen und sichtbar statt. Sie finden nicht auf eine Weise statt, die zwangsläufig jedermanns Bekenntnis zur Folge hätte. Dies deshalb, damit die Abu Bakirs (r.a.) zum Höchsten der Hohen emporsteigen und die Abu Cahils zu den Tiefsten der Tiefen niedersinken. Falls es keinen freien Willen gäbe, geben es auch keine Verantwortung. Aufgrund dieses Geheimnisses und dieses Umstandes treten Wunder selten und ausgewählt zutage. Außerdem sind die auf der Welt sichtbaren Zeichen des jüngsten Tages und Zustände des jüngsten Tages in den Versen im Quran mit mehrdeutigen, einander ähnelnden Worten, die verborgen sind und einer Erläuterung bedürfen, beschrieben.  EINZIG DASS DIE SONNE IM WESTEN AUFGEHEN WIRD, IST AUSDRÜCKLICH BESCHRIEBEN, WEIL ES EIN UMSTAND IST, DER ZWANGSLÄUFIG ZUM GLAUBENSBEKENNTNIS FÜHREN WIRD UND KEINER ERLÄUTERUNG BEDARF; DESHALB WIRD DARAUFHIN DAS TOR DER VERGEBUNG VERSCHLOSSEN UND EIN GLAUBENSBEKENNTNIS BEDEUTUNGSLOS WERDEN.

(Fünfter Lichtstrahl)







Die Behauptung, dass das Leben nach dem Aufgehen der Sonne im Westen weitere 120 Jahre fortbestehen wird, ist aus zwei Gründen offensichtlich falsch. Erstens, entspricht es nicht der göttlichen Gepflogenheit, dass nachdem die Prüfung aufgehoben und die Möglichkeit der Vergebung unmöglich wird, weitere 120 Jahre Leben fortbesteht. Zweitens werden die aufeinanderfolgenden apokalyptischen Ereignisse keine Möglichkeit für menschliches Überleben lassen. IN EINER UMGEBUNG, IN DER SCHWERE ERDBEBEN STATTFINDEN, DIE MEERE SICH TEILEN, TSUNAMIS ENTSTEHEN, SEHR STARKE ORKANE AUFTRETEN, DIE ATMOSPHÄRE SICH AUFLÖST, DIE OZONSCHICHT VOLLKOMMEN VERSCHWINDET UND EINE REIHE WEITERER UNGEWÖHNLICHER NATURKATASTROPHEN STATTFINDEN, KANN MAN KEINE 120 STUNDEN, GESCHWEIGE DENN 120 JAHRE ÜBERLEBEN. In solch einem überwältigenden Zustand, der gewaltig und gleichzeitig der beste Beweis für Allah's Allmacht ist, kann man höchstens 120 Minuten überleben. Aber durch die Vehemenz der Ereignisse wird dieser Zeitraum den Menschen vorkommen wie 120 Jahre. 

Doch; das von unserem Propheten (fsai) im Hadith beschriebene Aufgehen der Sonne im Westen kann auch im mehrfachen Sinn verstanden werden. In diesem Fall weist dieses Ereignis auf das Erscheinen des Mahdi (fsai) hin. In diesem Hadith kann mit dem Wort Sonne, Mahdi (fsai) gemeint sein. So wird in einer anderen Überlieferung unser Prophet (fsai) Mahdi (fsai) mit der Sonne geähnelt:





MAHDI (FSAI) IST DIE SONNE, DIE ALLE SORGEN UND GRAUSAMKEITEN ZUNICHTE MACHEN WIRD. Wenn er versorgt, ist er wie ein sehr segensreicher Regen. (Muhammed B. Rasul Al-Hüseyin El Berzenci, Die Zeichen des jüngsten Tages, S. 188)





Die metaphorische Bedeutung des Wortes „Westen“ in der Aussage: „Die Sonne wird im Westen aufgehen“ kann im Zusammenhang mit den anderen Hadithen betrachtet erläutert werden. So hat unser Prophet (fsai) in einem anderen überlieferten Hadith gesagt, dass Mahdi (fsai) aus dem „Westen“ hervorgehen wird:





Nach einem von Hafiz Abu Nuaym überlieferten Hadith hat sich unser gesegnete Gesandte (fsai) wie folgt geäußert: Also in solch einer beschwerlichen Zeit wird VOM ENTFERNTESTEN PUNKT DES WESTLICHEN LANDES ein Nachkomme der würdevollen Tochter des gesegneten Gesandten (fsai), Fatima, hervortreten. Diese Persönlichkeit, die in der Endzeit wirken wird, ist Mahdi (fsai). Und sein Erscheinen ist das Erste der Zeichen des jüngsten Tages. (Hadithen von der Klassifizierung des Celaleddin Suyuti, Die Zeichen des Mahdis der Endzeit; Müelif Ali bin Hüsameddin el Muttaki, Kahraman Nesriyat Kitabevi, s. 16.)







In dem Hadith wird überliefert, dass Mahdi „Magrip, also vom entferntesten Punkt des westlichen Landes“ kommen wird. Wie bekannt, ist die Türkei das Westlichste der Muslimischen Länder. Die Informationen in den Hadithen weisen darauf hin, dass Mahdi (fsai) in der Türkei erscheinen wird. Anbetracht dieses Hadithes kann der Hadith, der davon berichtet, dass die Sonne im Westen aufgehen wird, auch so ausgelegt werden, dass Mahdi (fsai) aus dem Westen kommen wird.

In diesem Fall,können wir, ausgehend von den anderen Überlieferungen unseres Propheten, für die Ankunftszeit des Mahdi (fsai) das Jahr 1400 Hidschri ansetzen, und die Aussage, dass 120 Jahre nach dem Aufgehen der Sonne im Westen der Tag des jüngsten Gerichtes beginnen wird, das Jahr 1520 annehmen. In den Prognosen Said Nursis befindet sich die Aussage, dass um das Jahre 1520 Hidschri herum die Muslime beginnen an Stärke zu verlieren und das atheistische System wird vollends die Welt dominieren. Nach den Ausführungen Said Nursis wird 20-25 Jahre danach der jüngste Tag erwartet. (Die Wahrheit kennt einzig Allah)

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